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Wirtschaft wird weiblicher

Bereits 29.206 steirische Unternehmen sind in Frauenhand: Anlässlich des bevorstehenden Weltfrauentags am 8. März macht sich "Frau in der Wirtschaft" für noch bessere Rahmenbedingungen für Unternehmerinnen stark.

Die Sparten mit dem höchsten Unternehmerinnen-Anteil sind Gewerbe und Handwerk, Handel sowie Transport und Verkehr.
© fotogestoeber.stock-adobe.com Die Sparten mit dem höchsten Unternehmerinnen-Anteil sind Gewerbe und Handwerk, Handel sowie Transport und Verkehr.

Die Zahl der Unternehmerinnen wächst und wächst: Lag der weibliche Anteil bei den Unternehmensgründungen vor zehn Jahren noch bei 39,3 Prozent, so sind es heute stolze 47,8 Prozent (exklusive Personenbetreuer; mit Personenbetreuer: 61,4 Prozent). In absoluten Zahlen ausgedrückt, sind bereits 29.206 steirische Betriebe in weiblicher Hand. Diese beschäftigen im Durchschnitt drei unselbständige Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter, der Frauenanteil an den Ein-Personen-Unternehmen beträgt 54,9 Prozent. „Eine tolle Entwicklung, die zeigt, dass Unternehmerinnen in der Wirtschaft auf der Überholspur sind“, betont Gabriele Lechner, Landesvorsitzende von Frau in der Wirtschaft (FiW) und Vizepräsidentin der WKO Steiermark. 

Durchschnittsalter liegt bei 47 Jahren

Nach Branchen geordnet sind die steirischen Unternehmerinnen vor allem in der Personenberatung und Personenbetreuung, der Persönlichen Dienstleistung, als Fußpflegerinnen, Kosmetikerinnen oder Masseurinnen sowie im Direktvertrieb und in der Gastronomie tätig. Das Durchschnittsalter der steirischen Unternehmerin beträgt statistisch gesehen übrigens 47 Jahre. Im Detail: 7 Prozent sind 29 Jahre oder jünger, 18,3 Prozent entfallen auf die 30- bis 39-Jährigen, 29,4 Prozent sind zwischen 40 und 49 Jahre alt, 32,5 Prozent zwischen 50 und 59 Jahre sowie 12,8 Prozent sind 60 Jahre oder älter.

Luft nach oben 

„Trotz der positiven Zahlen gibt es in vielen Bereichen aber noch Verbesserungsbedarf“, mahnt Lechner. Besonders für die finanzielle Entlastung der Betriebe und die Stärkung der Unternehmerinnen möchte sich die FiW-Chefin einsetzen. „Diese ist auch für kleinere Unternehmen ein zentrales Thema, weshalb wir schon seit längerem eine steuerliche Begünstigung von Büros im Wohnungsverband fordern. Schließlich arbeiten zwei Drittel aller Ein-Personen-Unternehmen von zu Hause aus“, so Lechner. Umso mehr sei man über die Ankündigung der Bundesregierung erfreut, die steuerliche Absetzbarkeit des Arbeitszimmers mit bis zu 1.200 Euro jährlich als Betriebsausgabe geltend zu machen. „Das ist eine jahrelange Forderung unsererseits, wir werden hier bis zur endgültigen Umsetzung dranbleiben“, kündigt Lechner an.

Zahlen und Fakten aus dem Jahr 2019

  • Frauenanteil bei EPU: 54,9 Prozent
  • Von Frauen geführte Arbeitgeberbetriebe: 29,2 Prozent
  • Durchschnittsalter der Unternehmerinnen: 47 Jahre
  • Durchschnittsalter der Neugründerinnen: 41,6 Jahre

Sparten mit hohem Unternehmerinnenanteil

  • Gewerbe und Handwerk: 19.933
  • Handel: 5.647
  • Tourismus und Freizeitwirtschaft: 2.796
  • Information und Consulting: 2.188
  • Transport und Verkehr: 321

Top-Fachgruppen mit den meisten Neugründerinnen

  • Personenberatung und Personenbetreuung: 1.591
  • Direktvertrieb: 439
  • Persönliche Dienstleister: 206
  • Fußpfleger, Kosmetiker und Masseure: 146
  • Werbung und Marktkommunikation: 88


TERMINAVISO

  • Steirisches Unternehmerinnen-Forum:
    Unter dem Motto „Herzhaft erfolgreiche Unternehmerinnen – Mit mehr Menschlichkeit mehr Erfolg im Unternehmen“ findet am 23. März im Hotel & Therme Nova Köflach ab 18.30 Uhr das 36. Steirische Unternehmerinnen-Forum statt.  
  • Österreichweiter Unternehmerinnen-Kongress:
    Von 15.-17. April treffen sich Unternehmerinnen aus ganz Österreich in Dornbirn zur größten Netzwerkveranstaltung von „Frau in der Wirtschaft“. Unter dem Motto „Die Kraft der Veränderung“ werden Chancen und Business- Perspektiven, die aus der Veränderung entstehen können, thematisiert.


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