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Wie sicher sind unsere Messenger-Dienste?

WhatsApp, Telegram oder WeChat – jeder von uns hat mindestens einen Messenger-Dienst am Smartphone installiert. Doch wie sicher sind diese Apps im Business-Alltag? Wir haben bei Experten nachgefragt. 

1,3 Milliarden Nutzer zählt der Facebook Messenger weltweit. Durch die Corona-Pandemie konnte der bekannte Nachrichtendienst seine Nutzerzahlen massiv ausbauen.
© AdobeStock 1,3 Milliarden Nutzer zählt der Facebook Messenger weltweit. Durch die Corona-Pandemie konnte der bekannte Nachrichtendienst seine Nutzerzahlen massiv ausbauen.

Auch wenn wir es uns nur sehr ungern eingestehen: Wir sind abhängig von unserem Smartphone. Nicht etwa, weil wir süchtig nach Social Media oder den neuesten Handyspielen sind, sondern weil wir im wahrsten Sinne des Wortes davon abhängig sind, dass der rechteckige Mini-Computer in unserer Hosentasche funktioniert. Ohne Handy sind wir nicht erreichbar, können niemanden kontaktieren und sind nicht in der Lage, uns mitzuteilen. So lächerlich es klingen mag, aber der Shutdown, der kürzlich WhatsApp, Facebook Messenger und Instagram für mehr als sieben Stunden zum Stillstand brachte, hat diesen Umstand noch einmal mehr verdeutlicht. 

WhatsApp in der Kritik

Trotz der vielen Vorteile, die die unterschiedlichsten Messenger-Dienste mit sich bringen, sollten sie mit Vorsicht genossen werden – das zeigen nicht nur die jüngsten Ereignisse in der Bundespolitik. Vor allem der weltweit beliebteste Messenger „WhatsApp“ taucht seit einiger Zeit immer wieder mit Negativschlagzeilen in den Medien auf: Zu Beginn des Jahres wurde beispielsweise bekannt, dass WhatsApp künftig Nutzerdaten an sein „Mutterschiff“ Facebook weitergeben möchte. Der Shitstorm infolgedessen war groß und WhatsApp verlor Millionen Nutzer an alternative Messenger, die einen besseren Datenschutz und verschlüsseltes Kommunizieren versprechen. Trotzdem zählt der grüne Riese noch immer 4,82 Millionen User in Österreich (2020 waren es noch 6,3 Millionen). 

Sicher: Signal und Threema

Die gute Nachricht: Wer sich und seine Chatverläufe künftig besser schützen möchte,  wird im App-Store definitiv fündig. „Der kostenlose Messenger-Dienst Signal ist weit verbreitet und sicherer als viele andere“, unterstreicht Christian Rechberger, Professor für Kryptographie an der Technischen Universität Graz. „Eine hohe Sicherheit bietet auch der kostenpflichtige Schweizer Messenger-Dienst Threema. Grundsätzlich sollte man Messenger nutzen, die keine zentrale Speicherung personenbezogener Daten verwenden, sondern die Daten ausschließlich auf den lokalen Geräten speichern“, betont Wolfgang Schinagl, IT-Experte in der WKO Steiermark. 

Trotzdem ist WhatsApp nach wie vor die beliebteste Kommunikationsplattform der Österreicher. Nicht die beste Wahl, sind sich Experten einig. „Meta-Daten – also wer mit wem, wann und wie oft kommuniziert – sind dabei meist ungeschützt. Hinzu kommt die Tatsache, dass das gesamte Addressbuch mit den Anbietern geteilt werden muss, um einen Messenger-Dienst verwenden zu können“, so Rechberger.

Wer sein Adressbuch allerdings nicht teilen möchte, kann sich zum Beispiel mit dem „Contact Guard“, einer Privatsphäre schützenden Sicherheitssoftware der TU Graz, Abhilfe verschaffen. Eine weitere Alternative: „WhatsApp Business API“. Diese Lösung ermöglicht es mittleren und großen Unternehmen, mit Kunden auf der ganzen Welt sicher in Verbindung zu treten. Mittlerweile bieten zahlreiche Drittanbieter einen schnellen und kostengünstigen Zugang zur API. Allerdings ist dieser Messenger-Dienst kostenpflichtig, ein Vergleich unter den Anbietern zahlt sich demzufolge immer aus.     

Messenger mit wenig Datenschutz:

WhatsApp: Im Jahr 2009 ging WhatsApp online. Dem bis Anfang 2016 kostenpflichtigen, nun aber wieder kostenlosen Dienst wird die weitgehende Ablösung der SMS zugeschrieben. Besonders seit der Übernahme durch Facebook steht das Unternehmen häufig wegen mangelndem Datenschutz in der Kritik. Nutzer weltweit: Zwei Milliarden 

Facebook Messenger: Der Facebook Messenger wurde 2011 veröffentlicht. Im März 2020 stieg der Messaging-Verkehr in Ländern, die sich aufgrund des Covid-19-Ausbruchs in Quarantäne befanden, um 50 Prozent. Mittlerweile hat Facebook Funktionen eingeführt, um die Sicherheit der Chats zu verbessern – allerdings muss man diese extra aktivieren. Nutzer weltweit:  1,3 Milliarden  

WeChat: Die App gibt es seit 2011 und wurde von „Tencent“ entwickelt. WeChat bietet neben den gängigen Messenger-Funktionen auch besondere Funktionen für Taxi- oder Essensbestellungen und liefert Vorschläge für Jobangebote. Kritik: Seit Ende 2016 mehren sich die Stimmen, dass WeChat proaktiv zum Ausspähen der Nutzer und zur chinesischen Internetzensur genutzt wird. Nutzer weltweit: 1,2 Milliarden 

Sichere Messenger: 

Signal: Seit 2014 begeistert Signal User weltweit. Die App ist vor allem für ihre Datensparsamkeit und Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bekannt und wird daher häufig von Sicherheitsexperten und Datenschutzorganisationen empfohlen. Zur Umsetzung der Datensparsamkeit dient das „Zero-Knowledge-Prinzip“, bei dem der Betreiber keinerlei Zugriff auf Nutzerdaten hat. Nutzer weltweit:  40 Millionen.

Threema: Threema ist ein freier Ende-zu-Ende-verschlüsselter Schweizer Instant-Messaging-Dienst. Die Software ist auf Datenschutz und Datenvermeidung ausgelegt und erfordert im Gegensatz zu den meisten Konkurrenzprodukten für die Nutzung weder eine Telefonnummer noch sonstige personenbezogene Angaben. Threema gibt es seit dem Jahr 2012. Nutzer weltweit: Nein Millionen.

Telegram: Telegram ist seit 2013 ein kostenloser Instant-Messaging-Dienst, der in Russland entwickelt wurde. Die Chats können standardmäßig Client-Server-verschlüsselt cloudbasierend oder wahlweise Ende-zu-Ende-verschlüsselt als „Geheime Chats“ direkt zwischen den Endgeräten geführt werden. Nachrichten können zusätzlich nach einer vorgegebenen Zeitspanne von beiden Endgeräten gelöscht werden. Nutzer weltweit: 500 Millionen.


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