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Wie man im Büro-Alltag fit bleibt

Bildschirmarbeit, mangelnde Bewegung, falsche Ernährung und ein stressiger Arbeits­alltag kreieren einen toxischen Cocktailfür die allgemeine Gesundheit. Wie Sie Ihre Mitarbeiter davor schützen, lesen Sie hier

13,3 Tage verbrachten österreichische Arbeitnehmer 2019 im Krankenstand.
© AdobeStock/Studio Romantic 13,3 Tage verbrachten österreichische Arbeitnehmer 2019 im Krankenstand.

Die Augen brennen, der Rücken schmerzt und der Magen knurrt, aber das Telefon hört einfach nicht auf zu läuten. Es ist erst kurz vor 12, aber trotz drei Espressi kämpft man mit dem Gähnen... 

In dieser Situation finden sich viele Arbeitnehmer und -geber häufig wieder. Stress, schlechte Ernährung und sitzende Tätigkeiten  sorgen dafür, dass jobbedingte Krankheiten eine immer größere Rolle spielen. Um diesen vorzubeugen, setzt sich der steirische Gesundheitspreis „Fit im Job“ bereits seit 20 Jahren für die betriebliche Gesundheitsförderung ein. Besonders die mangelnde Bewegung macht einem Großteil der österreichischen Bevölkerung zu schaffen (siehe Grafik). Aber auch psychische Erkrankungen wie Erschöpfungsdepressionen oder Panikattacken nehmen zu. „Diese sind seit Beginn der Corona-Krise extrem gestiegen. Umso wichtiger ist es deshalb, solchen Erkrankungen entsprechend vorzubeugen“, betont Christine Korak, Klinische- und Gesundheitspsychologin. 

Biorhythmus beachten

Doch wie funktioniert das? Um trotz Vollzeitjob fit und gesund zu bleiben, sollte man in erster Linie seine eigenen Ressourcen kennen. „Wann bin ich am produktivsten? Man sollte sich die Arbeit so einteilen, dass sie dem eigenen Biorhythmus entgegenkommt. Man ist nicht immer gleich stark leistungsfähig“, erklärt die Arbeitspsychologin. 

Dass das Arbeiten nach dem Biorhythmus erfolgversprechend ist, zeigen bereits viele Beispiele aus der Praxis, die auf flexible Arbeitszeiten setzen. „Wir leben in einer immer stärker werdenden Teilzeitkultur, in der die Work-Life-Balance eine große Rolle spielt. Flexibilität wird von Mitarbeitern in allen Bereichen gefordert“, so Korak. Die Corona-Krise hat diese Entwicklung massiv  beschleunigt – Stichwort Homeoffice. 

Mitsprachemöglichkeit

Ob Kinderbetreuung, Bildungskarenz oder ein Pausenjahr – individuelle Wege sind gefragter denn je. „Die Mitsprachemöglichkeit wird für Mitarbeiter immer wichtiger – auch in Bezug auf die betriebliche Gesundheitsförderung“, so Korak. Ein „Ideen-Board“, wo Mitarbeiter ihre Wünsche nach Ruheräumen, Kochworkshops, Betriebspsychologen und Co. aufschreiben, kann  für produktive Inputs sorgen.

Fakt ist: Wer seine Mitarbeiter halten will und ihnen einen gesunden Arbeitsalltag ermöglichen möchte, sollte starre Systeme hinter sich lassen und den Dialog mit den Mitarbeitern suchen. „Während die Motivation dadurch steigt, sinkt die Zahl der Fehltage“, ist Korak überzeugt. Welche kleinen Tipps bereits große Wirkung erzielen können, lesen Sie hier:

5 Tipps für den Büroalltag

1. Gute Pausenkultur: Wird unsere Leistungskurve immer künstlich oben gehalten, brauchen wir später länger, um uns von der Anstrengung zu erholen. Spätestens nach 90 Minuten wird eine kurze Pause von mindestens zwei bis drei Minuten empfohlen. „Kurz aufstehen, Wasser trinken, Dehnübungen machen oder einfach den Augen eine Auszeit gönnen – eine gute Pausenkultur kann viel bewirken“, betont Korak. Distanz schaffen lautet die Devise. „Man muss sich Zeit für das Gute schaffen und diese dann auch ohne Ablenkung zelebrieren“, so Korak. 

2. Erfolge feiern: „Das Negative hat bei uns Menschen leider mehr Präsenz als das Positive. Darum sollten wir uns im Joballtag besonders auf das konzentrieren, was wir bereits geschafft haben, und weniger auf das, was noch auf unserer To-do-Liste steht“, so Korak, die sich mit ihrem Unternehmen „agil Gesundheitsmanagement“ für das Wohlbefinden von Arbeitnehmern einsetzt. Was ist mir heute alles gelungen? Wofür bin ich dankbar? Diese Fragen helfen dabei, den Tag positiv zu bewerten und einen Fokus auf die Erfolge zu legen. 

3. Positiv interpretieren: Natürlich passieren hie und da Fehler, das ist menschlich. Doch aus jeder negativen Erfahrung lassen sich auch positive Aspekte ziehen. Beispiel Corona-Krise: Ich kann zwar meine Freunde nicht so oft sehen, dafür habe ich aber endlich mehr Zeit für mich selbst und kann mich dem Yoga widmen.

4. Bewegung: Um Körper und Geist zwischendurch wieder in Schwung zu bringen, empfiehlt Korak körperliche Betätigung. „Wie der Name schon verspricht, eignet sich die Schwungübung sehr gut dafür. Einfach in die Knie gehen und die Arme vor- und zurückschwingen – das lenkt gut ab und regt den Kreislauf an.“ Auch Geschicklichkeitsübungen oder Gehirnjogging eignen sich gut, um sich kurzfristig von der Arbeit abzulenken.

5. Übergänge definieren: Damit man die Arbeit nicht emotional mit nach Hause nimmt, ist es wichtig, Rituale zur Abgrenzung zu schaffen. „Das kann durch einen Spaziergang mit dem Hund, den Wechsel ins Freizeitgewand oder eine kalte Dusche gelingen“, so die Gesundheitspsychologin. Wichtig ist es, den Fokus ganz bewusst auf die aktuelle Tätigkeit zu richten.


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