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Wie man Mitarbeiter gewinnen, binden und halten kann 

Der Fachkräftemangel sorgt dafür, dass der Kampf um qualifiziertes Personal immer härter wird. Mit speziellen Mitarbeiter-Benefits können sich Arbeitgeber allerdings Vorteile verschaffen

Wie kann man Mitarbeiter für das eigene Unternehmen begeistern? Benefits helfen dabei.
© Nuthawut/Adobe Stock Wie kann man Mitarbeiter für das eigene Unternehmen begeistern? Benefits helfen dabei.

Ein hohes Gehalt ist zwar schön und gut, aber für viele Arbeitnehmer schon lange nicht mehr der ausschlaggebende Faktor bei der Jobwahl. Stattdessen wird heutzutage viel Wert auf eine entsprechende Work-Life-Balance, eine offene Unternehmenskultur, soziale Fairness, Weiterbildungs- und Selbstverwirklichungsmöglichkeiten, Sicherheit, Flexibilität und besondere Zusatzleistungen des Arbeitgebers gelegt. 

Sowohl der demografische Wandel als auch die Corona-Pandemie haben den Arbeitsmarkt grundlegend verändert. Dies wird durch einen Blick auf die aktuelle Zahl der offenen Stellen in der Steiermark noch einmal verdeutlicht: Fast 17.000 Jobs sind derzeit unbesetzt. Wir haben deshalb bei Experten nachgefragt, wie man in solch schwierigen Zeiten Mitarbeiter gewinnen und halten kann. 

Flexible Arbeitszeiten

„Die meisten Bewerber erwarten mittlerweile Homeoffice-Möglichkeiten von ihren zukünftigen Arbeitgebern. Auch die Vier-Tage-Woche wird immer häufiger zum Thema“, so Hannes Zötsch, Geschäftsführer von HR Personal Marketing in Raaba. Dies bestätigt auch Anna Braun, Leiterin der Personalentwicklung in der Knapp AG: „Homeoffice-Möglichkeiten werden mittlerweile vorausgesetzt, ebenso wie eine moderne Infrastruktur, Weiterentwicklungsmöglichkeiten und Perspektiven im Unternehmen – all dies können wir unseren Mitarbeitern auch anbieten.“ 

Neben einem eigenen Diensthandy oder -Laptop sowie Parkplätzen zählen auch Lunch-Gutscheine, vergünstigte Mittagsmenüs und kostenlose Kaffeemaschinen mehr oder weniger zu den „Must-Haves“. „Bei uns im Büro steht auch immer ein Obstkorb mit Früchten zur freien Entnahme. Das sind zwar Kleinigkeiten, die aber wertgeschätzt werden“, so Zötsch. 

Auch das Thema Gesundheit spielt immer häufiger eine Rolle: Sowohl Zusatzversicherungen als auch Sport- und Freizeitangebote helfen dabei, Mitarbeiter für ein Unternehmen zu begeistern. „Wir zahlen beispielsweise bei den Fitnessstudio-Abos unserer Mitarbeiter dazu. Das Angebot von Betriebsärzten oder Masseuren, die vor Ort im Unternehmen konsultiert werden können, kommt auch sehr gut bei Arbeitnehmern an“, so der Unternehmensberater. 

Mobilität fördern

Die Benefits, die Arbeitgeber ihren (potenziellen) Mitarbeitern zu Verfügung stellen, können auch über das gängige 40-Stunden-Dienstverhältnis hinausgehen. „Mit unserer Knapp-Kinderwelt bieten wir auch eine hauseigene Kinderbetreuungsstätte an, und für alle, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit kommen, gibt es einen Zuschuss. Darüber hinaus bieten wir unseren Mitarbeitern Ladestationen für private Elektro-Fahrzeuge“, betont Braun. 

Eine weitere innovative Lösung, um Mitarbeiter in ihrer Mobilität zu unterstützen, liefert der oststeirische Traditionsbetrieb Winkelbauer: Um jungen Fachkräften den Firmenweg zu erleichtern, erhalten die Fachkräfte von morgen an ihrem 18. Geburtstag einen vom Unternehmen finanzierten Mobilitätszuschuss, der sowohl für E-Bike, Moped, öffentliches Verkehrsmittel als auch den klassischen vierrädrigen Untersatz gilt. Rund 1.000 Euro netto schießt das Unternehmen konkret zu. „Natürlich ist das auch ein Beitrag, um die Ausbildung in unserem Betrieb weiter aufzuwerten und zu attraktivieren“, so Geschäftsführer Michael Winkelbauer.

Freizeit als hohes Gut

Spätestens die Generation Y hat uns gelehrt, dass Freizeit ein wertvolles Gut ist und bei immer mehr Menschen einen hohen Stellenwert einnimmt. „Urlaub ist deshalb auch immer wieder ein großes Thema. Drei Wochen am Stück sind der Wunsch vieler Mitarbeiter“, so Zötsch. 

Nichtsdestotrotz verlieren auch die besten Benefits der Welt an Wert, wenn es an den Grundpfeilern eine intakten Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Beziehung hapert: Intensive Kommunikation, Freiraum für Kreativität und Entscheidungen, Selbstverwirklichung, Respekt und Vertrauen. Denn Benefits sind nur eine zusätzliche Aufwertung – und kein Ersatz oder eine Kompensation für Unzufriedenheiten und Probleme im Job.

Diese Maßnahmen kommen immer gut an:

Betreuung: Neben Betriebskindergärten wird auch die Unterstützung von pflegenden Angehörigen immer öfter zum Thema. „Die Doppelbelastung von Vollzeit-Job und der Pflege eines Angehörigen kann Arbeitnehmer massiv fordern. Darum stellen einige Betriebe ihren Mitarbeitern Pflegepersonal zur Seite, um sie zeitweise zu entlasten“, so Zötsch. 

Bildung: Lebenslanges Lernen spielt für viele Menschen eine große Rolle. „Weiterentwicklungsmöglichkeiten und Perspektiven im Unternehmen sind wichtig für die Motivation“, erklärt Braun. Berufsbegleitendes Studieren sowie Bildungsteilzeit, Bildungskarenz oder Sabbaticals werden auch immer häufiger von Arbeitnehmern gewünscht.  

Gesundheit und Vorsorge: Ob betriebliche Altersvorsorge, Zusatzversicherungen oder Fintessstudio-Abo – die Gesundheit der eigenen Mitarbeiter zu fördern, zahlt sich für beide Parteien aus. „Mit unserem Gesundheitsprogramm ,KnappVital‘ bieten wir beispielsweise intern Yoga, Workouts oder Ernährungsberatungen an“, so Braun. 

Flexibilität: Spätestens seit Beginn der Corona-Pandemie ist Homeoffice zu einem fixen Bestandteil unserer Arbeitswelt geworden. Viele wollen diese Möglichkeit auch in Zukunft nicht mehr missen. Generell werden flexible Arbeits- und Urlaubszeiten bzw. Gleitzeit bei Mitarbeitern sehr geschätzt. Auch die Vier-Tage-Woche kommt gut an. 

Mobilität: Ob Gratis-Öffi-Ticket, eigene Shuttle-Services, Dienstfahrzeuge, E-Ladestationen oder die Bereistellung von Fahrrädern und Scootern – Benefits, die die eigene Mobilität unterstützen, sind bei Mitarbeitern sehr beliebt. Bei Lehrlingen und jungen Mitarbeitern wird auch oft der Auto- oder Motorrad-Führerschein (mit-)finanziert. 

Bürohund: Die Möglichkeit, den geliebten Vierbeiner mit ins Büro nehmen zu können, ist für viele Hundebesitzer ein ausschlaggebendes Argument für einen Jobwechsel. „Natürlich ist das nur in gewissen Bürojobs möglich, wo es wenig Kundenkontakt gibt und niemand allergisch ist. Es sollte eine Team-Entscheidung sein“, empfiehlt Zötsch. 


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