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Wie man Lieferketten stabiler macht

Das Corona-Virus hat die Verletzlichkeit von Lieferketten in unserer vernetzten Welt aufgezeigt. Es ist Zeit, diese zu überdenken.

Frachtkontainer auf Schiff, LKW, Bahn und Flugzeug
© enanuchit,Adobestock Die Corona-Pandemie hat zu gewaltigen Erschütterungen in den Lieferketten geführt.

Kunststoffteile aus China, Bleche aus der Türkei oder Textilien aus Bangladesch – die internationale Arbeitsteilung ist in den letzten Jahrzehnten immer komplexer geworden. Geografische Entfernungen der Beschaffungsmärkte spielen keine Rolle mehr und Lieferungen erfolgen  zunehmend „Just in Time“.

Doch eine Kette ist nur so stark wie das Schwächste ihrer Glieder: Die coronabedingten Grenzschließungen und Lieferengpässe haben deutlich vor Augen geführt, wie verwundbar diese komplexen Netzwerke sind. „Es ist nun das Gebot der Stunde, Lieferketten zu analysieren und für die Zukunft robuster zu gestalten“, ist Robert Brugger, Geschäftsführer des ICS (Internationalisierungscenter Steiermark) überzeugt. Wie das geht, erfährt man nun bei einer Webinarreihe

„Lieferkettenmanagement wird von Unternehmen oft vernachlässigt“, weiß Ernst Kurzmann (Kurzmann Consulting), Vortragender beim Einführungswebinar. Denn nicht selten würden Betriebe isoliert betrachtet. „Doch sie sind immer als Teil eines größeren Ganzen zu sehen, als  Teil von Lieferketten.“  Wichtig sei eine Analyse, an welcher Position in der Kette man sich selbst befinde. Es ge­he um Fragen der Verlässlichkeit, der Abhängigkeiten und der Risikoverteilung. Für Kurzmann ist klar: „In Zukunft konkurrieren nicht mehr einzelne Unternehmen, sondern ganze Lieferketten miteinander.“  

Neue Wege finden

Tiefer in die Materie gehen die Seminarbeiträge von Tengler/Gluttig Consulting: „Wichtig ist es, sich möglicher neuer Krisenherde bewusst zu werden – wie der Brexit, Klimakrisen oder politische Krisen – und Lieferketten darauf vorzubereiten“, so Gregor Gluttig. Ein wichtiger Aspekt sei auch die Digitalisierung – auch über Unternehmensgrenzen hinweg. Sie ermögliche raschere Reaktionen: „So lassen sich Lösungen in Echtzeit finden.“

In der Wirtschaftswelt sind die Auswirkungen der Corona-Pandemie nach wie vor deutlich spürbar. „So steht etwa für den Transport von den Häfen Koper, Rijeka oder Triest nach China bis Jahresende kaum mehr Frachtraum zur Verfügung“, berichtet Brugger. Die Frachtpreise seien um mehr als die Hälfte eingebrochen und die Reedereien würden den Frachtraum nun knapp halten, in der Hoffnung auf steigende Preise. „Weltweit am stärksten von der Krise betroffen sind die Luftfahrt- und die Ölbranche sowie das internationale Messegeschäft“, so Brugger. Im Gegensatz dazu boome der Bereich Bahninfrastruktur. Positiv sei die Entwicklung bei Elektronik, Digitalisierung und Medizintechnik.

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