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Wie der Verkauf über Social Media gelingt

Social Shopping, also das Kaufen von Produkten via Social Media, wird immer beliebter: 42 Prozent der Online-Shopper kaufen bereits auf Plattformen wie Instagram oder Facebook ein. Wir haben nachgefragt, welche Vorteile das Kaufen und Verkaufen via Social Media bringt und warum man diesen Trend nicht unterschätzen sollte. 

Der Algorithmus von sozialen Netzenwerken sorgt dafür, dass Nutzern vor allem solche Produkte angezeigt werden, die sie auch tatsächlich interessieren könnten.
© © Adobe Stock/Ka Kan, Screenshots/Instagram Der Algorithmus von sozialen Netzenwerken sorgt dafür, dass Nutzern vor allem solche Produkte angezeigt werden, die sie auch tatsächlich interessieren könnten.

Was ist Social Commerce?

Rund 4,6 Milliarden User surfen laut Statista regelmäßig in den sozialen Netzwerken. 4,6 Milliarden potenzielle Kunden, die kaufbereit und auf der Suche nach Verführung sind. Soziale Netzwerke sind mittlerweile durchdrungen von Kommerzialisierung und Konsum. Dies ermöglicht es Unternehmen, ihre Zielgruppen jederzeit dort abzuholen, wo sie sich in ihrer Freizeit gerne aufhalten: auf Instagram, Pinterest, Facebook und Co. Während E-Commerce die Verlagerung von Kauf und Verkauf von der Straße in den Onlinehandel bezeichnet, vereint Social Commerce die gesamte Customer Journey unter einem Dach. Kurz gesagt: Kunden können Produkte finden, Bewertungen lesen, Fragen stellen und zur Kasse gehen, ohne die Social-Media-Plattform jemals zu verlassen. Ein System mit Erfolg: Das Marktvolumen von Social Commerce soll sich im Jahr 2021 auf 492 Milliarden US-Dollar belaufen haben. 

Vorteile

Als Unternehmen hat man auf Social Media eine Art Visitenkarte, einen Webshop und zugleich auch eine Kommunikationsplattform inklusive möglicher Interaktion mit Kunden“, betont Kristina Blaschitz, Gründerin von „Mützenmafia“. Diese Kombination ermöglicht es Unternehmen, sich optimal auf sozialen Plattformen zu präsentieren. Durch den Einsatz von Influencern und Rabattcodes kann die Reichweite zusätzlich gesteigert werden. Ein weiterer Pluspunkt von Social Commerce: Der Algorithmus von sozialen Netzenwerken sorgt dafür, dass Nutzern vor allem solche Produkte angezeigt werden, die sie auch tatsächlich interessieren könnten – und das jedes Mal, wenn die App geöffnet wird. Die Tatsache, dass viele Kunden Social Media mehrmals täglich nutzen, erhöht zusätzlich die Verkaufschance für Unternehmen. „Wir machen die meisten Sales  zwischen 19 und 22.30 Uhr – genau dann, wenn alle daheim am Sofa liegen und durch ihren Feed scrollen“, so Blaschitz.  

So funktioniert es

Unternehmen oder Einzelpersonen, die Artikel via Social Media verkaufen möchten, benötigen keine eigene Website. Einzige Voraussetzung: ein Business-Account bei der jeweiligen Social-Media-Plattform. Um beispielsweise auf Instagram als Verkäufer auftreten zu können, muss als erstes ein Business-Profil angelegt werden, das mit einem Produktkatalog auf Facebook verknüpft ist. Verkauft wird auf Instagram im Rahmen von klassischen Beiträgen und Reels im Feed (Shoppable Posts) und in den Stories (Shoppable Stories). Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, im „Shop Tab“ gezielt nach Produkten zu suchen. Wichtig: Wer hier gefunden werden möchte, braucht hochwertige Fotos, die richtigen Hashtags und eine passende Caption. Bei Pinterest hingegen können sogenannte Shoppable Pins hochgeladen werden – also Pins, die Produkte zeigen, die dann direkt gekauft werden können. Bezahlt wird in der Regel per Direktüberweisung oder über Anbieter wie PayPal oder Klarna.

Best Practise

Social Shopping ist vor allem in den USA und Asien weit verbreitet. Aber auch hierzulande nutzen zahlreiche Unternehmen die Shopping-Funktionen auf Social Media: Das Grazer Modehaus Kastner & Öhler bietet seinen mehr als 26.000 Instagram-Followern seit rund vier Jahren die Möglichkeit, direkt über die App einzukaufen. Auch die Grazer „Mützenmafia“ (18.000 Follower auf Instagram) vertreibt ihre nachhaltigen Mützen und Haarbänder auf allen gängigen sozialen Netzwerken. „Ich habe es als sehr logisch empfunden, mein Produkt dort zu zeigen und zu verkaufen, wo sich mein Kunde befindet. Meine Hauptzielgruppe ist zwischen 22 und 34 Jahren, vorwiegend weiblich“, so Gründerin Kristina  Blaschitz. Weitere steirische Unternehmen, die ihre Produkte auf Instagram und Co. anbieten, sind der Juwelier „Schullin“ sowie dessen Tochterfirma „New One“, das Modelabel „Sestra“, der Snow- und Skateboard-Shop „Blue Tomato“, der Naturkosmetikhersteller „Mangolds“ und der Trachten-Produzent „Mothwurf“.

Prognose

Dass Social Media für den unternehmerischen Erfolg essenziell ist, lässt sich deutlich mit Zahlen belegen: In einer Umfrage, die von Facebook in Auftrag gegeben wurde, gaben 81 Prozent der Befragten an, dass ihnen Instagram hilft, sich über Produkte und Dienstleistungen zu informieren. 38 Prozent aller Online-Shopper werden überhaupt erst durch ihre Social-Media-Kanäle auf neue Produkte aufmerksam. Weltweit werden dadurch jährlich mehr als 30 Milliarden Dollar umgesetzt. Bis 2025 soll der Social-Commerce-Markt außerdem auf 1,2 Billionen US-Dollar wachsen. Fakt ist: Wer auch in Zukunft am Markt mitmischen will, darf sich nicht vor den Möglichkeiten und Chancen, die Instagram, Facebook und Co. mit sich bringen, verschließen. Trotzdem sollte man nicht jeden Trend blind mitmachen. „Social Commerce eignet sich nicht für jedes Unternehmen, außerdem sollte immer der Kosten-Nutzen-Faktor abgewogen werden“, so Gernot Ortoff, Leiter des Online-Marketings und eCommerce bei Kastner & Öhler.  

Nachteile

„Wer auf Social Media verkaufen will, muss viel Zeit investieren. Der Content sollte je nach Plattform individuell aufbereitet werden, da jede Zielgruppe pro Plattform einen unterschiedlichen Style mag: Ein Instagram-Nutzer wird bei einem typischen TikTok nicht den gleichen Kaufimpuls empfinden“, so Blaschitz. Auch Ortoff weist auf mögliche Herausforderungen hin: „Im Vergleich zu anderen Paid-Kanälen ist Social Commerce hierzulande noch nicht von allzu großer Bedeutung. Aus meiner Sicht ist es vor allem für Start-ups mit ausgefallenen Produkten gut geeignet, die eine spannende Story kommunizieren möchten. Für reine Retailer ohne eigene Marke wird es da eher schwierig.“ Abgesehen davon haben viele User beim Einkauf auf Social Media Bedenken, dass Produkte nicht geliefert werden oder sie gefälschte Produkte erhalten. Unter den Instagram-Shopping-Anbietern tummeln sich nämlich einige Fake-Shops. Auch die Angst vor Hacking bereitet vielen Sorge.  

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