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Wie der Mittagstisch dem Fiskus schmeckt

Der Mittagstisch für Mitarbeiter ist ein willkommener Zusatzbonus. Ob er auch der Steuer schmeckt, darüber informiert der WKO-Rechtsexperte.

Gutscheine für Mahlzeiten bleiben bis zu einem Wert von 4,40 Euro pro Arbeitstag steuerfrei, wenn die Gutscheine nur am Arbeitsplatz oder in einer Gaststätte eingelöst werden können.
© Candybox Images 2012 Gutscheine für Mahlzeiten bleiben bis zu einem Wert von 4,40 Euro pro Arbeitstag steuerfrei, wenn die Gutscheine nur am Arbeitsplatz oder in einer Gaststätte eingelöst werden können.

Grundsätzlich sieht das Gesetz eine Steuerbefreiung für die unentgeltliche oder verbilligte Verköstigung von Arbeitnehmern am Arbeitsplatz oder in einer nahe gelegenen Gaststätte vor. Klemens Waltl, WKO-Rechtsexperte, mit den Details: „Es ist grundsätzlich belanglos, ob die freien oder verbilligten Mahlzeiten im Betrieb des Arbeitgebers konsumiert (zum Beispiel Werksküche, Kantine), ob sie von einem Betrieb außerhalb des Unternehmens (Großküche) geliefert oder ob Mahlzeiten überhaupt außerhalb des Betriebes (in einem beliebigen Gasthaus) konsumiert werden.“ 

Auch Gutscheine für kostenlose oder verbilligte Mahlzeiten (Essensbons, Essensmarken) im Betrieb oder in nahegelegenen Gaststätten fallen unter diese Befreiungsbestimmung. „Es muss sich aber immer um freiwillige Sachzuwendungen des Arbeitgebers handeln“, so Waltl. 

Achtung: Barzuschüsse für Mahlzeiten sind ein steuerpflichtiger Arbeitslohn. Hat der Arbeitnehmer einen Rechtsanspruch auf einen freien bzw. verbilligten Mittagstisch zum Beispiel auf Grund eines Kollektivvertrages, dann gilt diese Sachzuwendung als Arbeitslohn und ist daher auch zu versteuern.

Steuerfreie Gutscheine

Gutscheine für Mahlzeiten bleiben bis zu einem Wert von 4,40 Euro pro Arbeitstag steuerfrei, wenn die Gutscheine nur am Arbeitsplatz oder in einer Gaststätte eingelöst werden können. Waltl: „Können die Gutscheine auch zur Bezahlung von Lebensmitteln verwendet werden, die nicht sofort konsumiert werden müssen, sind sie nur bis zu einem Betrag von 1,10 Euro pro Arbeitstag steuerfrei.“

Es bestehen keine Bedenken, bereits bei Ausgabe des Gutscheines den erhöhten Betrag von 4,40 Euro pro Arbeitstag steuerfrei zu behandeln. In diesem Fall muss  sichergestellt sein, dass die Speisen nur in der Kantine oder in einer Gaststätte abgegeben, nicht nach Hause mitgenommen und die Essensbons an arbeitsfreien Tagen auch nicht eingelöst werden können. Für einen Arbeitstag darf nur ein Gutschein in Papierform oder auch digital ausgegeben werden. Als Gaststätten gelten solche, die an den jeweiligen Arbeitstagen ein Vollmenü, das einem üblichen Kantinenessen (Suppe oder Vorspeise und Hauptspeise) entspricht, anbieten. Der Rechtsexperte mit einem wichtigen Zusatz: „Essensgutscheine, die für Lebensmittelgeschäfte, Konditoreien, Bäckereien, Fast-Food-Ketten, Würstelstände oder Fleischhauereien abgegeben werden, die ein derartiges Vollmenü nicht anbieten, bleiben nur bis zu einem Betrag von 1,10 Euro pro Arbeitstag steuerfrei.“

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