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Wie das Impfmusterland Israel durchstartet

Mehr als 50 Prozent der Israelis sind schon gegen Covid-19 geimpft. Wir haben vor Ort nachgefragt,wie die Rückkehr zur Normalität verläuft.

Aufziehen einer Spritze vor Israel Flagge
© nagy, stockadobe 10,15 Millionen Impfdosen wurden in Israel innerhalb von fünf Monaten verabreicht.

„Abgesehen von den tief am Kinn hängenden Gesichtsmasken im öffentlichen Leben erinnert kaum mehr etwas an die Pandemie“, berichtet Markus Haas, Wirtschaftsdelegierter in Tel Aviv. Restaurants und Bars sind offen, Kultur- und Sportveranstaltungen (unter Auflagen) wieder möglich und die Schüler kehren wieder in ihre Klassen zurück.

Israel macht vor, wie die lang ersehnte Rückkehr zur Normalität aussehen kann: Innerhalb von fünf Monaten haben 5,27 Millionen Menschen – das sind 56,9 Prozent der Bevölkerung – ihre erste Impfdosis erhalten und 4,88 Millionen – 52,5 Prozent – die zweite. Die Zahl der Infizierten und schwer Erkrankten sinkt. Der „grüne Pass“ habe sich als Übergangslösung, bis die Impfrate hoch genug ist, als sehr nützlich erwiesen, so Haas. „Er ermöglicht den Menschen ein Stück Normalität und gleichzeitig, die Wirtschaft schnell und sicher hochzufahren.“

Israel erwartet Wachstum

Für 2021 rechnet man wieder mit einem Wachstum von 6,3 Prozent – im Jahr 2020 verzeichnete man noch einen Rückgang um 2,4 Prozent. Den österreichisch-israelischen Wirtschaftsbeziehungen hat Corona keinen Abbruch getan. So blieb der Anteil der österreichischen Exporte nach Israel auf gleichem Niveau, obwohl das Land insgesamt um zehn Prozent weniger importierte. Auch zahlreiche steirische Unternehmen sind in Israel seit längerem äußerst erfolgreich. So etwa Andritz mit einem Joint-Venture im Bereich Cybersicherheit für die Industrie oder Knapp, das Israels führende Supermarktkette mit einem High-tech-Logistiksystem ausstattete. 

Kooperationen über Grenzen hinweg

Was das Land für eine forschungsgetriebene Region wie die Steiemark besonders interessant macht: Israel hat nach dem Silicon Valley die höchste Konzentration von Hightech-Unternehmen und verfügt über die weltweit höchste Konzentration von Start-ups pro Einwohner. Forschung und Entwicklung, IT, Software, Bio- und Medizintechnologie werden großgeschrieben. Und so ist es naheliegend, dass etwa der Science Park Graz als Business Inkubator für Start-ups einen regen Austausch mit Partnern aus Israel pflegt. „Dies ist für beide Seiten befruchtend und ein Qualitätsindikator für unsere Region“, so Martin Mössler, Science-Park-Geschäftsführer. Auch im Umfeld des Humantechnologie-Clusters gibt es zahlreiche Anknüpfungspunkte, wie Geschäftsführer Johann Harer bestätigt. So werden Kooperationsgespräche zwischen den Ländern unterstützt, aktuell ein Projekt zwischen einem israelischen Start-up, dem Grazer LKH und der Biobank im Bereich der Krebserkennung. Umgekehrt verfügt etwa die g.tec medical engineering GmbH (Gehirn-Computer-Interfaces) in Israel über eine eigene Vertriebsniederlassung. Und auch die ams AG (Sensortechnologie) und die Christof Industries (Anlagenbau) sind vor Ort mit israelischen Vertriebspartnern aktiv.

  • 9,23 Millionen Einwohner auf einer Fläche von etwa 21.900 km2 zählte Israel im Jahr 2020.
  • 6,3 Prozent Wachstum – so die Prognose für die israelische Wirtschaft im Jahr 2021.

Von Petra Mravlak

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