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Wie Vietnam der globalen Krise trotzt

Eine dynamische Wirtschaft, konsequente Coronavirus-Eindämmung und Wachstum – Vietnam gehört wohl zu den Gewinnern der Pandemie.

Vietnam, Drachenbrücke in Da Nang
© Kien, Stockadobe Die spektakuläre Drachenbrücke in der vietnamesischen Hafenstadt Da Nang.

Nicht ohne Grund hat das Internationalisierungscenter Steiermark (ICS) Vietnam heuer ein Fokusprogramm gewidmet: Mit einem Wirtschaftswachstum von 2,9 Prozent ist das Land auffallend gut durch das Krisenjahr 2020 gekommen. Auch 2021 dürfte die Wachstumsrate zwischen fünf und sieben Prozent liegen. Wie hat Vietnam das geschafft? 

„In der Corona-Pandemie setzt es auf eine konsequente Viruseindämmung und weitgehende Abschottung für den internationalen Personenverkehr“, berichtet Dietmar Schwank, Wirtschaftsdelegierter in Ho Chi Minh City. „Und diese Politik ist sowohl nach gesundheitlichen als auch wirtschaftlichen Maßstäben bislang sehr erfolgreich gewesen. Grenzschließungen mit ausnahmsloser 14-Tages-Quarantäne und die konsequente Umsetzung eines seit Beginn der Pandemie kaum veränderten Maßnahmenplans je nach lokaler Infektionslage haben die Eindämmung begünstigt.“ Und so gibt es weder bei der Geschäftstätigkeit noch im Alltag Einschränkungen, mit der Ausnahme, dass eine Einreise nur mit Sondergenehmigungen möglich ist. 

Pandemiebedingte Ausfälle etwa im Tourismus – der mit  18 Millionen Besuchern 2019 geradezu einen Boom verzeichnete – können durch öffentliche Investitionen, den intakten Produktionssektor und den lokalen Konsum wettgemacht werden. Zudem wurde ein Hilfspaket für Unternehmen und Arbeitslose geschnürt. „Politisch und makroökonomisch ist Vietnam ein stabiles Land“, fasst Schwank zusammen. Die Eckpunkte der Wirtschaftspolitik sind die wirtschaftliche Liberalisierung, Investitionen in Infrastruktur und die Stärkung der Attraktivität für Auslandsinvestoren. 

Interessanter Markt für heimische Unternehmen 

All das macht das Land für österreichische Unternehmen sehr interessant. Zudem ist im August 2020 ein Handelsabkommen zwischen der EU und Vietnam in Kraft getreten, das zahlreiche Vorteile bringt. „Vietnam ist Österreichs größter Handelspartner in Südostasien, wobei die Einfuhren von dort mit einem Wert von rund einer Milliarde Euro die heimischen Exporte um ein Vielfaches übersteigen“, so Schwank. Neue Geschäftschancen lassen sich anhand gesteigerter öffentlicher Investitionen etwa in Infrastruktur und Gesundheit ausmachen, aber auch im Bereich Energie, bei urbanen Technologien, Umwelt, Sicherheit, Katastrophenschutz, Hightech-Produkten sowie Produktionsmaschinen.  

Das ICS, das Vietnam heuer in den Fokus gerückt hat, bietet zahlreiche Seminare und Infos. „Highlight ist eine für Herbst geplante Delegationsreise mit Schwerpunkt Maschinen und Anlagenbau nach Ho Chi Minh City und Hanoi“, berichtet Projektleiterin Daniela Guss. „Sofern die Umstände es erlauben.“ 

Fokusprogramm Vietnam

Vietnam in Zahlen

  • 97 Millionen Einwohner leben in dem 331.000 km2 großen Land am Südchinesischen Meer.
  • 2,9 Prozent Wirtschaftswachstum verzeichnete Vietnam im Jahr 2020 – trotz Coronapandemie.
  • 5 – 7 Prozent – um so viel soll die Wirtschaft 2021 wachsen. 2019 waren es satte sieben Prozent.
Von Petra Mravlak

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