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Wie Fahrverbote Budgets und die Umwelt belasten

Lkw-Fahrverbote kosten nicht nur Millionen, sie schaden auch der Umwelt – das belegt eine aktuelle Studie der Wirtschaftsuni Wien.

LKW
© Adobestock, ab-Photodesign Lkw stehen immer wieder in der Kritik ihrer Gegner.

Dass die Brummis noch nie die Liebkinder der Anrainer stark frequentierter Straßen waren, das weiß Peter Fahrner. Jetzt kann der steirische Transporteure-Obmann allen Kritikern aber viel Wind aus den Segeln nehmen. Dank einer Studie der Wirtschaftsuniversität Wien zum Thema „Analyse und Auswirkungen von Fahrverboten“, die ein eindeutiges Ergebnis geliefert hat: Umwege über Umfahrungen steigern den CO2-Ausstoß deutlich und schlagen sich auch finanziell kräftig zu Buche. 

Drei Verkehrsadern im Fokus der Studie

Festgemacht haben die Experten die Studie stellvertretend für mehr als 500 regionale Fahrverbote in ganz Österreich an drei wichtigen Verkehrsadern: Der B320, die Ennstalbundesstraße, die von Altenmarkt im Pongau nach Liezen führt (Fahrverbot seit 2019, mit einer laut Fahrner sehr exotischen Ausnahmeregelung), der B145, die die Westautobahn A1 mit dem inneren Salzkammergut verbindet und von Vöcklabruck über Gmunden, Bad Ischl über Bad Aussee nach Trautenfels (Knoten Ennstal) reicht, und der B178, der Loferer Bundesstraße, die die Autobahnabfahrt Wörgl mit dem Bundesland Salzburg verbindet. 

In allen drei Fällen konnte das WU-Expertenteam um Prof. Georg Hauger nachweisen, dass es aufgrund der erzwungenen Umwege allein auf diesen Strecken zu einer massiven Belastung von jährlich zusätzlich 500.000 Tonnen CO2 kommt. Die Mehrkosten für die Transportwirtschaft aufgrund des steigenden Zeiteinsatzes  und der höheren Treibstoffkosten liegen jährlich zudem bei 284 Millionen Euro, die schlussendlich die Konsumenten zu berappen haben. 

Fahrner: „Für jedes regionale Fahrverbot gilt, dass die Bevölkerung zwar eine Verkehrsentlastung registriert, weil vor der Haustüre weniger Verkehr ist, dabei aber vergisst, dass die Transportwirtschaft nicht zum Spaß spazieren fährt, sondern Güter des täglichen Bedarfs befördert.“ Statt mit Fahrverboten wirtschaftlich und umweltfeindlich in die Sackgasse zu steuern, regt Fahrner an, „endlich den Nacht-60er abzuschaffen, weil ein Lkw ganz einfach so ausgerichtet ist, dass er bei 80km/h viel weniger Sprit verbraucht und damit auch die Emissionen sinken“. 

An die Adresse der grünen Verkehrsministerin Lore Gewessler richtet Fahrner die Botschaft, dem geforderten Einsatz von Lang-Lkw  grünes Licht zu geben: „Mit den bis zu 25,25 Meter langen Fahrzeugen könnten wir aus drei Fuhren zum Beispiel zwei machen und damit Treibstoff sparen und den CO2-Ausstoß reduzieren.“ LNG-betriebene Lkw (verflüssigtes Gas) könnten auch umweltfreundlich eingesetzt werden, leider – so Fahrner – fehlen da ausreichend Tankmöglichkeiten. 

Keine grünes Licht sieht der Obmann für den Einsatz von schweren Elektro-Nutzfahrzeugen, „weil es diese schlicht und einfach auf dem Markt nicht gibt und die Kosten auch jedes Budget der Unternehmer sprengen würden“. Unter dem Strich betont Fahrner: „Regionale Lkw-Fahrverbote lösen den Schwerverkehr sicher nicht in Luft auf.“

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