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Wie Corona auch das Handwerk ausbremst

Laut einer Umfrage der KMU Forschung Austria hat die Corona-Krise massiv auf die Umsätze und Aufträge im steirischen Gewerbe und Handwerk gedrückt. 

Schweißer bei der Arbeit
© industrieblick/Adobe Stock Im Krisenjahr 2020 gehen auch die Umsätze bei den Gewerbe- und Handwerksbetrieben zurück.

Die Corona-Krise hat auch bei den steirischen Gewerbe- und Handwerksbetrieben tiefe Spuren hinterlassen: Wie aus der Konjunkturbeobachtung der KMU Forschung Austria hervorgeht, sind die weiß-grünen Aufträge bzw. Umsätze im ersten Halbjahr 2020 um 11,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum eingebrochen. Insgesamt wurden 311 Betriebe mit 7.655 Beschäftigten befragt.

Konkret verzeichneten 51 Prozent der Betriebe Rückgänge,  während nur 14 Prozent Steigerungen vermelden konnten. Bei 35 Prozent lagen die Auftragseingänge auf Vorjahresniveau. Ein Negativtrend, der sich auch nachteilig auf die Umsatzentwicklung niederschlägt: In den ersten sechs Monaten des Krisenjahres 2020 wurden 6,3 Milliarden Euro umgesetzt, das sind um 820 Millionen weniger als im ersten Halbjahr des Vorjahres.

Stimmungsbarometer

Was die Geschäftslage im dritten Quartal betrifft, ist das Stimmungsbarometer zwar wieder gestiegen, liegt aber noch immer im negativen Bereich. Unterm Strich überwiegen die Unternehmen mit schlechter Geschäftslage per Saldo um drei Prozentpunkte. Konkret ist der Anteil der Betriebe mit einer guten Geschäftslage zwar auf 24 Prozent im dritten Quartal gestiegen, allerdings berichten 27 Prozent der Betriebe von einer schlechten Geschäftssituation im dritten Quartal.

Interessant ist auch ein Blick auf die investitionsgüternahen Branchen: Hier zeigt sich, dass der Auftragsbestand im Vergleich zum Vorjahresquartal um 13,8 Prozent gesunken ist. In Folge ist die Auslastung von fünf und mehr Wochen im Vergleich zum Vorjahr markant zurückgegangen. Auch der Blick in die Zukunft ist von Ungewissheit geprägt: Während jeder Dritte von Rückgängen bei Aufträgen und Umsätzen ausgeht, erwarten nur 15 Prozent Steigerungen. Per Saldo überwiegen die pessimistischen Einschätzungen um 18 Prozentpunkte. Und letztlich ist es auch die Unsicherheit, die die Investitionsbereitschaft bremst.

Kommunen gefordert

Spartenobmann Hermann Talowski fordert daher rasche Maßnahmen ein, um den Betrieben unter die Arme zu greifen. „Nur mit der Belebung der öffentlichen und der privaten Nachfrage ist es möglich, die drastische Umsatzlücke von 2020 zu reduzieren.“ Die Kommunen seien gefordert, Bauverhandlungen, die monatelang auf Eis lagen, so rasch wie möglich abzuwickeln. „Hier ist es zu einem massiven Rückstau gekommen.“ Zudem könnten Bauprojekte etwa im Bereich von Schulen, Kindergärten und Straßen vorgezogen werden, um die regionale Wirtschaft zu beleben. „Über Direktvergaben könnten hier Maler, Tischler und andere regionale Betriebe vor Ort unbürokratisch zum Zug kommen“, so Talowski.  

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