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Wer beim Internet spart, hat die schlechte Nachrede

Funktionierendes WLAN im Zimmer zählt mittlerweile zu den „Must-Haves“ in Hotels. Funktioniert es nicht, hagelt es Kritik.

Auch im Urlaub muss die Internetverbindung top sein: Schlafwagen-WLAN verzeiht der Gast nicht mehr.
© ©Steiermark Tourismus-ikarus Auch im Urlaub muss die Internetverbindung top sein: Schlafwagen-WLAN verzeiht der Gast nicht mehr.

Liezen. 50.000 Fans belagerten am vergangenen Dienstag beim Nightrace wieder die Schladminger Planai und feierten „ihren“ Sieger, Marcel Hirscher. Tausende von ihnen teilten ihre Fotos und Videos während und nach der Veranstaltung auch in sozialen Medien: Längst zählt eine schnelle WLAN-Verbindung auch zur absoluten Basisausstattung eines Hotelzimmers.

Wenn jedoch die Technik streikt, kann es schnell passieren, dass der Gast sauer wird. „Wir haben zahlreiche Hotels in der Region als Kunden, und überall hören wir: Ein einziger Internetausfall, und schon bekommen wir nach der Abreise schlechte Bewertungen bei einschlägigen Reiseportalen“, weiß etwa der Ennstaler IT-Unternehmer Harald Haring. Ein zuverlässiger Zugang zum Worldwideweb werde von den Gästen heute vorausgesetzt, insbesondere dann, wenn man als Hotel auch für Geschäftsreisende interessant bleiben will, die in schwächeren Saisonzeiten die Betten füllen sollen. „Damit die Lösungen beim Kunden im Einsatz auch einwandfrei und stabil funktionieren, ist es entscheidend, qualitativ hochwertige Produkte zu verwenden“, erklärt der Experte. Dies koste zwar mehr, wiege jedoch den Nutzen bei weitem auf. „Auch wenn es nur wenige negative Einträge auf Internetportalen gibt: Solche Einträge hängen einem Hotel jahrelang nach und sind nachweislich Gründe für Gäste, die Buchung bei einem anderen Haus durchzuführen. Nicht funktionierendes oder schleppendes Internet ist heutzutage eine Katastrophe für ein Hotel“, weiß Haring.

Das bestätigt auch der Inhaber des Gasthofes „Kirchenwirt Fritz“ in Aigen, Josef Fritz. „Für uns ist das WLAN heute nicht mehr wegzudenken“, sagt der Gastronom. „Wir wurden, als wir dieses Angebot noch nicht hatten, zunehmend von unseren Gästen darauf angesprochen, und auch im Internet gab es Kritik dafür“, so Fritz. Deshalb habe man sich auch entschlossen, hier aufzurüsten und mit der Zeit zu gehen. Unterm Strich sei die Investition in ein gutes WLAN nötig, um konkurrenzfähig zu bleiben.

Von K. Krainer, S. Gritsch 


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