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Wenn der Storch im Unternehmen landet

Kündigt sich ein Baby an, dann genießen Mitarbeiterinnen besonderen Schutz. Was Unternehmer daher beachten müssen.

Beschäftigungsverbote für Schwangere sind je nach Beruf unterschiedlich geregelt und strikt einzuhalten.
© Vadim Guzvha - adobe.stock.com Beschäftigungsverbote für Schwangere sind je nach Beruf unterschiedlich geregelt und strikt einzuhalten.

Karin Hörmann, Expertin im WKO-Rechtsservice, listet die wichtigsten Vorschriften zum Schutz der Schwangeren auf: 

  • Mit Beginn der Schwangerschaft darf die Arbeitnehmerin keine Tätigkeiten mehr ausüben, die für die Gesundheit des Kindes und der Mutter schädlich sind. Darunter fallen etwa Arbeiten mit gesundheitsgefährdenden Stoffen, Arbeiten unter Erschütterungen, Nässe, Kälte oder Hitze, das regelmäßige Heben von Lasten von mehr als fünf Kilogramm oder Arbeiten auf Beförderungsmitteln. 

  • Nichtraucherinnen dürfen soweit es die Art des Betriebes (z.B. räumliche Trennung) gestattet, dort nicht beschäftigt werden, wo sie mit Rauch in Berührung kommen. Das gilt auch für rauchende Mütter in spe. Hörmann: „Greift dieses Verbot in der Gastronomie, dann hat die Arbeitnehmerin Anspruch auf vorgezogenes Wochengeld gegenüber der GKK.“

  • Die Leistung von Überstunden ist ausnahmslos verboten. Die tägliche Arbeitszeit darf neun Stunden und die wöchentliche Arbeitszeit darf 40 Stunden nicht übersteigen. Überstunden, die von der schwangeren Arbeitnehmerin vor Beginn des Beschäftigungsverbotes geleistet wurden und aufgrund des Überstundenverbotes wegfallen, müssen nicht weiterbezahlt werden.

  • Eine schwangere oder stillende Arbeitnehmerin darf zwischen 20 und sechs Uhr früh grundsätzlich nicht beschäftigt werden. Für Arbeitnehmerinnen (zum Beispiel) in Theatern, in Schichtbetrieben oder im Krankendienst sind Ausnahmen bis 22 Uhr vorgesehen. An die Nachtarbeit müssen elf Stunden Ruhezeit anschließen. Die Expertin: „Besonderheiten gelten für Arbeitnehmerinnen, die nach den Regelungen des Thea­terarbeitsgesetzes beschäftigt werden. Auch kann das Arbeitsinspektorat auf Antrag des Arbeitgebers die Beschäftigung einer schwangeren Arbeitnehmerin im Gastgewerbe bis 22 Uhr, in Betrieben der Unterhaltungsbranche (z. B. Theater, Kinos) bis 23 Uhr zulassen, wenn dies aus betrieblichen Gründen notwendig ist und es der Gesundheitszustand der Arbeitnehmerin erlaubt.“

  • Werdende und stillende Arbeitnehmerinnen dürfen an Sonn- und Feiertagen nicht beschäftigt werden. Ausnahmen gelten unter anderem im Gastgewerbe, in Betrieben der Unterhaltungsbranche oder bei durchgehendem Schichtbetrieb. Das Verbot gilt nicht, wenn die Arbeitnehmerin vor der Meldung der Schwangerschaft ausschließlich an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen beschäftigt wurden, allerdings nur im bisherigen Ausmaß der Arbeitszeit. Hörmann: „Während der Zeit des absoluten Beschäftigungsverbotes dürfen schwangere Mitarbeiterinnen bei sonstiger Strafe nicht beschäftigt werden.“

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