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Wenn Steirer eine Reise tun

Nach dem schwierigen Jahr 2016 freut sich die Reisebranche auf den kommenden Sommer: Warum die Buchungszahlen für Zufriedenheit sorgen, wo die Steirer in diesem Jahr Sonne tanken – und wie auch Unternehmer abschalten können.

Die obere Adria – wie hier etwa das kroatische Rovinj – zählt zu den beliebtesten Zielen im Sommer 2017.
© Slavko Sereda – stock.adobe.com Die obere Adria – wie hier etwa das kroatische Rovinj – zählt zu den beliebtesten Zielen im Sommer 2017.

Die ersten langen Wochenenden sind vorbei – und viele haben sich in diesen Tagen mit Kurztrips gen Süden schon einen kleinen Vorgeschmack auf den heurigen Sommerurlaub geholt. Grund genug für die „Steirische Wirtschaft“, sich in der Reisebranche umzuhören, wohin heuer die große Reise gehen wird.

„Ganz generell können wir sagen, dass die Nachfrage insgesamt in diesem Jahr wieder viel besser ist als noch 2016“, sagt Gruber-Reisen-Chef Michael Schlögl, seines Zeichens auch Obmann der Fachgruppe Reisebüros in der WKO Steiermark. „Die politischen Verwerfungen im vergangenen Jahr in der Türkei, einem der wichtigsten Reiseziele der Österreicher, hat letztlich dazu geführt, dass die Menschen insgesamt verunsichert waren und zum Teil gar nicht verreist sind“, erklärt Schlögl. 2017 habe man diesen Einbruch aber mehr als wett gemacht und das Niveau von 2015 sogar bereits wieder überschritten. Zwar sei die Türkei de facto ein Totalausfall, andere Destinationen hätten dies aber aufgefangen. „Griechenland läuft hervorragend, vor allem aber auch die Ziele an der oberen Adria und in Spanien“,  berichtet Schlögl. Weiter zurückhaltend gebucht werde etwa Ägypten – ganz im Gegenteil etwa zu den USA: Hieß es zu Jahresbeginn noch, dass die Reisen nach Nordamerika deutlich eingebrochen seien, hat sich dieser Trend mittlerweile umgekehrt. Auch der etwas preisintensivere Norden, aber auch Großbritannien seien zudem in den Fokus der Reisenden gerückt. Insgesamt würden die Gäste heuer auch etwas tiefer in die Tasche greifen, um sich ihre Urlaubsträume zu verwirklichen: Die Pro-Kopf-Ausgaben haben deutlich angezogen. „Insgesamt können wir als Branche mit diesem Jahr bisher äußerst zufrieden sein“, erklärt Schlögl.

Lob kommt dabei auch für den Flughafen Graz, der sich für die Menschen in seinem Einzugsgebiet in den letzten Jahren als qualitativ hochwertiger Partner einen Namen gemacht habe. Zwar sei die Situation um die sich in schweren Turbulenzen  befindliche Airberlin durchaus problematisch. „Dafür gibt es seit Kurzem mit dem KLM-Flug nach Amsterdam nicht nur eine äußerst interessante städtetouristische Möglichkeit, sondern auch ein spannendes Land zu bereisen. Zusätzlich bietet der Flughafen Amsterdam hervorragende Langstreckenverbindungen“, sagt Schlögl, der viel Potenzial in dieser neuen Linie sieht. Die Zahlen untermauern diese Einschätzung: Die Auslastung der KLM-Flieger in die Hauptstadt der Tulpen und Gräser liegt schon nach den ersten Wochen bei über 80 Prozent – ein Top-Wert.

So gut wie schon lange nicht mehr gehen aber auch die Angebote für „Selbstfahrer“, hört man aus der Branche (siehe auch Statements unten). So zähle die obere Adria mit der Variante Selbstanreise plus Appartment durchaus zu einem stark nachgefragten und leistbaren Segment, erklärt etwa Angelika Pastner-Pirker von „Südland-Reisen“ in Graz. „Wir sehen, dass sich die Kunden mittlerweile entweder für sparsame oder für teure Reisen entscheiden. Zum Drüberstreuen heißt das: Mit dem eigenen Auto nach Kroatien oder Italien – oder andererseits das Komplettpaket mit Entertainment und Action“, erklärt Pastner-Pirker. Mit beidem kann auch die Steiermark selbst punkten – und so ist es keine Überraschung, dass laut Steiermark-Tourismus rund 17 Prozent der steirischen Urlaubsgäste selber Steirer sind (weitere Zahlen siehe Grafiken unten).

E-Mails sind am Strand tabu
Egal, wohin die Reise aber geht: Alle Urlauber sehnen sich nach Erholung. Gerade für Unternehmer, die täglich unter Strom stehen, ist eine Auszeit besonders wichtig.  Deshalb solle man auch schon im Vorfeld vorausschauend planen, um im Urlaub auch den Kopf frei zu haben, rät der Arbeitspsychologe Paul Jimènez von der Universität Graz. „Das Risiko, dass mir Smartphone und Tablet am Strand liegend die nötige Ruhe rauben und wahrscheinlich auch noch meine Familie oder meinen Partner nervt, ist groß“, sagt der Experte. Er empfiehlt, für die Zeit der eigenen Abwesenheit Verantwortung und auch Entscheidungsgewalt zu delegieren. „Wenn man Mitarbeitern das Vertrauen schenkt, gewisse Dinge in Vertretung selbst zu entscheiden, kann das in der Mitarbeiterbeziehung einen sehr positiven Effekt bringen. Außerdem wissen die Arbeitnehmer meistens sehr genau, welche Kompetenzen sie haben und was der Chef lieber selbst entscheiden will“, so Jimènez.

Jenen, die sich nicht völlig vom Unternehmen abkapseln möchten, empfiehlt der Experte, fixe Zeiten zu vereinbaren, in denen man für wichtige Dinge erreichbar ist oder SMS liest – zum Beispiel abends zwischen 18 und 19 Uhr. „Allerdings würde ich davon abraten, Mails abzurufen und zu bearbeiten. Dabei stolpert man einfach über zu viele Dinge, die einem dann möglicherweise im Kopf herumgeistern“, erklärt der Psychologe. Dies berge großes Stresspotenzial – und gerade Stress will im Urlaub niemand haben, egal ob die Reise nun nach Griechenland, Italien oder in die heimische Bergwelt geht.

Michael Schlögl, Obmann der steirischen Reisebüros:

„Es ist uns gelungen, den Rückgang des letzten Sommers aufzuholen. Die Buchungen liegen heuer über dem Niveau von 2015 und wir können derzeit sehr zufrieden sein.“

Lisa Weddig, Geschäftsführerin TUI Österreich: 

„Die Steirer bevorzugen vor allem jene Reiseziele, die direkt ab dem Flughafen Graz angeflogen werden. An der Spitze liegt dabei Rhodos, dicht gefolgt von Mallorca und Kreta. Wir fliegen 17 Destinationen ab Graz an.“ 

Walter Krahl, Ruefa Reisen:

„Die beliebtesten Ausweichdestinationen zur Türkei liegen zwar am Mittelmeer – doch die Österreicher buchen verstärkt auch Fernreisen: Allein das Lieblingsziel Thailand hat im Sommer ein Plus von 11,4 Prozent.“

Andrea Springer, Springer Reisen:

„Der Gewinner im Sommer 2017 heißt Griechenland. Spanien bleibt weiterhin stark. Bei den Fernreisen sind Fernost, aber auch USA und vor allem Südafrika gut gebucht. Generell ist es ein sehr gutes Jahr, mindestens so gut wie 2015.“

Angelika Pastner-Pirker, Südland-Reisen:

„Die obere Adria, also Kroatien und Italien, mit Selbstanreise sind gut gebucht. Die Türkei hingegen ist völlig tot, wir haben heuer nur eine einzige Buchung dorthin gehabt.“


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