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Welthandel: Warum Fracht derzeit so teuer ist

Hohe Frachtkosten, knapper Frachtraum, der Brexit und das Corona-Virus. Das ist eine Mischung, die zu Verzerrungen im internationalen Warenverkehr führt.

Corona-Gruß mit Ellenbogen vor Containern
© ronnachaipark, adobestock Die Nachfrage nach Gütern aus Asien ist sowohl in Europa als auch in den USA enorm.

Noch vor ein paar Monaten verknappten Reedereien den Frachtraum künstlich, um angesichts der coronabedingten Flaute die Preise stabil zu halten. Viele Schiffe und Flugzeuge standen still. Doch nun ist alles anders: „Die Frachtpreise haben sich mittlerweile im Vergleich zum normalen Niveau vervierfacht “, weiß ICS-Geschäftsführer Robert Brugger. „Dabei sind nun auch wieder sämtliche verfügbaren Schiffe im Einsatz.“ Die meisten davon auf der China-USA-Route. „Die chinesischen Exporte in die USA haben im November 2020 um 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr zugenommen“, so Brugger. Aber auch in Europa ist der Hunger nach Gütern aus Asien enorm. Angekurbelt werde dies hierzulande, so wie in den USA, einerseits durch das Konsumverhalten – es wird zunehmend im Internet bestellt –, aber auch dadurch, dass ein beachtlicher Teil an Corona-Schutzausrüstung chinesische Produkte seien. 

Verschärft werde die weltweite Preissituation auf dem Frachtmarkt aber auch durch die Verteilung der Corona-Impfstoffe. Die Logistik dahinter werde oft unterschätzt: „Eine globale Impfstoff-Verteilung bedeutet 15.000 Flüge und den Transport von 800.000 Paletten“, so Brugger. Der Flaschenhals sei zum einen die Produktion, aber auch die Verfügbarkeit von Flügen. Zudem brauche es die richtige Ausrüstung zur Kühlung.

Verzögerungen im Warenverkehr

Eine weitere Schwachstelle im internationalen Warenverkehr ist das Vereinigte Königreich. Die toxische Mischung aus Brexit und einer neuen Virusmutation führen zu Verzögerungen im Warenverkehr. „80 Prozent aller Warensendungen zwischen der EU und Großbritannien sind falsch deklariert“, berichtet Brugger. Im Sammelverkehr – hier werden von verschiedenen Sendern Güter gesammelt transportiert – verzeichnet man derzeit Verzögerungen von mindestens zwei Tagen. Dass Lkw-Fahrer bei der Ein- und Ausreise Corona-Tests vorweisen müssen, verschärfe die Lage zusätzlich. 

Brugger ist überzeugt, dass sich die Situation im Vereinigten Königreich einpendeln und auch die Corona-Lage sich mit zunehmender Verteilung der Impfstoffe beruhigen werde. Eines zeichnet sich aber bereits ab: „Im Überseehandel werden wir 2021, sowohl was Laufzeiten als auch Kosten betrifft, auf Rekordniveau unterwegs sein.“

Von Petra Mravlak

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