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Weiblicher Erfolgskurs in einer Männerdomäne

Rund um den Weltfrauentag holen wir steirische Vorzeigebetriebe vor den Vorhang, die in weiblicher Hand sind. Einer davon ist der weststeirische Fertigungsbetrieb Heideco. Karin Lorenz und ihre Tochter Karina Rüge stehen an der Spitze des 25-Mann-Betriebs, den sie mit viel unternehmerischem Gespür auf Kurs gebracht haben.

Karin Lorenz, Karina Rüge
© Strametz Haben viel unternehmerisches Gespür bewiesen: Karin Lorenz und Karina Rüge (v.l.)

Der 8. März steht international ganz im Zeichen der Frauen: Rund um den Weltfrauentag präsentieren wir - stellvertretend für die 29.818 Betriebe, die allein in der Steiermark in weiblicher Hand sind – einige weiß-grüne Unternehmerinnen aus unterschiedlichen Regionen, Branchen und Betriebsgrößen. Auch das weststeirische Fertigungsunternehmen Heideco wird höchst erfolgreich von zwei Frauen navigiert: Karin Lorenz hat es gemeinsam mit ihrer Tochter Karina Rüge wieder auf Kurs gebracht.

Bereits wenige Jahre nach der Gründung im Jahr 1989 ist Karin Lorenz ins Unternehmen in Deutschlandsberg eingestiegen. 1993 folgte auch ihre Tochter Karina, die gerade erst die Matura absolviert hatte. Jahre später begannen die beiden Frauen mit einer höchst erfolgreichen Umstrukturierung, im Zuge derer viele Prozesse optimiert und wo nötig auch der Sparstift angesetzt wurde. Heute stehen Lorenz und Rüge an der Spitze eines gesunden 25-Mann-Betriebes mit einem Jahresumsatz von 3,5 Millionen Euro und einem weiteren Standort in Slowenien.

Millioneninvestitionen trotz herausfordernder Zeiten

Und so wird auch viel Geld in die Hand genommen: Erst 2019 wurde eine Million Euro in die Revitalisierung des Gebäudes und in Expansionsmöglichkeiten investiert. 2023 soll die nächste Erweiterungsrunde folgen: "Wir sind schon wieder an Kapazitätslimits gestoßen", so Rüge, als  für das Qualitätsmanagement verantwortlich zeichnet. Ihre Mutter verantwortet als Geschäftsführerin das Finanzcontrolling und die Produktionsplanung. Und Unternehmensgründer Helmut Reichenpfader arbeitet auch als 82-jähriger noch kräftig im Betrieb mit.

Anlässlich des Weltfrauentags betont Rüge, dass sich im Geschäftsleben Männer noch immer besser verkaufen könnten als Frauen. "Diese anerzogene Bescheidenheit und Zurückhaltung ist aber oft nicht angebracht. Frauen sollen nicht auf ihre Schwächen verweisen, sondern stattdessen ihre Stärken betonen." Statt Quotenlösungen müsse man dieses Bewusstsein schon von klein auf in den Köpfen verankern, sagt Rüge: "Eltern müssen Emanzipation vermitteln und vorleben. Emanzipation ist wie gutes Benehmen. Lernst du es zu Hause nicht, lernst du es nie mehr."

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