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Was wir in Zukunft lernen müssten

Die Wirtschaft ändert sich rasant - wir haben Unternehmer, Experten und Sozialpartner über neue Bildungswege befragt.

Kulturtechnik stärken

Josef Herk, Präsident der WKO Steiermark 
Wir erleben oft junge Leute, die nach neun Jahren Schule nicht die Fläche eines Rechtecks berechnen können. Es braucht daher eine Vertiefung der wichtigsten Kulturtechniken und deren praxisorientierte Anwendung. Zusätzlich kann man mit einer klaren Berufs- und Bildungsorientierung nicht früh genug beginnen. Man muss die Jugend mit ihren Zukunftsperspektiven konfrontieren. Deshalb eröffnen wir in der WKO Steiermark bald ein eigenes Talentcenter.

Wirtschaftswissen

Regina Ovesny-Straka, Volksbank Steiermark  
Auch im jugendlichen Alter ist das Wissen um wirtschaftliche Zusammenhänge und die eigene finanzielle Situation ein wichtiger Beitrag zur Allgemeinbildung. Regelmäßiges Zeitunglesen, digitale Medien zu nutzen und Themen, die Schüler im Alltag faszinieren, können durchaus zur Begeisterung im Unterricht führen. Ökonomische Zusammenhänge als Basiskompetenz für das weitere Leben sollen in jedem Fall in der individuellen Grundbildung eine Rolle spielen. 

Digitalisierung

Georg Knill, Präsident der IV Steiermark
Die Digitalisierung verändert nicht nur Produktions- und damit Arbeitsprozesse, sie wird sich mittelfristig auch auf die Bildung und Ausbildung auswirken. Um das Potenzial der Digitalisierung voll ausschöpfen zu können, werden Ausbildungsangebote im technischen Umfeld wie auch im IT-Bereich noch stärker im Fokus stehen - hier bieten sich für jungen Menschen tolle Chancen. Darüber hinaus wird auch in Zukunft das persönliche Engagement von großer Bedeutung sein. 

Bei Bildung aufholen

Josef Pesserl, Präsident der AK Steiermark
Bildung hat für Wirtschaft und Gesellschaft eine ganz besondere Bedeutung. Studien zeigen allerdings, dass in Österreich Aufholbedarf besteht. Es braucht Rahmenbedingungen, die für die Erreichung der Bildungsziele unabhängig von der sozialen Herkunft der Kinder notwendig sind. Dazu ist ein flächendeckendes Angebot an Ganztagsschulen mit verschränktem Unterricht erforderlich und auch die Schaffung von adäquaten Arbeitsplätzen für Lehrerinnen und Lehrer ist dringend notwendig.     

Sprachunterricht

Martin Neubauer, WIFI-Steiermark-Leiter
In einem Exportland wie der Steiermark braucht es eine vertiefende Sprachausbildung mit zwei lebenden Fremdsprachen. Derzeit lehren wir Sprache nur, indem man Bücher wälzt und Grammatik studiert. Es braucht Themen, mit denen wir lernen, uns zu artikulieren. Englisch sollte auch als Unterrichtssprache eingesetzt werden, nur so wird die Fremdsprache auch angewandt. Chancen sehe ich für osteuropäische Sprachen und Spanisch, denn nicht jeder wird es schaffen, perfekt Mandarin zu lernen.

Lehre weiter stärken

Karin Polzhofer, KAPO
Jugendliche müssen sich gut überlegen welche Karriere sie einschlagen möchten. Da sollte man auch die mannigfachen Möglichkeiten bei den Lehrberufen in Betracht ziehen. Diese Optionen sollen Jugendliche kennen lernen und da reicht der Werkunterricht nicht aus. Es ist schade, dass lange die Lehre nur der Plan B war. Weitere Themen die mitgegeben werden sollten, sind praktischer Natur. Wie macht man eine Steuererklärung? Wie mietet man eine Wohnung und wie sieht ein Lohnzettel aus?

Mehr Flexibilität

Elke Gruber, Bildungswissenschaftlerin, Uni Graz
In der Schule sollen die Kinder ein Grundgerüst lernen, das sie möglichst flexibel macht. Diese grundlegende Basisbildung muss funktionieren und auf einem hohen Niveau stattfinden. Denn im langen Arbeitsleben kommen auf unsere Jugendlichen viele Veränderungen zu, auf die sie sich einstellen und ihre Kompetenzen anpassen müssen. Eine große Rolle spielen dabei soziale und kommunikative Kompetenzen, die in Zukunft verstärkt forciert werden müssen.

Systemisch denken

Andreas Salcher, Autor und Bildungsexperte
Grundlegende Mathematik und fundierte Sprachkenntnisse werden auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen. Mindestens genauso wichtig sind aber zwischenmenschliche Fähigkeiten - etwa die Arbeit in Gruppen - und Verantwortungsbewusstsein. Wir müssen den Kindern beibringen, dass jede Handlung Konsequenzen hat. Wichtig ist auch systemisches Denken. Wir sind alle Teile eines gemeinsamen Ganzen und können nur gemeinsam vorankommen. 


Rückfragen: 
Wirtschaftskammer Steiermark 
Stabsstelle für Kommunikation & Marketing 
redaktion.stwi@wkstmk.at

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