th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

Was sich bei der Kurzarbeit jetzt ändert

Seit 1. Oktober ist die dritte Phase der Kurzarbeit für weitere sechs Monate in Kraft. Was Unternehmen alles beachten müssen.

Geld, Taschenrechner mit Schrift Kurzarbeit
© alexander limbach, adobestock

Seit Anfang Oktober kann das neue Kurzarbeitsmodell III beantragt werden, die Anträge können rückwirkend bis 1. November 2020 gestellt werden. Laut AMS Steiermark plant etwa die Hälfte der derzeit rund 2.700 Betriebe, in das neue Kurzarbeitsmodell einzusteigen. Hier die wichtigsten Neuerungen im Überblick.

  • Zeithorizont. Die zweite Phase der Corona-Kurzarbeit ist mit 30. September ausgelaufen. Die Verlängerung um sechs Monate – die sogenannte Phase 3 – gilt nun von 1. Oktober 2020 bis 31. März 2021. Für die Betriebe bringt das Rechtssicherheit und Planbarkeit.
  • Nettolohn. Arbeitnehmer erhalten wie bisher 80/85/90 Prozent des Nettolohns. Lohnerhöhungen wie etwa KV-Erhöhungen und Biennalsprünge werden bei der Vergütung der Kurzarbeit berücksichtigt. 
  • Mehrkosten-Ersatz. Die Arbeitgeber zahlen die Kosten für die tatsächlich geleistete Arbeit, sämtliche Kosten für entfallene Arbeitsstunden – inklusive Lohnnebenkosten – übernimmt das AMS.
  • Arbeitszeit. Die Arbeitszeit kann auf 30 bis 80 Prozent reduziert werden. Der Durchrechnungszeitraum beträgt sechs Monate. Damit ist der Spielraum etwas geringer als bisher. In Sonderfällen  – etwa in der Stadthotellerie – kann die Arbeitszeit von 30 Prozent aber auch unterschritten werden.
  • Behaltepflicht. Wie schon bisher müssen Mitarbeiter nach Beendigung der Kurzarbeit zumindest noch für einen Monat weiterbeschäftigt werden.
  • Lehrlingsausbildung. Die ordnungsgemäße Ausbildung von Lehrlingen wird auch für Betriebe, die sich lange in Kurzarbeit befinden, sichergestellt.
  • Weiterbildung. Arbeitnehmer sind verpflichtet, eine vom Arbeitgeber angebotene Aus- oder Weiterbildung in ihrer Nicht-Arbeitszeit zu absolvieren. Die Weiterbildung findet in der vom AMS vergüteten Ausfallzeit statt und wird durch das AMS gemeinsam mit dem Betrieb abgewickelt. Weiterbildungsmaßnahmen können bei Bedarf des Unternehmens unterbrochen werden. In diesem Fall können Arbeitnehmer die Weiterbildung binnen 18 Monaten nachholen. 
  • Prüfungsverfahren. Das Genehmigungsverfahren bleibt unbürokratisch. Gleichzeitig wird die wirtschaftliche Betroffenheit in Zukunft anhand eines standardisierten Verfahrens überprüft, um Missbrauch vorzubeugen. Dafür ist eine Prognoserechnung vorzulegen. 
  • Härtefälle. Für besonders hart von der Krise betroffene Branchen setzt sich die Wirtschaftskammer für eine weitere Verlängerung der Kurzarbeit ab 1. April 2021 ein.

Das könnte Sie auch interessieren

Stromstecker, Geld

Fixkostenzuschuss wird verlängert

In der Phase 2 kann ab 16. September ein Fixkos­tenzuschuss schon ab 30 Prozent Umsatzrückgang beantragt werden. mehr

Corona-Handschlag mit Ellenbogen

Neue Regeln für die ASVG-Anmeldung

Ein „Corona-Handschlag“ reicht nicht, um einen neuen Mitarbeiter gesetzeskonform anzumelden. Seit wann es für Verstöße wieder Strafen gibt. mehr