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Was in den Gärten angesagt ist

Die Gartensaison ist eröffnet: Jörg Grinschgl, Chef der gleichnamigen Gärtnerei in Frauental, verrät die neuesten Trends.

Jörg Grinschgl
© Oliver Wolf Jörg Grinschgl

Mit dem Frühlingsbeginn ist auch der Startschuss für die Gartensaison gefallen. Wenn die ersten Frühblüher wie Krokusse, Märzenbecher, Tulpen und Narzissen den grünen Daumen wieder aktiv werden lassen, herrscht in den heimischen Gärtnereien Hochbetrieb. 

So auch bei den Gartenwelten Grinschgl – einer der Branchengrößen im weststeirischen Frauental. Firmenchef Jörg Grinschgl hat uns trotz dichten Terminplans und voller Auftragsbücher bei einem Lokalaugenschein in seinem Betrieb Einblicke in die neuesten Trends gewährt.

Grinschgl ist einer von 207 steirischen Garten- und Grünflächengestaltern. Er beschäftigt in Summe 30 und zu Spitzenzeiten 60 Mitarbeiter, außerdem bildet er fünf Lehrlinge aus. In Summe zählt die weiß-grüne Branche fast 1.500 Mitarbeiter und bildet 88 Lehrlinge zu Fachkräften aus.

Was nicht nur Grinschgl, sondern die ganze grüne Zunft freut: Die Kunden investieren wieder kräftig in ihre Gärten. Und dabei werden keine Kosten und Mühen gescheut und wird nichts dem Zufall überlassen. „Wir bieten Gartenplanungen zu einem Fixpreis an, das wird von den Kunden gut angenommen“, weiß er. So macht sich der Chef vor Ort ein Bild von der Anlage, bringt seine Expertise ein und erstellt dann ein detailliertes Konzept mit genauer Skizze. „Oft werden wir schon in der Bauphase eingebunden“, sagt der Unternehmer. Steinarbeiten oder der Bau von Schwimmteichen werden aber nicht in einem Paket angeboten: „Wir haben uns auf die Pflanzenproduktion spezialisiert.“


Alte Obstsorten erleben eine Renaissance


So werden in der angeschlossenen Baumschule auf einer Kulturfläche von 20 Hektar tausende Pflanzen gezogen. „Uns ist wichtig, dass alte Obstsorten nicht in Vergessenheit geraten“, sagt ­Grinschgl und setzt seit Jahren auf etablierte Sorten wie Schafnase und Kronprinz. Doch auch das Beerenobst erlebe eine Renaissance, so der Chef des 30-Mann-Betriebes: „Der Trend, selbst im Garten Obst zu produzieren, hält weiter an.“

Doch abseits süßer Verlockungen soll der Garten auch ein optischer Hingucker sein. So sind heuer große Formgehölze en vogue – etwa Hainbuchen, Thujen, Zypressen oder Föhren, die wegen ihres kugelartigen Zuschnitts eine besondere Eleganz ausstrahlen. Da die Kugelbäume vertopft werden, können sie ganzjährig angeboten werden.

Auch das mediterrane Thema spiele in der Gartengestaltung noch immer eine zentrale Rolle, so der Firmenchef: „Koniferen, Olivenbäume und Oleander sind weiter sehr gefragt.“ (Klimatisch) schwierig werde es bei exotischen Kundenwünschen wie Palmen, so der Firmenchef.

Auch Accessoires sind aus den Gärten nicht mehr wegzudenken. „Vor allem die Farbe Rost ist heuer angesagt. Geschmackvoll inszeniert, sind sie in Maßen eine Bereicherung für jeden Garten.“

Unterm Strich sieht Grinschgl eine durchaus erfreuliche Entwicklung der „grünen Branche“: „Der Trend, wieder mehr Zeit zu Hause zu verbringen, schlägt bei uns sehr positiv zu Buche.“ Zuletzt hat der Betrieb in der Gartengestaltung rund zwei Millionen Euro umgesetzt. 

Autorin: Karin Sattler

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