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Was die Gäste auf den Pisten erwartet

Trotz coronabedingtem Spätstart zeigen sich die steirischen Seilbahnen auch 2020 investitionsfreudig.

Die Tagesgäste stehen ab 24. Dezember hoch im Kurs.
© Steiermark Tourismus/ikarus.cc Die Tagesgäste stehen ab 24. Dezember hoch im Kurs.

Auf unseren Skibergen ist alles für den Saisonstart angerichtet. Dank idealer Beschneiungstemperaturen und jeder Menge Schneefall herrschen nämlich beste Bedingungen vor – was noch fehlt, sind coronabedingt die Gäste. Wenn es am 24. Dezember nun endlich losgeht, können sich die Skifahrer aber über einige Neuerungen  freuen. Auf der Planai wurden beispielsweise zwölf Millionen Euro in die Modernisierung gesteckt, auf der Reiteralm erweitert ein Sechser-Sessellift das Skigebiet (Kostenpunkt: acht Millionen Euro), auf der Planneralm läuft erstmals überhaupt eine Beschneiungsanlage mit (5,5 Millionen Euro) und auch am Präbichl (eine Million Euro), am Salzstiegl (200.000) und am Loser (300.000) wurde in den letzten Monaten viel Geld in die Hand genommen.

Die steirischen Pisten sind bestens präpariert.
© Steiermark Tourismus/ikarus.cc Die steirischen Pisten sind bestens präpariert.

Daher sind die Auflagen in der heurigen Saison und der späte Saisonstart nur schwer zu verdauen, wenngleich das Positive überwiegt. Auf der Planai geöffnet sind ab Weihnachten die Hauptseilbahn, vier 8er-Sesselbahnen und der Weitmoos-Lift, dazu arbeiten die Hüttenwirte mit Hochdruck an einem Take-away-Konzept. Einen „Frühstart“ hinlegen darf man am Lachtal, denn da steigt von 19. bis 22. Dezember die Junioren-WM der Snowboarder. Zuseher sind nicht erlaubt, rund 150 Personen wird der Tross aus 15 Nationen aber umfassen. Für das Skigebiet die ideale Möglichkeit, sich den Ablauf der Hygienemaßnahmen anzusehen. „Medial ist der Effekt auch nicht zu verachten, wenn dann wenige Tage später der Publikumsskilauf beginnt“, nickt Karl Fussi, Geschäftsführer der Skigebiete Kreischberg und Lachtal. Besonders spannend für alle Skigebiete werden die Tage nach den Heiligen Drei Königen bis hin zum Beginn der gestaffelten Energieferien. Völlig unklar ist, ob die Touristen aus den Stammländern wie Deutschland, Holland oder Ungarn nach Österreich kommen werden.

"Terminlich nicht ins Leere planen"

An einen Umsatzregen glaubt in dieser Saison ohnehin kein Liftbetreiber. Auch nicht Johann Roth, Chef der Präbichl-Bahnen, der im heurigen Winter hofft, mit einem blauen Auge davonzukommen: „80 Prozent unserer Skifahrer sind Tagesgäste, die allerdings sehr kurzfristig entscheiden, ob sie sich die Skier anschnallen. Das Wetter wird bei uns heuer sicher zum Gradmesser.“ Rudolf Huber, GF der Bahnen am Loser-Altausee, sieht sich mit seiner Zielgruppe bestätigt: „70 Prozent kommen aus dem oberösterreichischen Zentralraum und halten unserem Skigebiet seit Jahren die Treue, da lässt sich das Fehlen der Touristen aus dem nahen Ausland leichter verschmerzen.“ Dass der Saisonkartenvorverkauf nur schleppend angelaufen ist, schreibt Huber der zögerlichen Haltung der Regierung zu: „Wir können terminlich nicht immer ins Leere planen, wir alle brauchen klare zeitliche Vorgaben.  Unsicher ist sich Friedl Kaltenegger, Chef am Salzstiegl, was das Verhalten seiner Gäste am Berg betrifft: „Wird das Geld nicht zu knapp sein, um mit der ganzen Familie zum Skifahren zu kommen und wie einsichtig werden Hygieneregeln eingehalten?.“    

Keine Freude hat Seilbahnen-Obmann Fabrice Girardoni mit dem späten Saisonstart, „weil wir von null auf 100 ohne Chance auf Evaluierung durchstarten müssen.“ Die größte Sorge bereitet ihm das Thema Take-away. „In der aktuellen Verordnung ist eine Konsumation erst ab einem Abstand von 50 Metern zur Gastronomie erlaubt. Und das muss erst einmal organisiert werden“, so Girardoni, der dabei an Platzmöglichkeiten und auch die Müllentsorgung denkt. „Absolut zu vermeiden sind Bilder von konsumierenden Skifahrern ohne Abstand auf Terrassen von geschlossenen Hütten, die unser Image empfindlich schädigen würden.“

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