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Was die Arbeitgeber für das Land leisten

Kein Wachstum und Wohlstand ohne Arbeitgeber: Die Leistung dieser Betriebe rückt am "Tag der Arbeitgeber" in den Fokus.

Lange Zeit ausschließlich als Tag der Arbeiterbewegung zelebriert, rücken nun rund um den "Tag der Arbeit" am 1. Mai auch jene in den Vordergrund, die den Wohlstand und das Wachstum überhaupt ermöglichen: nämlich Betriebe, die Jobs schaffen und sichern. Mit dem "Tag der Arbeitgeber" am 30. April setzt die WKO Steiermark ein starkes Zeichen für mehr Unternehmertum. "Unsere Betriebe leisten tagtäglich Hervorragendes, dafür wollen wir bei dieser Gelegenheit Danke sagen", betont die Führungsspitze der WKO Steiermark mit Präsident Josef Herk, den Vizepräsidenten Benedikt Bittmann und Andreas Herz sowie Direktor Karl-Heinz Dernoscheg und dessen Stellvertreter Peter Hochegger: Der erreichte Wohlstand sei ein klarer Beweis dafür, was Arbeitgeber und Arbeitnehmer als starkes Team gemeinsam erreicht hätten.

Regionale Wirtschaft

Gleichzeitig will die WKO Steiermark-Spitze den "Tag der Arbeitgeber" für eine inhaltliche Auseinandersetzung nutzen. Das Institut für Wirtschafts- und Standortentwicklung (IWS) hat zu diesem Zweck 480 steirische Traditionsbetriebe unter die Lupe genommen, die zumindest länger als 20 Jahre am Markt sind. Beleuchtet wurden die wirtschaftliche Entwicklung sowie die regionale Verwurzelung. Demnach haben 68 Prozent der Befragten den Betrieb von einem Familienmitglied übernommen. Was nicht immer reibungslos verläuft: So ist bei der Unternehmensnachfolge im urbanen Raum die unklare Rollenverteilung zwischen Senior und Nachfolger das größte Problem (18 Prozent), während am Land am häufigsten die betriebswirtschaftliche Situation des Unternehmens Sorgen bereitet (22 Prozent), gefolgt von Finanzierungsschwierigkeiten (16 Prozent). Sehr positiv ist indes die Wertschätzung, die den Betrieben von der Bevölkerung entgegengebracht wird: 74 Prozent der Befragten fühlen sich in ihrem regionalen Umfeld wertgeschätzt. Die größte Rolle spielen die Traditionsbetriebe in ihrer Eigenwahrnehmung als Arbeitgeber (75 Prozent), als Sponsoren (47 Prozent) und als Unterstützer gesellschaftlicher Aktivitäten (36 Prozent). Auch als Lehrlingsausbilder (34 Prozent) und Auftragnehmer (32 Prozent) kommt ihnen eine große regionale Bedeutung zu. Und auch umgekehrt stellt die Bevölkerung den Traditionsbetrieben ein ausgezeichnetes Zeugnis aus, wie eine zweite Studie unter 500 Steirern belegt. Ihnen werden die Attribute Vertrauenswürdigkeit, Erfolg und Verantwortungsbewusstsein zugeschrieben.

Kundentreue

Die Wertschätzung der Betriebe schlägt sich auch in Kundentreue nieder: Im ländlichen Raum gaben 95 Prozent der Befragten an, dass ihnen der Konsum von regionalen Produkten und Dienstleistungen wichtig sei - in Graz liegt der Wert bei 90 Prozent. In puncto Standort allerdings lässt die Unternehmerumfrage die Alarmglocken schrillen: Ganze 56 Prozent der Traditionsbetriebe gaben an, dass sich ihre wirtschaftliche Lage in den letzten Jahren verschlechtert habe, lediglich für zwölf Prozent hat sich die Situation verbessert. Auf die Frage, ob sie zum jetzigen Zeitpunkt wieder an diesem Standort gründen würden, antworten 59 Prozent mit (eher) nein, nur 28 Prozent mit (eher) ja. Höchste Zeit also für Reformen, monieren Herk, Bittmann und Herz: "Die meisten Traditionsbetriebe sind Familienbetriebe, dieses Tafelsilber müssen wir hegen und pflegen, schließlich sollen auch künftige Generationen davon profitieren. Eine Rekordabgabenquote und überbordende Bürokratie sind da nicht die besten Voraussetzungen." Konkret fordert die WKO Steiermark konjunkturbelebende Maßnahmen, eine Investitionszuwachsprämie bzw. einen Investitionsfreibetrag sowie eine Offensive zur Entbürokratisierung. Zudem müssten der Faktor Arbeit entlastet und die Infrastruktur ohne neue Belastungen gestärkt werden, Stichwort Mega-Maut.


Rückfragen: 
Wirtschaftskammer Steiermark 
Stabsstelle für Kommunikation & Marketing 
redaktion.stwi@wkstmk.at

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