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Warum viel Service etwas kosten darf

Ohne die Grundumlagen der Mitglieder könnte die WKO kein feinmaschiges Servicenetz spannen. Wie Unternehmer profitieren.

Die Experten in der WKO bieten Lösungen bei allen Problemen.
© Foto Fischer Die Experten in der WKO bieten Lösungen bei allen Problemen.

Grundumlagen sind die finanzielle Basis für die Arbeit der Fachorganisationen, aber auch für die Leistungen als Interessenvertretung und Serviceorganisation.

Fachorganisationen und Serviceabteilungen, einschließlich des Wirtschaftsförderungsinstitutes, stehen allen Mitgliedern für die Vertretung ihrer Interessen gegenüber Sozialpartnern und Behörden sowie zur eigenen Beratung und für Auskünfte zur Verfügung. Sie helfen dabei, betriebliche Probleme zu lösen und Fragen zu klären, etwa im Bereich Gewerbe-, Betriebsanlagen- oder Umweltrecht, der Sozialpolitik, der Außenwirtschaft oder des Lehrlingswesens oder bei der beruflichen Aus- und Weiterbildung. Aber auch allgemeine Wirtschaftsförderungsmaßnahmen, Investitionen für WIFI-Werkstätten und Gemeinschaftswerbung (z. B. Lehrlingswerbung, Branchenwerbung) werden mit den Grundumlagen finanziert.

Einhebungsmodalitäten

Die Grundumlagen sind im Wirtschaftskammergesetz gesetzlich geregelt. Diese haben alle Mitglieder für jede Berechtigung innerhalb einer Fachorganisation zu entrichten. Eine mehrfache Fachgruppenmitgliedschaft begründet auch eine mehrfache Grundumlagenverpflichtung. Dies gilt auch, wenn die Mitgliedschaft zu mehreren Fachgruppen durch nur eine Berechtigung begründet ist. Die Verpflichtung zur Entrichtung der Grundumlage besteht auch bei Ruhen der Gewerbeberechtigung. Nur bei Löschung der Gewerbeberechtigung erlischt auch die Verpflichtung zur Leistung der Grundumlage für die Zukunft. Ein Teil des Obolus fließt dem jeweiligen Fachverband der Wirtschaftskammer Österreich zu.

Wer beschließt die Höhe

Die Grundumlage wird von jeder Fachgruppe bei Fachgruppentagungen beschlossen, bei der alle Fachgruppenmitglieder stimmberechtigt sind, und bedarf der Genehmigung des Präsidiums der Wirtschaftskammer Steiermark. Grundumlagen einer Fachvertretung werden vom Fachverbandsausschuss beschlossen und müssen vom Erweiterten Präsidiums der Bundeskammer genehmigt werden. 

Kriterien der Bemessung

• Aufgrund einer allgemein leicht feststellbaren Bemessungsgrundlage: Zum Beispiel Brutto-Lohn- und Gehaltssumme, Umsatzsumme, durchschnittliche Zahl der Beschäftigten oder Rohstoffeinsatz, Sozialversicherungsbeiträge, Betriebsvermögen etc.

• In einem festen Betrag: Es können selbstverständlich auch zwei oder mehrere Bemessungsgrundlagen nebeneinander angewendet werden.

• Einfache Höhe: Wird die Grundumlage mit einem festen Betrag festgesetzt, so ist sie von natürlichen Personen, OHG, KG sowie von eingetragenen Erwerbsgesellschaften (OEG, KEG) in einfacher Höhe zu entrichten.

• Doppelte Höhe: Gebietskörperschaften, Genossenschaften, Vereine und alle anderen juristischen Personen, z. B. Kapitalgesellschaften (GmbH, AG), bezahlen die Grundumlage nach festen Sätzen in doppelter Höhe.

• Halbe Höhe: Für ruhende Berechtigungen ist, wenn diese Voraussetzung für das ganze Kalenderjahr zutrifft, die Grundumlage in Höhe des Ruhendsatzes zu bezahlen. Besteht die Mitgliedschaft zu einer Fachgruppe nicht länger als die Hälfte eines Kalenderjahres, ist die Grundumlage nur in halber Höhe zu entrichten. In allen übrigen Fällen ist die Grundumlage eine unteilbare Jahresumlage. Sie ist daher auch für das Kalenderjahr zu entrichten, in dem die Berechtigung erworben wird oder erlischt.

Fälligkeit

Die vorgeschriebene Grundumlage wird binnen einem Monat nach Erhalt der Vorschreibung fällig. Begründete Einwände können der WKO Steiermark bis spätestens einen Monat nach Erhalt der Vorschreibung schriftlich mitgeteilt werden. Die Einwände werden geprüft und – falls sie berechtigt sind – durch eine Korrektur der Vorschreibung berücksichtigt. Über Art und Ausmaß der Grundumlagenpflicht kann innerhalb der gleichen Frist ein formeller Bescheid verlangt werden. Nach Ablauf der vorgenannten Fristen können Einwendungen oder Begehren nicht mehr berücksichtigt werden. Die Vorschreibung ist dann rechtskräftig und vollstreckbar.

Für alle Informationen stehen die zuständigen Fachgruppen bzw. die Regionalstelle und das Grundumlagenreferat gerne zur Verfügung.


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