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Warum Urlaub keine Teilzeitlösung kennt

Voll- und Teilzeitmitarbeiter müssen gleich behandelt werden. Auch beim Urlaubsanspruch. Was das für Chefs bedeutet.

Jedem Arbeitnehmer steht pro Arbeits-/Urlaubsjahr ein ununterbrochener Urlaubsanspruch im Ausmaß von 30 Werktagen bzw. nach Vollendung von 25 Jahren von 36 Werktagen zu. Für Teilzeitbeschäftigte gilt mangels gesetzlicher Regelung, dass diese gegenüber Vollzeitbeschäftigten nicht diskriminiert werden dürfen und ebenfalls einen Urlaubsanspruch von fünf bzw. sechs Wochen bei entsprechender Dauer des Dienstverhältnisses für jedes Arbeits-/Urlaubsjahr haben.

Anja Ressmann, Expertin im WKO-Rechtsservive, mit einem Rechenbeispiel: „Um den Jahresurlaub eines Teilzeitbeschäftigten zu berechnen, muss die Zahl der wöchentlichen Arbeitstage mit dem gesetzlich zustehenden Urlaubsausmaß von fünf bzw. sechs Wochen multipliziert werden. Die Anzahl der an einem Arbeitstag zu leistenden Arbeitsstunden spielt hierbei keine Rolle.“ Wird von Voll- auf Teilzeit während aufrechtem Arbeitsverhältnis gewechselt, und zwar unter Änderung der Anzahl der wöchentlichen Arbeitstage (zum Beispiel bei Eltern-, Alters- oder Bildungsteilzeitvereinbarung), dann ist zu klären, welches Ausmaß an unverbrauchtem Urlaub aus dem Vollzeitverhältnis in die Teilzeitphase mitgenommen wird.

Laut einer Entscheidung des OGH kann ein noch nicht verbrauchtes Urlaubsguthaben den geänderten Arbeitszeitverhältnissen angepasst werden. Dabei muss der dem Arbeitnehmer grundsätzlich zustehende Naturalurlaub von insgesamt fünf bzw. sechs Wochen nicht erhöht werden. Laut der Expertin bedeutet das, „dass die neue Tagesanzahl demselben Urlaubsausmaß in Wochen entsprechen muss, wie das Guthaben unmittelbar vor der Umstellung“.

Praktische Beispiele

Beispiel: Eine Arbeitnehmerin arbeitet 40 Stunden pro Woche, verteilt auf fünf Arbeitstage. Auf Grund einer Elternteilzeitvereinbarung reduziert sich ihr Arbeitszeitausmaß auf eine 20-Stunden-Woche, verteilt auf drei Tage. Zum Zeitpunkt der Änderung besteht ein Resturlaub in der Höhe von zehn Arbeitstagen, die genau zwei Urlaubswochen entsprechen und bei einer Umrechnung auf eine Drei-Tages-Woche sechs Arbeitstage ergeben (zwei Urlaubswochen multipliziert mit der Drei-Tages-Woche). Beim Wechsel von Teil- auf Vollzeit funktioniert dies in gleicher Weise. Der einzige Unterschied zur Variante Voll- auf Teilzeit: Der Arbeitgeber muss eine wertneutrale Urlaubsumrechnung vornehmen, da sonst dem Arbeitnehmer der zustehende fünf- bzw. sechswöchige Urlaubsanspruch gekürzt werden würde. Wechsel von 20 Stunden (verteilt auf zwei Arbeitstage) auf 38,5 Stunden (fünf Arbeitstage) mit einem Resturlaub in der Höhe von sieben Arbeitstagen, die bei Teilzeitbeschäftigung 3,5 Urlaubswochen entsprechen. Umgerechnet auf die Fünf-Tages-Woche ergibt dies einen Urlaub von 17,5 Arbeitstagen. 

Weitere Infos erhalten Sie im Rechtsservice der WKO Steiermark unter der Tel. 0316/601 601 oder per E-Mail an rechtsservice@wkstmk.at.

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