th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home
news.wko.at

Warum Tanktouristen das Zünglein an der Waage sind

Eine Erhöhung der Mineralösteuer wird die Steuereinnahmen senken, sagen die Experten. Warum? Der Tanktourismus.

Die Erhöhung der Mineralölsteuer ist ein Dauerthema, das jetzt aufgrund einer Studie einmal mehr ins Kreuzfeuer tritt. Wird die Mineralölsteuer (MöSt) angehoben, dann steigen in Folge die Spritpreise und Österreich wird für Tanktouristen unattraktiv. 

Bleiben ausländische Frächter und Pkw-Fahrer aus, dann reißt ihr Fernbleiben von den heimischen Zapfsäulen ein großes Loch in den Staatssäckel. Schätzungen gehen nämlich davon aus, dass der Tanktourismus rund 25 Prozent der MöSt ausmacht. Damit entfällt fast eine Milliarde Euro der gesamten MöSt-Einnahmen von 4,2 Milliarden Euro auf ausländische Fahrzeuge.  

Laut Umweltbundesamt macht der Tanktourismus derzeit ca. ein Viertel des österreichischen Kraftstoffabsatzes aus und betrifft hauptsächlich den Güterverkehr.

Harald Pfleger, Fachgruppenobmann der Garagen-, Tankstellen- und Serviceunternehmungen, fürchtet, dass das System kippt, wenn weiter an der Mineralölschraube gedreht wird: „Eine MöSt-Erhöhung um zwei oder drei Cent pro Liter würde dem Staat nur geringe Zusatzeinnahmen bescheren, aber die Österreicher zusätzlich mit 144 Millionen Euro bzw. 216 Millionen Euro stark belasten.“ 

In Anbetracht dieser ganz klaren und fundierten Ergebnisse sollten, so Pfleger, Diskussionen um eine MöSt-Erhöhung ein für alle Mal Vergangenheit sein. Alexander Klacska, Bundessparte Transport und Verkehr, fordert aus Fairnessgründen in jedem Fall eine Wiedereinführung der Zweckbindung der MöSt-Einnahmen.  

Laut der jüngsten Studie des Institutes für Transportwirtschaft und Logistik im Auftrag der WKÖ hat der Preisvorteil österreichischer Mineralölprodukte im Vergleich zu den Nachbarländern im letzten Jahr ohnehin schon sehr stark abgenommen. Dazu kommt, dass einige Länder Kompensationen für die Dieselbesteuerung eingeführt haben. So refundiert zum Beispiel Italien jedem gewerblichen Dieseltanker jeweils 30 Cent pro Liter.

Fakten: 

Tanktouristen spülen jährlich rund eine Milliarde Euro in den rot-weiß-roten Steuertopf, die bei einer MöSt-Erhöhung wegfallen. Die MöSt-Einnahmen betragen rund 4,2 Milliarden Euro per anno. 


Erschienen in der Steirischen Wirtschaft

Das könnte Sie auch interessieren

  • Newsletter 2016

Unternehmer, aufgepasst!

Stellen Sie Ihr Unternehmen exklusiv in der "Steirischen Wirtschaft online" vor - und das kostenlos! Melden Sie sich jetzt an. mehr

  • Newsletter 2016

Schnelle Suche nach Profis

Eine neue App hilft ab sofort bei der Suche nach dem richtigen Handwerker und listet gleich die heimischen Unternehmen auf. mehr

  • Newsletter 2016

Volltreffer mit Venuzle

Mit Venuzle revolutioniert ein Start-up die Sportstättenverwaltung und -buchung. Die Stadt Graz setzt bereits darauf. mehr