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Wann Elektronik auf den Prüfstand muss

Auch an Steuerungen nagt der Zahn der Zeit. Was ist zu beachten, wenn die Elek­tronik in die Jahre kommt?

Dass elektronische Bauteile altern, daran dachten die Experten nicht, die in den späten Achtzigern Schutzsteuerungen sukzessive durch speicherprogrammierbare elektronische Steuerungen (SPS) ersetzt haben. Peter Postl, Experte im WKO-Rechtsservice, und Christian Loids, Firma Telo, kennen die Problematik: „Die Ausfallwahr-scheinlichkeit von (elektro-)mechanischen Bauteilen in Bezug zur Anforderungsrate nach ISO 13849-1 und 2 oder nach den Einsatzbedingungen (EN 62061 und Normenreihe EN 61508), die heute als selbstverständlich gelten, wurden zu dieser Zeit noch nicht berücksichtigt. Dadurch glauben zahlreiche Betreiber, dass diese zeitlich unbegrenzt fehlerfrei laufen.“

Aber, so Postl, sicherheitskritische Aufgaben wurden in diese Steuerungseinheiten implementiert und werden bis heute von diesen ausgeführt und überwacht.Typische Beispiele hierfür sind die verschiedenen Betriebsarten von Maschinen und Anlagen. Kann für den Not-Halt immerhin noch die Steuerspannung der Ausgangskarten und somit die Versorgung zu den einzelnen Aktoren unterbrochen werden, so ist das bei den Funktionen im Einricht-Betrieb oftmals nicht mehr der Fall.

Loidl: „Das bedeutet, dass Personen, die sich während des Einricht-Betriebs im Gefahrenbereich befinden, bei denen Bewegungen (z. B. mit langsamer Geschwindigkeit) ausgeführt werden, ausschließlich von der fehlerfreien Funktion der Steuerung abhängig sind“.

Unfallanalysen

„Nach über 20-jährigem Einsatz ist diese Zuverlässigkeit oft nicht mehr gegeben.“ Postl macht darauf aufmerksam, dass die Unfallanalysen der letzten Jahre, die immer wieder auf selbsttätig anlaufende Bewegungen von Maschinen hinweisen, diese Problematik leider bestätigenFazit: Bei älteren Anlagen ist bei der Instandhaltung auch der Aufbau der sicherheitsrelevanten Steuerkreise zu überprüfen. Gegebenenfalls muss der Schutz durch den Einbau von modernen Sicherheitsschaltgeräten, wie Sicherheits-Relais, sichere Stillstands- und Drehzahlüberwachungsrelais, gewährleistet werden. Postl: „Mit diesen kostengünstigen Komponenten kann ein gefährlicher Ausfall der Steuerungen verhindert und eine Gefährdung der Mitarbeiter ausgeschlossen werden.“

Veranstaltungstipp

Das Präventivdiensteforum beschäftigt sich am 3. November in der WKO Steiermark mit dem Thema Arbeitsschutz 4.0. Die direkte Zusammenarbeit zwischen Mensch und Roboter schafft nicht nur eine flexibel anpassbare, teil­automatisierte Produktion, sondern bedingt auch ein Umdenken bezüglich der Sicherheitsanforderungen, da der Roboter nicht mehr hinter Absperrvorrichtungen arbeitet.

Anmeldungen: rechtsservice@wkstmk.at


Die WKO-Experten helfen: Tel 0316/601-601 oder per Mail rechtsservice@wkstmk.at

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