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Wachstumskurs wie aus dem Schulbuch

Vom Staat in Armut zum Schwellenland: Vietnam hat sich in Asien als Alternativ-Markt für China etabliert. Auch steirische Betriebe liefern erfolgreich zu.

Ho-Chi-Minh-Stadt
© Adobe Stock/binhho image Ho-Chi-Minh-Stadt ist die größte Stadt und wirtschaftliches Zentrum von Vietnam

Buddhistische Pagoden und hektische Städte. Dazwischen etwas mehr als 9.000 Kilometer Luftlinie: Die Nähe des kommunistischen Vietnams zur Steiermark scheint überschaubar – allerdings nur auf den ersten Blick. Denn nicht nur die vom Internationalisierungscenter Steiermark (ICS) organisierte steirische Wirtschaftsreise von 15. bis 21. Oktober in den 100-Millionen-Einwohner-Staat (s. unten) verbindet unser Bundesland mit Vietnam.

Steirer bereits stark am Markt

Auch die bestehenden wirtschaftlichen Verflechtungen sind durchaus bemerkenswert – allen voran in der Automobilindustrie: So setzt die 40.000 Mitarbeiter zählende Vingroup bei Entwicklung und Produktion des ersten vietnamesischen Elektrofahrzeugs auf weiß-grünes Know-how: Während Magna für die Serienentwicklung verantwortlich zeichnet, ist die AVL List mit der Motorenentwicklung und Emissionstests an Bord. Nahe der Stadt Hai Phong haben die Asiaten auf 335 Hektar eine topmoderne Fabrik aus dem Boden gestampft. Nach nur 21 Monaten liefen die ersten Autos – auch dank steirischer Schützenhilfe – vom Band. ICS-Geschäftsführer Robert Brugger, traut dem vietnamesischen Automobilbauer jedenfalls viel zu: „Es gibt sogar die Gefahr, dass die europäischen Automobilhersteller die Konkurrenz aus Vietnam, aber auch anderen asiatischen Staaten unterschätzen könnten“, meint Brugger.

Vinfasts Aufstieg ist symbolisch für Vietnam: Lebten Mitte der 1990er-Jahre noch mehr als 50 Prozent der Bevölkerung unterhalb der nationalen Armutsgrenze, waren es 2018 nur noch knapp sieben Prozent. Etliche Beobachter orten in der durch marktwirtschaftliche Reformen hingelegten Entwicklung sogar ein Wirtschaftswunder. 

Vietnam als Profiteur von Chinas Corona-Politik

Aktuell liegt die Prognose für das heurige Wirtschaftswachstum mit sechs bis sieben Prozent erneut im Schnitt der Erfolgsjahre. Dabei profitiert Vietnam aktuell von Chinas Null-Covid-Politik: Die restriktive Politik Pekings treibt Investoren und Unternehmen förmlich nach Vietnam, das im Oktober 2021 vom harschen Umgang mit der Pandemie abwich. „Viele Unternehmen, die sich in China engagieren, sind in Vietnam auf einen stark wachsenden, alternativen Markt in Asien aufmerksam geworden, der viele neue Chancen bietet“, bestätigt Brugger. Bisher haben in Vietnam an die 50 österreichische Unternehmen rund 60 Niederlassungen gegründet. „Heimische Unternehmen sind schwerpunktmäßig mit Maschinenbauerzeugnissen, Engineering-Dienstleistungen, chemischen Erzeugnissen und bearbeiteten Waren erfolgreich. Die Lieferpalette wird aber seit einigen Jahren breiter“, erklärt Öster­reichs Wirtschaftsdelegierter Dietmar Schwank. 

Neue Chancen nutzen

Neue Zulieferchancen werden in den Bereichen Infrastruktur, urbane Technologien, Mobilität und dem Anlagenbau geortet. Vor allem aber werden Lösungen für Vietnams Umweltprobleme – in der Wasserwirtschaft, Abfallbehandlung und im Recycling – sowie zur Steigerung der Wertschöpfung des Agrarsektors benötigt.


Steirische Wirtschaftsdelegation nach Vietnam

Als neuen Länderschwerpunkt beleuchtet das Internationalisierungscenter Steiermark (ICS) Vietnam als Export- und Beschaffungsmarkt – insbesondere bei der steirischen Delegationsreise unter der Leitung von Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl von 15. bis 21. Oktober diesen Jahres.

Vor Ort erwartet die Teilnehmer die Möglichkeit, potenzielle Geschäftspartner kennenzulernen – und einen Einblick in Zulieferbranchen wie Verkehrs-, Umwelt- und Energietechnologien zu erhalten. Anmeldeschluss ist der 31. August.

Alle Informationen dazu im Detail und Anmeldung auf: https://www.ic-steiermark.at





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