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Von der Backstuben-Idee zum globalen Marktführer

Vor 50 Jahren entwickelte Johann König eine Maschine zur Semmelproduktion. Heute ist König Maschinen aus Graz Weltmarktführer.

Der steirische Traditionsbetrieb König Maschinen mit Sitz in Graz feierte dieser Tage sein 50-jähriges Bestehen. Grund genug für die Steirische Wirtschaft, gemeinsam mit Fachgruppengeschäftsführer Helmut Röck dem Weltmarktführer für Kleingebäckanlagen einen Besuch abzustatten. „Begonnen hat alles mit Gründer Johann König, der aus einer Hartberger Bäckereifamilie stammte. Um seinen Eltern die harte Arbeit in der Backstube etwas zu erleichtern, startete er bereits während seines Studiums an der TU Graz mit der Entwicklung von Backmaschinen“, erzählt Geschäftsführer Wolfgang Staufer beim Rundgang durch den 1.000 Quadratmeter großen Kundenbereich. Es sei eine Maschine zum Drücken der berühmten steirischen Langsemmel gewesen, die den Grundstein für den Unternehmensstart 1966 legte, erklärt Staufer. Doch nicht nur hierzulande ist diese Semmelform bei Backanlagenkäufern  gefragt: „Es gibt in Südamerika ein Gebäck, das sehr ähnlich aussieht und mit unseren Maschinen gefertigt wird."

Die klassische Kaisersemmel

Und auch wenn internationale Food-Trends immer weitere Innovationen bei Backanlagen bedingen und mittlerweile auch Adaptionen für Naan-Brote, Pizzafladen, Pita und Co. hier ebenso hergestellt werden wie Spezialvorrichtungen, die das Gebäck mit Logos versehen – in die klassische Kaisersemmel beißt man weltweit weiterhin wohl am liebsten. „Das ist das Herzstück der allermeisten Anlagen, die wir rund um den Globus verkaufen“, berichtet Staufer. „Unsere Exportquote liegt bei nahezu 90 Prozent“. Stichwort globaler Markt: Seinen Platz an der internationalen Marktspitze behauptet König Maschinen im industriellen bzw. gewerblichen Bereich seit Jahren.  „Unsere kleinste Anlage, die Mini-Rex, produziert 2.400 Semmeln in der Stunde. Das reicht für die meisten mittleren Backstuben. Die Industriemaschinen schaffen 36.000 bzw. sogar 45.000 Stück“, weiß Staufer. Wer also die „schnellsten Semmeln“ in höchster Qualität produzieren möchte, der kommt am Grazer Unternehmen nicht vorbei. Und dafür werden dann auch etwa aus Indien Tonnen von Mehl in die Grazer Statteggerstraße geliefert. „Die internationalen Kunden bringen ihr eigenes Mehl mit. Denn dieses unterscheidet sich in der Qualität bisweilen sehr von unserem. Hier wird dann damit so lange getestet, bis die Mischung passt und das Gebäck den Auftraggeberwünschen entspricht.“

Den Kunden aus der ganzen Welt scheint es vorzüglich zu munden, wie ein Blick in die Auftragsbücher beweist. „Wir sind im ersten Halbjahr sensationell aufgestellt“, betont Staufer. Insgesamt zeige die Entwicklung der letzten Jahre eine hohe Investitionstätigkeit im Bereich der großen Industrieanlagen verrät er: „Unser durchschnittliches Projektvolumen liegt bei einer halben bis einer Million Euro. Heuer konnten wir sehr viele Aufträge bekommen, die bei fünf Millionen aufwärts liegen.“ Von zurückhaltenden Investoren ist bei König Maschinen also auch in generell wirtschaftlich eher schwierigen Zeiten keine Spur. Was ist das Geheimnis des Erfolgs? Staufer: „Es ist noch immer das selbe wie zu Johann Königs Beginn: den Bäckern technisch ausgereifte Maschinen zu bieten, mit denen sie allerhöchste Qualitätsstandards bei ihren Produkten erreichen.“


Autorin: Veronika Pranger/Steirische Wirtschaft


Rückfragen:
WKO Steiermark
Sparte Industrie
Mag. Bernhard Pammer, LL.M.
T 0316 601-552
E bernhard.pammer@wkstmk.at

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