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Veranstaltungsbranche auf Standby

Seit Anfang November steht coronabedingt in vielen Branchen wieder alles still. Besonders betroffen ist die Veranstaltungs- und Kulturszene.

Menschenmassen bei Konzert
© thaut images, adobestock Zweiter Lockdown: Nichts geht mehr in der Kultur- und Veranstaltungsbranche.

Die neuen Corona-Maßnahmen lähmen die Wirtschaft. Besonders betroffen ist einmal mehr die Kultur- und Veranstaltungsbranche, für die der Vorhang fällt, bevor er vom ersten Lockdown überhaupt hochgegangen ist.  Wir haben bei Veranstaltern nachgefragt, wie sie die Zukunft sehen. 

Die Bühnen Graz – das sind Oper, Schauspielhaus, Next Liberty und die Grazer Spielstätten Orpheum, Dom im Berg und Kasematten sowie das Ticketzentrum und das Art+Event Theaterservice – sind „mit angezogener Handbremse in die Saison 2020/21 gestartet“, so Geschäftsführer Bernhard Rinner. „Es gibt keine Planungssicherheit. Selbst langfristig vorbereitete Verträge müssen situationselastisch angepasst werden.“ In der Oper plane man Produktionen normalerweise zwei Jahre im Voraus, im Schauspiel ein Jahr. Auch zahlreiche Musikfestivals, Konzerte und Touren mussten verschoben werden. Dass es vor Mitte 2021 zu einer Normalisierung der Situation kommen wird, damit rechnet man in der Branche nicht. „Es braucht Hilfe für die Betroffenen bis Herbst 2021, ansonsten gehen über Jahrzehnte mühsamst aufgebaute Strukturen im Kultur-, Kunst- und Eventbereich unwiederbringlich verloren“, sorgt sich Dietmar Tschmelak, Programmchef von Radio Soundportal, das auch das Veranstaltungszentrum PPC betreibt. Ohne Einnahmen sei es unmöglich, Event-Locations weiterhin zu erhalten. Die derzeit einzige Möglichkeit für Publikumsveranstaltungen ist eine Verlagerung in andere Kanäle. So wird etwa Tschmelaks Styrian Sounds Festival im Radio stattfinden. Auch die Bühnen Graz haben schon während des Lockdowns Online-Streams angeboten und arbeiten an Zusatzformaten. Doch der Kontakt zum Publikum sei unersetzlich, ist Rinner überzeugt. 

Live-Konzerte sind auch das Lebenselixir von Manfred Koch, Bandleader der Coverband Egon7 und der Kopf hinter Cook Music Management, das Künstler wie Nena, Sarah Connor, Mark Forster oder auch David Hasselhoff auf die heimischen Bühnen bringt. Seine Ideen, etwa mittels Liegestühlen für Abstand im Pub­likum zu sorgen oder Sitzplatzkonzerte zu veranstalten, ließen sich letztendlich nicht umsetzen. Bereits geplante Veranstaltungen würden sich nun um ein bis zwei Jahre verschieben. 

„Wir mussten unser Touringgeschäft komplett auf 2021 beziehungsweise schon auf 2022 verlegen“, berichtet auch Thomas Caser, Geschäftsführer des Rock- und Metal-Labels und Veranstalters Napalm Records mit Sitz in Eisenerz und Niederlassungen in Berlin und den USA. „Jede Krise bietet aber auch Chancen. Wir haben im Label-Bereich den Online-Handel ausgebaut und sind dabei, mit unserem US-Büro in New York ‚Napalm Events North America‘ zu gründen.“ 

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