th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home
news.wko.at

Unternehmerinnen fordern raschere Angleichung des Pensionsantrittsalters

Zum Weltfrauentag präsentiert "Frau in der Wirtschaft" ein umfangreiches Forderungspaket.

Die Zahl der Unternehmerinnen wächst und wächst: Lag der weibliche Anteil bei den Unternehmensgründungen vor zehn Jahren noch bei 34,6 Prozent, so sind es heute stolze 44,1 Prozent (exklusive Personenbetreuer; mit Personenbetreuer: 65,8 Prozent). Damit ist der Anteil der Unternehmerinnen in der Steiermark auf 35,7 Prozent gestiegen, exakt 24.335 steirische Unternehmen sind bereits in weiblicher Hand. Diese beschäftigen im Durchschnitt drei unselbständige Mitarbeiter. „Eine tolle Entwicklung, die zeigt, dass Unternehmerinnen in der Wirtschaft auf der Überholspur sind. Man kann diesbezüglich nicht oft genug betonen, was Frauen leisten: Sie sind top ausgebildet, stehen fest im Erwerbsleben und meistern oft den leider noch immer viel zu schwierigen Spagat zwischen Job und Familie“, betont WKO Steiermark Präsident Josef Herk. Nach Branchen geordnet sind es vor allem die Persönlichen Dienstleister sowie die Gastronomie, der Bereich Fußpfleger/Kosmetik, Direktvertrieb und Friseure, die einen hohen Frauenanteil aufweisen, 46,8 Prozent sind Einzelunternehmerinnen.

 

„Es gibt in vielen Bereichen aber auch Verbesserungsbedarf“, kritisiert FiW-Vorsitzende Adelheid Moretti. Neben dem – von FiW seit langem geforderten – flächendeckenden Ausbau von qualitativ hochwertigen und leistbaren Kinderbetreuungsplätzen, speziell für die Allerjüngsten, betrifft das vor allem die Frage der Altersvorsorge. „Das Pensionsantrittsalter von Frauen wird nur sehr langsam und schrittweise angehoben. Nach jetzigem Stand ist eine Angleichung erst im Jahr 2033 erreicht. Die Folgen daraus sind vergleichsweise niedrige Pensionsansprüche für Frauen und das können und wollen wir so nicht hinnehmen“, betont Moretti. Rückendeckung bekommt sie dabei von WKO Steiermark Präsident Josef Herk. „Die Ergebnisse des aktuellen Pensionsgipfels sind leider alles andere als zufriedenstellend. Hier braucht es dringend mehr politischen Mut. Die realen Probleme dürfen nicht länger verleugnet werden, wenn wir unsere hervorragenden Sozialsysteme auch für die nächste und übernächste Generation sichern wollen“, so Herk.


Weitere Forderungen von Frau in der Wirtschaft:

  • Ausweitung der Absetzbarkeit von Betreuungskosten: Auch Kinder ab 11 Jahren müssen betreut werden, deshalb sollten alle Aufwendungen für Betreuungs- und Haushaltshilfen steuerlich geltend gemacht werden können.
  • Mehr Frauen in der WKO: Immer mehr Frauen sind Unternehmerinnen – das muss Konsequenzen haben: Frau in der Wirtschaft will den Anteil von Funktionärinnen in den Sparten, Fachgruppen, Innungen und Gremien spürbar erhöhen. Erste Erfolge konnten bereits eingefahren werden. Seit 2005 ist der Frauenanteil in der WKO Steiermark von 11 auf 29 Prozent gestiegen (2010: 19%)
  • Arbeitsräume absetzbar machen: Nicht überall lässt sich das „Arbeitszimmer“ klar abgrenzen. Gerade für Frauen, die sich entscheiden ihre selbstständige Tätigkeit von daheim auszuüben – vielleicht um eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu leben - braucht es eine faire Regelung zur steuerlichen Absetzbarkeit von Arbeitsplätzen.
  • Weiterbildung fördern: Weiterbildung macht Europas Unternehmerinnen erfolgreich – daher setzt sich Frau in der Wirtschaft für die Schaffung einer EU-Förderungsschiene für die Weiterbildung von Unternehmerinnen ein.
  • Weniger Bürokratie: Zuviel Verwaltungsaufwand und Bürokratie lähmen das unternehmerische Engagement und binden Kapazitäten. Frau in der Wirtschaft setzt sich daher aktiv für Bürokratieabbau und Verwaltungsvereinfachung ein.
  • Mehr Frauen in Aufsichtsräten: Unternehmen sollen jedoch frei entscheiden können, wen sie einstellen - und zwar nach Qualifikation und nicht nach dem Geschlecht. Deshalb sei es wesentlich, die Aufstiegschancen der Frauen in den Unternehmen zu verbessern. Um Frauen gezielt den Weg in den Aufsichtsrat zu erleichtern, hat Frau in der Wirtschaft gemeinsam mit dem Wirtschaftsministerium (BMWFJ) und der Industriellenvereinigung (IV) das Programm „Zukunft-Frauen“ ins Leben gerufen. Das Vermitteln von Knowhow für künftige Aufsichtsrätinnen und eine Datenbank mit Kandidatinnen sorgen dafür, dass weibliches Wirtschafts-Know-how für die wichtigen Aufsichtsmandate gesichert ist. Derzeit gibt es eine Frauenquote von 16,1 % in den österreichischen Aufsichtsräten (Steiermark: 16,4%).


TERMINAVISO: Unter dem Motto „Business 4.0 – Business in Bewegung“ geht am 14. und 15. April im Congress Innsbruck der vierte österreichische Unternehmerinnen-Kongress über die Bühne. Im Mittelpunkt steht ein Thema, das unsere Wirtschaft und unser Leben verändert wie kein anderes: die Digitalisierung. Mit dabei jede Menge hochkarätige Gäste (WKÖ Präsident Christoph Leitl, WKO-Vizepräsidentin und Bundesvorsitzende von Frau in der Wirtschaft Martha Schultz, uvm.) sowie zahlreiche Topreferenten (Karl-Heinz Land, Gabriele Schulze, Liz Howard, uvm.). Alle Infos zum Ablauf bzw. zum Programm gibt’s online unter www.unternehmerin.at/kongress 


Rückfragehinweis:

Mag. Elke Jantscher-Schwarz
FiW Landesgeschäftsführerin
Referat Frau in der Wirtschaft
WKO Steiermark 
T 0316/601-746
elke.jantscher-schwarz@wkstmk.at

Das könnte Sie auch interessieren

  • Newsletter 2016

Wenn Können und Zufall Regie führen

Sie sind fast schon gastliche „Seriensieger“: Monika Pöllabauer und Christoph Fürnschuß, die Österreich bei den WorldSkills 2017 in Abu Dhabi vertreten werden. Sie im Service und er in der Küche.  mehr

  • Presseaussendungen 2016

Pressearchiv 2016

WKO Steiermark mehr

  • News 2016

Jugendschutz: Sprit nur vom Zapfhahn

Für den Alkoholnachschub an der Tankstelle muss ein Ausweis her. Unter 18 Jahren gibt es keinen „Sprit“ an der Theke. mehr