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Unternehmer sichern Jobs und Wohlstand

Ohne Arbeitgeber keine Arbeitsplätze, ohne Mitarbeiter keine Betriebe. Der Schulterschluss beflügelt Akteure auf beiden Seiten.

Plakatives Bekenntnis zum Tag der Arbeitgeber:        Herz, Bittmann, Herk und Dernoscheg (v. li.).
© Konstantinov Plakatives Bekenntnis zum Tag der Arbeitgeber: Herz, Bittmann, Herk und Dernoscheg (v. li.).

Lange Zeit ausschließlich als Tag der Arbeiterbewegung zelebriert, rücken nun rund um den „Tag der Arbeit“ am 1. Mai auch jene in den Vordergrund, die den Wohlstand und das Wachstum überhaupt ermöglichen: nämlich Betriebe, die Jobs schaffen und sichern. Mit dem „Tag der Arbeitgeber“ am 30. April setzt die WKO Steiermark auch heuer wieder ein starkes Zeichen für mehr ­Unternehmertum.

„Diesen Tag möchten wir zusätzlich dazu nutzen, um zu sensibilieren“, verspricht WKO-Präsident Josef Herk: „Denn Tatsache ist: Ohne Arbeitgeber gäbe es keine Beschäftigung und damit keinen Wohlstand. Eine Leistung, die man gar nicht hoch genug einschätzen kann. Darum ist es mir auch ein persönliches Anliegen, unseren Unternehmern einfach einmal ,Danke‘ zu sagen.“ Einen Angriff gegen die Arbeitnehmervertreter sieht Herk darin nicht: „Im Gegenteil. Arbeitnehmer und Arbeitgeber sind in der Steiermark ein starkes Team. Das zeigt der Wohlstand, den wir gemeinsam erreicht haben – und diesen gilt es weiter zu sichern. Gerade zum 1. Mai, dem Tag der Arbeit, gehört daher nun auch einmal die Frage: Was wäre ein solcher Tag ohne Arbeitgeber?“

30. April: Bilanztag

Aus diesem Grund ist der Tag der Arbeit(-geber) für die Wirtschaft auch traditionell ein Bilanztag. „Aktuell zählen wir in der Steiermark 72.684 Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, davon sind 27.483 Arbeitgeberbetriebe“, so Herk. Insgesamt beschäftigt die gewerbliche Wirtschaft damit 374.287 Menschen in unserem Bundesland – Tendenz steigend. „Eine tolle Leistung, die man gar nicht hoch genug schätzen kann“, erklärt Herk. Denn schließlich ist sie verbunden mit der Auszahlung von rund zwölf Milliarden Euro an Löhnen und Gehältern pro Jahr. Weitere 3,6 Milliarden Euro fließen aus den steirischen Unternehmerkassen direkt in diverse Sozialtöpfe (Pensions-, Unfall-, Kranken-, Arbeitslosenversicherung etc.) – inklusive schleichender Steuererhöhung. „Durch die Progression sind die von Arbeitgeberseite finanzierten Sozialabgaben allein in den vergangenen fünf Jahren um 14,6 Prozent gestiegen. Hier müssen wir dringend eine Trendumkehr einleiten, wollen wir die Beschäftigung weiter steigern“, betonen die Vizepräsidenten Benedikt Bittmann und Andreas Herz. Eines wollen sie dabei aber klargestellt wissen: „Die Wirtschaft bekennt sich zu den sozialen Errungenschaften. Wenn aber das Wirtschaftswachstum mit den Kosten des Sozialsystems nicht mehr Schritt halten kann, setzen wir den gesamten Sozialstaat aufs Spiel“, so Bittmann und Herz.

Erfolgsfaktor Export

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor der steirischen Wirtschaft war und ist ihre Exportorientierung. „Fast jeder zweite Euro wird bereits im Außenhandel verdient. Mit einem Gesamtvolumen von rund 19,3 Milliarden Euro ist die Grüne Mark bereits das drittgrößte Exportbundesland“,weiß WKO-Direktor Karl-Heinz Dernoscheg: „Wachstum über den Inlandsmarkt allein ist nicht mehr möglich, wir müssen auch über den Tellerrand blicken, dort steht steirischen Produkten international ein Markt von mehr als sieben Milliarden Kunden offen. Das ICS, eine österreichweit einzigartige Einrichtung, unterstützt exportorientierte Unternehmen dabei in jeder Hinsicht“.

Exportschlager sind übrigens Kraftfahrzeuge, die mit 20,5 Prozent Anteil am Gesamtexport das Ranking anführen. Hauptexportmärkte aus weiß-grüner Sicht sind Deutschland (5.767 Mio. Euro), USA (1.376 Mio. Euro), Italien (1.382 Mio. Euro), China (934 Mio. Euro) und das Vereinigte Königreich (850 Mio. Euro). Mehr dazu auf den Seiten 28 und 29.

Nicht zuletzt aufgrund der hohen Forschungs- und Entwicklungsquote von 5,2 Prozent können sich steirische Produkte hier äußerst erfolgreich behaupten. „Um auf den Auslandsmärkten aber auch in Zukunft konkurrenzfähig zu bleiben, brauchen wir allerdings bei den Arbeitszeiten flexible Regelungen, die es den Unternehmen ermöglichen, ihre Aufträge bestmöglich abzuarbeiten. Hier hinken wir der Realität noch immer hinterher“, mahnt Dernoscheg.

Steirische Unternehmen in Zahlen

• 27.483 Arbeitgeberbetriebe zählt die Steiermark. Insgesamt sind in der grünen Mark 72.684 Unternehmen am Markt. 

374.287 Menschen haben durch die gewerbliche Wirtschaft in der Steiermark einen Arbeitsplatz.

• 12 Milliarden Euro jährlich zahlen die steirischen Betriebe an Löhnen und Gehältern aus.

• 3,6 Milliarden Euro fließen zusätzlich in Sozialtöpfe. Seit 2013 ein Plus von 14,6 Prozent. 

• 19,3 Milliarden Euro erwirtschaften Betriebe aufgrund ihrer Aktivitäten im Außenhandel.

Von Klaus Krainer.

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