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Trotz widriger Rahmenbedingungen - Crowdinvesting am Vormarsch

Das Crowdinvesting-Volumen in Österreich hat sich von 2013 auf 2014 vervierfacht - Klare Rahmenbedingungen warten seit einem Jahr auf Umsetzung.

"Österreichs Wirtschaft und Gesellschaft hat die Vorteile des Crowdinvestings längst erkannt. Leider verhindert aber auch hier die angezogene Bürokratiebremse einen schnelleren und größeren Fortschritt dieser alternativen Finanzierungsform", so Burkhard Neuper, Landesvorsitzender der Jungen Wirtschaft (JW) Steiermark. Wie wichtig die Schaffung der notwendigen Rahmenbedingungen für alternative Finanzierungsformen ist, zeigen auch die jüngsten Zahlen vom Fachverband der Finanzdienstleister zur Entwicklung des Crowdinvestings. Diese bestätigen das Potenzial alternativer Finanzierungsformen für Österreich. „Der Trend geht in die richtige Richtung. Dennoch muss diese Diskussion in ganz Österreich mehr Beachtung finden", fordert Neuper.

 

Steirische Crowdinvesting-Kampagne feiert Riesenerfolg

Das Crowdinvesting längst auch in der Steiermark angekommen ist, zeigt eine aktuelle Erfolgskampagne: das COMMOD-Haus. Es ist das weltweit erste Modulhaus in Niedrigenergie-Bauweise, das leicht transportier- und montierbar ist und sogar mitwächst. 2013 waren sie unter den besten 10 Finalisten des ersten JW Steiermark Elevator Pitch. Jetzt sammelt das Grazer Start-up gemeinsam mit der Crowdinvesting-Plattform GREEN ROCKET Geld für den internationalen Vertrieb und das mit großem Erfolg. In nur 50 Minuten sammelten sie 20.550 Euro, in 2h 45min wurde die Funding-Schwelle von 25.000 Euro überschritten. Das Funding-Limit von 150.000 Euro konnte bereits nach 10 Tagen (von möglichen 60!) erreicht werden, weshalb der Maximalbetrag auf 249.990 Euro aufgestockt wurde. Wegen der niedrigen Prospektpflicht in Österreich (250.000 Euro) lohnt sich ein höheres Finanzierungsvolumen nicht, auch wenn die Nachfrage für größere finanzielle Erfolge da ist. Es gibt zahlreiche weiterer Erfolgsprojekte, welche mithilfe der beiden steirischen Crowdinvesting-Plattformen 1000x1000 und GREEN ROCKET umgesetzt wurden - mit deutlich Luft nach oben für mehr.

 

Deutlich Luft nach oben für weitere realisierbare Projekte

„In Österreich wurden im Jahr 2013 fünf, im Jahr darauf 21 Projekte mittels Crowdinvesting realisiert. Das ist per se zwar eine gute Entwicklung, dennoch gibt es enormen Spielraum nach oben“, kommentiert der JW-Landesvorsitzende. „Mehrmals haben wir bereits darauf aufmerksam gemacht, dass es ohne der richtigen Rahmenbedingungen für alternative Finanzierungsformen in Österreich zahlreiche vielversprechende Projekte  nicht realisiert werden können , was gleichzeitig bedeutet, dass keine weiteren Arbeitsplätze geschaffen, geschweige denn weitere Investitionen getätigt werden", hält Neuper zudem fest. „Der Zugang zu Wagniskapital ist gerade für Start-Ups und Jungunternehmen von essentieller Bedeutung. Es ist mittlerweile wertvolle Zeit verstrichen, in der eine bedarfsgerechte Finanzierung für Unternehmen längst hätte umgesetzt werden können. Wie viele Erfolg versprechenden Projekte müssen noch an der Bürokratie scheitern, bis etwas passiert?", fragt sich der Landesvorsitzende.

     

Die Lösungsvorschläge der Jungen Wirtschaft

Gemeinsam mit Experten hat die JW konkrete Lösungsvorschläge für eine bedarfsgerechte Finanzierung von Jungunternehmen und Start-Ups erarbeitet. Demnach soll die Grenze der kostspieligen Prospektpflicht angehoben werden. Die volle Prospektpflicht liegt derzeit bei 250.000 Euro, EU-Regelungen ermöglichen jedoch einen Rahmen von bis zu 5 Millionen Euro. Darunter soll es je nach Projektvolumen unterschiedliche Informationspflichten geben. Ebenso essentiell ist die Änderung des Bankwesengesetzes. Zudem pocht sie auf einen Business Angel-Freibetrag von 50.000 Euro.


Rückfragehinweis:

Junge Wirtschaft
Mag. Bernd Liebminger
T 0316/601-1135
bernd.liebminger@wkstmk.at

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