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Trotz Corona haben steirische Seilbahnen 55 Millionen Euro investiert

Die vergangene Corona-Skisaison war für die steirischen Seilbahnen eine enorme Belastungsprobe: Obwohl die Pandemie die Umsätze um über 80 Prozent einbrechen ließ, haben die Bahnen den Betrieb aufrecht erhalten. Trotz dieser schwierigen Ausgangslage wurde dennoch kräftig investiert: Für 2021/22 flossen insgesamt 55 Millionen Euro in den Erhalt und den  Ausbau der Anlagen.

Oliver Käfer, Fabrice Girardoni  und Superior Pater Michael Staberl (v.l.)
© Foto Kuss – Mariazell Fachgruppengeschäftsführer Oliver Käfer und Seilbahn-Obmann Fabrice Girardoni, eingekleidet vom Wintersportmuseum Mürzzuschlag, mit Superior Pater Michael Staberl, der am Berg feierlich eine Andacht mit den steirischen Seilbahnen zelebrierte.

Mit Stärke, Gelassenheit und wirtschaftlichem Vorausblick haben die steirischen Seilbahnen die Katastrophen-Saison 2020/21 durchtaucht. Die Umsatzzahlen im Corona-Jahr waren in der Tat düster im Vergleich zu den vorangegangenen Jahren: Nach einem Rekord von 114,1 Millionen Euro in der Saison 2019 waren es im Corona-Winter nur noch 21,6 Millionen – das ist ein Minus von über 80 Prozent. „Corona war für uns ein Schreckensszenario“, resümiert Fabrice Girardoni, Fachgruppenobmann der steirischen Seilbahnen. „Als öffentliches Verkehrsmittel mussten wir permanent offen halten, trotz weniger Gäste und nur mit einem Bruchteil des Umsatzes.“ Dass die Branche diesen Schlag gut überstanden hat, ist dem wirtschaftlichen Geschick zu verdanken, mit dem in den Jahren zuvor gearbeitet wurde: „Wir blicken auf viele erfolgreiche Jahre vor Corona zurück, haben gut gearbeitet und vorausschauend investiert. Nur so konnten wir die Krise überstehen und sind für die heurige Saison bestens gerüstet“, so Girardoni. 

Trotz Krisenjahr mussten Seilbahnen 55 Millionen investieren

Umfassende Investitionen in den Ausbau von Qualität, Sicherheit und Komfort sowie in den Neubau von Seilbahnanlagen waren auch in der Krisensituation notwendig: Insgesamt flossen 55 Millionen Euro in den Erhalt und Bau von Seilbahnanlagen und Infrastruktur. „Die wirtschaftliche Planung läuft über viele Jahre, Corona hin oder her – unsere Branche musste da irgendwie durch“, beschreibt Girardoni die Hartnäckigkeit und Entschlossenheit der Betriebe. Allein 40 Millionen Euro flossen in das Skigebiet Kreischberg. „Diese Investitionen sichern die Zukunft der steirischen Skigebiete, machen sie krisenfest und sorgen für Arbeitsplätze und Wertschöpfung in den Regionen“, so Girardoni.

371,6 Millionen Euro Wertschöpfung – vor der Krise

Die Seilbahnbetriebe mit ihren etwa 1.300 Arbeitsplätzen bilden lediglich den Gipfel des Berges an Wertschöpfung, den sie generieren: Auf Vorkrisenniveau waren das 371,1 Millionen Euro. Von der Beherbergung über den Transport bis zur Gastronomie und dem Sporthandel hängt die gesamte Wertschöpfungskette an der Fahrt auf den Berg. Die steirischen Seilbahnen sichern damit insgesamt 6.740 Jobs in den Regionen. Das bedeutet auch gute Einnahmen für die Staatskassen: Allein 104,1 Millionen Euro an Umsatzsteuer wurden vor der Krise abgeführt. 

Wirtschaftsmotor Seilbahnen trägt Regionen

Mit einem Wertschöpfungsfaktor von 7,4 erweisen sich die steirischen Seilbahnen als starker Wirtschaftsmotor in den Regionen. Girardoni: „Das bedeutet, dass pro 1.000 Euro an ausgezahlten Löhnen, Gehältern und Gewinnen 7.400 Euro an Wertschöpfung bei anderen Betrieben in der Region entstehen.“ Von den Ausgaben, die ein durchschnittlicher Wintersportgast pro Tag tätigt, entfallen 30 Prozent auf die Beherbergung, 18 Prozent auf Liftkarten und 16 Prozent auf die Gastronomie. 

Corona-Sicherheit: perfekt aufgestellt für den Winter

Mit Zuversicht blicken die Seilbahnbetriebe auf den kommenden Winter. „Wir begrüßen, dass es in der kommenden Saison laut den angekündigten Plänen keine Kapazitätsbeschränkungen in den Seilbahnen mehr geben soll“, so Girardoni. Im letzten Jahr war nur eine Belegung von maximal 50 Prozent erlaubt. In Sachen Corona-Sicherheit sei man gut aufgestellt, so der Branchenvertreter: Die Erfahrungen der letzten Saison hätten gezeigt, dass die steirischen Seilbahnen die Sicherheit der Gäste garantieren können – es gab in den Skigebieten keinen einzigen Corona-Cluster. Sein Appell gilt jetzt der Politik: „Wir brauchen konkrete Ansagen zu geplanten Maßnahmen und eine rasche Verordnung, damit unsere Betriebe Planungssicherheit haben.“

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