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Tiroler wollen Fahrverbot im Inntal

Nichts geht mehr, könnte es ab 1. November auf der Inntalautobahn heißen. Die Tiroler planen ein sektorales Fahrverbot für Lkw. Steirer wehren sich.

Machen die Tiroler ernst, dann ist ab 1. November die Durchfahrt von Langkampfen bis Innsbruck/Ampass (A12) für alle Lkw und Sattelkraftfahrzeuge über 7,5 Tonnen verboten, die bestimmte Güter (siehe Kasten rechts) transportieren. „Die beabsichtigte Sperre blockiert eine wichtige steirische Verkehrsader über das deutsche Eck nach Tirol“, schäumt Albert Moder. Das Argument Umweltschutz ist für den weiß-grünen Fachgruppenobmann des Güterbeförderungsgewerbes ganz und gar nicht stichhaltig: „Wir haben in den vergangenen Jahren Millionen in unsere Fuhrparks investiert, um alle Umweltstandards einzuhalten, und jetzt werden wir wieder einmal bestraft und als Sündenböcke hingestellt. Jeder Oldtimer bei einer Rallye stößt mehr Schadstoffe aus als unsere Lkw der neuesten Generation.“

Moder untermauert seinen Protest vor allem mit den hohen Kosten, die im Falle einer rigorosen Sperre auf die Branche zukommen: „Es muss weiträumig ausgewichen werden, was viel Zeit und noch mehr Sprit kostet. Das ist sicher nicht umweltfreundlich.“ Moder hofft stark darauf, dass die EU den freien Warenverkehr schützt, was diese bereits angekündigt hat. Ein Mahnschreiben ist den Tirolern schon ins Haus geflattert, innerhalb eines Monats muss die Landesregierung nach Brüssel antworten. Moder ist zuversichtlich, dass die EU ihre Grundprinzipien gegen Tirol durchsetzt und weiter freie Fahrt für Lkw auf der A12 gilt.

Betroffene Güter:

Abfälle, Steine, Erde, Aushub, Rundholz, Kork, Kraftfahrzeuge, Nichteisen- und Eisenerze, Stahl (außer Bewehrungs- und Kons­truktionsstahl für Baustellen), Marmor und Travertin, Fliesen.

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