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TikTok – der neue Stern am Social-Media-Himmel

Die Video-App „TikTok“ mischt seit einigen Monaten auch das deutschsprachige Social-Media-Universum ordentlich auf. Zehn Fakten und Tipps, wie man als Unternehmen von TikTok profitieren kann. 

TikTok-App am Bildschirm, am Tablet und am Smartphone
© Chinnapong - stock.adobe.com Alleine im Jahr 2021 wurde TikTok rund 656 Millionen mal heruntergeladen – vor allem von 16- bis 24-Jährigen
  •  Was  genau ist „TikTok“ eigentlich?
    Bei der App TikTok steht das Aufnehmen, Bearbeiten und Teilen von 15-sekündigen bis fünfminütigen Videos im Vordergrund. Dadurch, dass User ihre Videos mit anderen teilen können, handelt es sich aber zugleich um ein soziales Netzwerk. Ursprünglich wurde TikTok für kurze, selbstgedrehte Videos genutzt, die auf Wunsch mit bekannten Songs oder Filmmusik unterlegt werden konnten. Mittlerweile wird die App aber – ähnlich wie Instagram-Reels oder YouTube-Clips – auch für andere Inhalte genutzt. 

  • Seit wann gibt es TikTok? 
    TikTok ist die internationale Version der App Douyin. Erfunden hat sie das chinesische Unternehmen ByteDance im Jahr 2016. Seitdem geht die Zahl der Nutzer kontinuierlich nach oben, allein im Jahr 2021 wurde TikTok  rund 656 Millionen mal heruntergeladen – vor allem von 16- bis 24-Jährigen.

  • Was macht TikTok so erfolgreich?
    „TikTok ist schnell, überraschend und lustig. Außerdem ist es sehr einfach, Inhalte zu produzieren, weil es viele Effekte, Challenges und Filter gibt, die sich leicht nutzen lassen und bereits Ideen für Content vorgeben“, erklärt Social-Media-Expertin Viktoria Resch. Ein weiterer Erfolgsfaktor ist die leistungsstarke künstliche Intelligenz, die im Hintergrund arbeitet. „Diese erkennt sehr schnell, was Usern gefällt, und spielt diese Inhalte ganz gezielt aus. Deshalb macht TikTok irgendwie ,süchtig‘ und man verbringt viel Zeit in der App, ohne es richtig zu merken“, so Resch, die zusammen mit Hannah Lafer die Social-Media-Agentur „L‘affinité“ in Graz gegründet hat. 

  • Was unterscheidet TikTok von anderen Social-Media-Plattformen?
    Bei anderen Plattformen wie Facebook, Instagram oder LinkedIn geht es vor allem darum, eine starke Community aufzubauen und Follower bzw. Freunde zu generieren. „Auf TikTok hingegen interagiert man durchaus auch mit Usern, ohne ihnen zu folgen. Das bedeutet, dass man keinen großen Account und unzählige Follower haben muss, um auf TikTok erfolgreich sein“, so Resch.
     
  • Wie kann ich mein Unternehmen auf TikTok repräsentieren? 
    Gleich vorweg: Wer mit seinem Unternehmen auf TikTok erfolgreich sein möchte, darf die App nicht als klassischen Werbekanal betrachten. „Man muss vor allem offen für Neues sein. Auch seriöse Inhalte lassen sich manchmal mit lustigen Lip-Sync-Videos transportieren“, so die Social-Media-Expertin.  Produkt-Tutorials oder der Arbeitsalltag von Mitarbeitern  lassen sich mit ein bisschen Humor oder Selbstironie gut auf TikTok vermarkten. „Dabei sollte man strenge CI-Vorgaben oder Marketing-Regeln auch mal über Bord werfen. Authentizität ist das Um und Auf“, empfiehlt Resch.  

  • Wie können Unternehmen TikTok für sich nutzen?
    „TikTok eignet sich gut dafür, Einblicke ins Unternehmen zu geben und sich nahbar und authentisch zu zeigen. Das ist vor allem im Hinblick auf Recruiting und Employer Branding sehr interessant“, informiert Resch. 

  • Wie startet man als Anfänger auf TikTok durch?
    Als Erstes sollte man die App in Ruhe kennenlernen, die verschiedensten Trends, Effekte und Challenges ausprobieren und die Zielgruppe genauer unter die Lupe nehmen. „Es ist auch hilfreich, die Strategie von anderen Unternehmen auf TikTok zu verfolgen und ähnliche Herangehensweisen auszuprobieren“, so Resch. 

  • Sollte jedes Unternehmen TikTok nutzen?
    „Das kommt sehr auf die Zielgruppe an. Wenn man keine Produkte, Informationen oder Dienstleistungen anbietet, die vor allem für die Generation Z interessant sind, macht ein Account womöglich wenig Sinn“, so Resch. 

  • Was tun, wenn die Videos nicht geklickt werden?
    Eine Zusammenarbeit mit Influencern oder erfahrenen TikTokern sowie jüngeren Mitarbeitern oder Kollegen kann dabei helfen, die Zielgruppe besser kennenzulernen. 

  • Welche Unternehmen sind auf Tik­-Tok erfolgreich?
    Die Accounts „redbullaustria“, „erstebank.sparkasse“, „hoferat“
    oder „zeitimbild“ erfreuen sich hierzulande großer Beliebtheit.


Hannah Lafer
© L‘affinité Hannah Lafer hat die Social-Media-Agentur „L‘affinité“ in Graz gegründet.


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