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Technik macht Varroa-Milbe den Garaus

Robert Breinl und Hannes Scheiber haben ihre Karrieren im Automotive-Sektor begonnen. Jetzt sagen sie einer regelrechten Killer-Milbe im Bienenstock den Kampf an.

R. Breinl und H. Scheiber (v.l.) bringen Hightech in den Bienenstock.
© youbee R. Breinl und H. Scheiber (v.l.) bringen Hightech in den Bienenstock.

Varroa destructor heißt die unter Imkern in Europa und Nordamerika gefürchtete Milbe – denn ihren Namen trägt sie zu Recht. „Mit nur ein bis zwei Millimetern ist sie winzigklein, trotzdem aber ein richtiger Killer“, erzählt Hannes Scheiber. „Einerseits saugt sie den Arbeiterinnen Blut ab, andererseits legt die Varroa-Milbe ihre eigenen Eier in die Bienenbrut ab, in der sie heranwachsen.“ Mit fatalen Folgen: Etwa ein Fünftel der europäischen Bienenvölker werde so jedes Jahr getötet, erklärt Scheiber. Darauf aufmerksam gemacht habe ihn und seinen Kollegen Robert Breinl ein befreundeter Imker. „Wir sind Techniker, die Suche nach praktikablen wie einfachen Lösungen ist unser Antrieb“, verrät Scheiber, der mit Breinl bereits ein Unternehmen im Automotivebereich aufgebaut hat. „Mit ,youbee‘ sind wir also wieder unter die Gründer gegangen.“

Lack heizt der Varroa ein

Doch auch wenn es sich nun um ein sehr naturverbundenes Unternehmen handelt, so kommt dennoch reichlich Automotive-Know-how ins Spiel. „Es gibt eigentlich nur zwei Behandlungsmöglichkeiten, die sich durchgesetzt haben, um befallene Bienenvölker von dieser gefährlichen Milbe zu befreien: Chemie oder Wärme“, weiß Scheiber und erklärt: „Die Bekämpfung der Varroa mit Temperaturen zwischen 39 und 42 Grad ist seit Jahrzehnten üblich. Den Bienen und der Brut macht diese Wärme nichts aus.“ Was ihn und seinen Kollegen trotzdem dazu bewogen hat, an einem neuen System zu tüfteln, war die Art dieser Wärmebehandlungen, die der Markt bis dato bot. „Hier wird meist warme Luft von außen ins Innere gebracht“, so Scheiber, „wenn ich also 40 Grad direkt in der Wabe, wo der Parasit sitzt, erreichen will, muss ich mit deutlich höheren Temperaturen von außen reingehen. Und das irritiert die Bienen massiv.“ 

5.000 Heizflächen

Also haben die beiden auf ihr Profiwissen zurückgegriffen und eine weltweit neue hyperthermische Lösung entwickelt. Dieses System greift auf Hightech aus der Industrie zurück: Auf hauchdünne Silberfolien wird ein PTC-Speziallack aufgedruckt. Mit Wachs überzogen, werden damit sogenannte Mittelwände bestückt, an denen Trägerclips für die Stromzuleitung befestigt werden. Scheiber: „Pro solcher Wand sind es knapp 5.000 Heizflächen, die exakt dort wirken, wo die Milbenlarven sitzen. Je nach Befall werden vier bis acht solcher Wände in den Stock eingehängt und erwärmt.“ Den Strom dazu liefern Autobatterie oder Solarpanele auf dem Bienenstock. 

Quergefragt

Was zeichnet youbee aus?

Unser System ist global einzigartig und durch drei Patente und ein Gebrauchsmuster geschützt.

Wo sind die Märkte?

Europa und Nordamerika, inklusive Kanada.

Wie gehts weiter?

Mittelfristig wollen wir zehn Prozent Marktanteil erreichen.


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