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Tätowierern gehen die Farben aus

Mit Jahreswechsel werden in der EU rund zwei Drittel der Tätowierfarben verboten. Branchenvertreter steigen auf die Barrikaden. 

Frau mit großflächigem Tattoo am Hals bzw am Dekollete
© Adobe Stock/Andrey Kiselev Farbenfrohe Tattoos könnten schon bald der Vergangenheit angehören.

Gerade in den Sommermonaten war er offensichtlich, der Trend zum Tattoo: Wer nackte Haut zeigte, präsentierte damit auch oftmals seine Hautbilder. In Österreich ist laut jüngsten Branchendaten  bereits fast jeder Vierte tätowiert, meist von einem der rund 1.400 gewerblichen Betriebe. Und eingefleischte Fans der Nadelkunst zelebrieren ihre Leidenschaft auch immer häufiger nach dem Motto: Je großflächiger und bunter, desto besser. 

Doch damit könnte bald Schluss sein: Denn die Verschärfung der EU-Chemikalienverordnung Reach sieht ein Verbot von mehr als 4.000 Chemikalien in Tätowierfarben und Permanent Make-up vor. In Kraft treten die Verbote schon am 4. Jänner 2022, ein Jahr später sollen dann die Farben Blau und Grün verboten werden.

Betriebe in ihrer Existenz gefährdet

Branchenvertreter schlagen angesichts dieser Pläne Alarm, wird dadurch doch die Farbpalette für Tätowierungen und Pigmentierungen um zwei Drittel reduziert. „Das wird zu einer massiven Verschlechterung der Wettbewerbsfähigkeit europäischer Tätowierer und Pigmentierer gegenüber Anbietern außerhalb der EU führen und deren Existenz gefährden“, so Bundesinnungsmeisterin Dagmar Zeibig. 

Branchensprecher Erich Mähnert appelliert an seine Kollegen, die  Verbote bereits jetzt bei Bestellungen zu berücksichtigen: „Wir setzen uns aber weiter für eine Verlängerung der Übergangsfrist ein.“ Zum Erhalt der Farben Grün und Blau gibt es sogar eine eigene Petition. Mit dem EU-Abgeordneten Alexander Bernhuber hat die Branche einen prominenten Mitstreiter gefunden: „Klar ist, dass Gesundheit immer an oberster Stelle steht. Aber Verbote müssen verhältnismäßig sein und dürfen nicht eine Branche alternativlos zu Fall bringen“, sagt er. Man arbeite an einer praxistauglichen Lösung.

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