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Südtirol errichtet Talentcenter nach steirischem Vorbild

Die Präsidenten der WKO Steiermark und der Handelskammer Bozen, Josef Herk und Michl Ebner, haben ein Kooperationsabkommen für die Errichtung eines Talentcenters in Bozen unterzeichnet. Künftig will man Forschung und Entwicklung im Bereich der Berufsorientierung  gemeinsam vorantreiben.

 Freuen sich über das neu abgeschlossene Kooperationsabkommen: Südtirols Handelskammer Präsident Michl Ebner (virtuell zugeschalten), WKO Steiermark Direktor Karl-Heinz Dernoscheg, WKO Steiermark Präsident Josef Herk und WIFI-Leiter Martin Neubauer (v.l.)
© Foto Fischer Freuen sich über das neu abgeschlossene Kooperationsabkommen: Südtirols Handelskammer Präsident Michl Ebner (virtuell zugeschalten), WKO Steiermark Direktor Karl-Heinz Dernoscheg, WKO Steiermark Präsident Josef Herk und WIFI-Leiter Martin Neubauer (v.l.)

Dass am Talentcenter der WKO Steiermark erstklassige Berufsorientierung geboten wird, ist mittlerweile weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Rund 75 Prozent der steirischen Schüler bzw. knapp 8.000 Jugendliche durchlaufen in Normaljahren die innovative Teststraße, die 2019 beim World Chambers Congress in Rio de Janeiro als weltbeste Bildungsinitiative geadelt wurde. Corona hat aber natürlich auch hier zu Einschränkungen geführt, erst seit kurzem dürfen Testungen im Schulklassenverband wieder angeboten werden. Und das in Bälde nicht nur in Graz, sondern auch in Bozen.

"Export" nach Südtirol

Die von der WKO Steiermark gemeinsam mit der Grazer Karl-Franzens-Universität entwickelte Einrichtung wird nun nämlich erstmals exportiert. Die Handels-, Industrie-, Handwerks- und Landwirtschaftskammer Bozen wird nämlich ein Talentcenter nach Grazer Vorbild errichten. Ein entsprechendes Kooperationsabkommen wurde heute von WKO Steiermark Präsident Josef Herk und seinem Südtiroler Pendant, Michl Ebner, unterzeichnet. „Aufgrund des Transfers von Know-how vonseiten der WKO Steiermark muss die Handelskammer Bozen bei der Einrichtung des Talentcenters in Südtirol nicht bei null anfangen. In Zukunft werden wir diese Kooperation weiter forcieren“, betonen Herk und Ebner.

So ist die Kooperation nicht nur auf die Entwicklung und Durchführung der Talentchecks beschränkt, sondern auch im Bereich der angewandten Forschung und Entwicklung sowie der internationalen Vernetzung angedacht. „Dies umfasst unter anderem die Organisation von Praktika für Schüler und Lehrlinge im jeweils anderen Land“, ergänzen WKO Steiermark Direktor Karl-Heinz Dernoscheg und WIFI-Chef Martin Neubauer, der die operative Leitung des Talentcenters über hat. Jugendlichen soll dadurch die Möglichkeit geboten werden, wichtige internationale Erfahrungen zu sammeln, welche sie dann in die heimischen Betriebe miteinbringen können. 


Hier das  Video zur Veranstaltung.


Talentcenter: An der Schwelle zur ersten konkreten Berufs- und Ausbildungsentscheidung liefert das Talentcenter für alle 13- bis 15-Jährigen eine fundierte und objektive Entscheidungsgrundlage. Dabei werden nicht nur Interessen, sondern auch, anhand von adaptiven Verfahren, Fähigkeiten und Stärken der Jugendlichen miteinbezogen und mit den unterschiedlichsten Berufs- und Ausbildungsmöglichkeiten abgeglichen. Die Ergebnisse bekommen die Jugendlichen in individuellen Talentereports aufbereitet, der auch konkrete Berufsempfehlungen zu den jeweiligen Talenten und Fähigkeiten beinhaltet. „Unser Talentcenter ist damit ein einzigartiges Leuchtturmprojekt. Denn gerade in Zeiten des Fachkräftemangels ist es besonders wichtig, den Jugendlichen ihre Talente aufzuzeigen. Oft stecken unentdeckte Fähigkeiten in einem, die es zu heben gilt“, ist Herk überzeugt.


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