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Suche nach Wegen aus der Jobkrise

Hochkarätige Arbeitsmarkt-Enquete in der WKO Steiermark mit dem „Vater“ der deutschen Arbeitsmarktreform, Prof. Peter Hartz.

Der steirische Arbeitsmarkt steht im internationaler Vergleich noch relativ gut da – die Betonung liegt aber auf noch. „Wir verlieren hier nämlich zunehmend an Boden“, so WKO Steiermark Präsident Josef Herk. Aus diesem Grund hat die WKO nun den „Vater“ der deutschen Arbeitsmarktreform, Prof. Peter Hartz, zu einer Enquete eingeladen. Denn bei unseren Nachbarn verläuft die Entwicklung genau umgekehrt. Vor zehn Jahren zählte man in Deutschland 4,5 Millionen Arbeitslose, jetzt sind es trotz globaler Krise „nur“ mehr 2,9 Millionen. In Österreich, das vor zehn Jahren noch als das bessere Deutschland gegolten hat, ist die Arbeitslosenzahl dagegen von 240.000 auf 350.000 gestiegen – wohlgemerkt ohne Schulungsteilnehmer. Wie also soll man der Jobmisere gegensteuern, unter der weite Teile Europas leiden? Peter Hartz fand dafür im Rahmen der gestrigen Enquete deutliche Worte: „Fünf Millionen Jugendliche in Europa haben keinen Job. Es braucht jetzt dringend den Mut, neue Wege zu diskutieren, neue Konzepte anzudenken.“ Zwei Punkte seien entscheidend, so Hartz, um Europas Arbeitsmarkt ins Lot zu bringen: Talentediagnostik und Beschäftigungsradar. „Gerade in der Jugend- und Langzeitarbeitslosigkeit ist man hier treffsicherer und langfristig erfolgreich.“ 


Ein Punkt, den WKO-Steiermark-Präsident und „Gastgeber“ Josef Herk nur allzugerne aufgriff, schließlich starteten nur 300 Meter entfernt die Baumaschinen für das neue Talent-Center der WKO. „Wir nehmen dafür Millionen in die Hand, um jeden steirischen Jugendlichen hier auf seine Neigungen und Talente prüfen zu können“, so Herk. „Nur so können wir den dramatischen Entwicklungen des demografischen Wandels und der damit einhergehenden Verknappung unserer größten und wichtigsten Ressource, der jungen Menschen, entgegenwirken.“ Ein wichtiger Schritt, den auch Sozialminister Rudolf Hundstorfer anerkennend betonte – „in Niederösterreich gibt es zwar auch einen Befähigungscheck, aber nur für die 15-Jährigen“. 


Von den Jungen zu den Älteren führte eine weitere, unter Beifall des ausgefüllten Europa-Saals begrüßte Überlegung des Ministers, warum man heute als 50-Jährige bzw. -Jähriger fit im Leben stehe, Häuser baue und Ideen schmiede, „aber am Arbeitsmarkt als ,zu alt‘ abgestempelt wird“. Hier brauche es dringend mehr Anreize um erfahrene Mitarbeiter in Beschäftigung zu halten. Herk dazu: „Es müssen aber auch die Menschen selbst mehr an ihre Zukunft denken. Wer einen körperlich harten Job hat, sollte sich rechtzeitig über altersgerechte Beschäftigungsmöglichkeiten informieren. Darüber hinaus braucht es da natürlich aber generelles Umdenken, auch in den Betrieben“, so Herk. Gleichzeitig müsse man mehr Anreize für längere Beschäftigung schaffen. „Damit das als Bonus und nicht als Bestrafung gesehen wird. Arbeitszeitflexibilsierung ist hierbei auch ein wesentlicher Punkt“, verweist Alexandra Pichler-Jessenko auf einen Hemmschuh für Reformen in dieser Causa.  Summa summarum gebe es viele Ansätze und viele Ideen, resümiert Herk: „Jetzt braucht es Menschen mit Mut, diese auch anzugehen und umzusetzen.“


Rückfragehinweis:

Mag. Mario Lugger
Referatsleiter Kommunikation
T 0316/601-652
mario.lugger@wkstmk.at

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