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Stromspeicher: Salzwasser statt Lithium

Ein Mehrparteienhaus in der Weststeiermark ist ein Musterbeispiel für die Nutzung von Solarenergie. Stromspeicher ist eine umweltfreundliche Batterie

Gebäude mit Photovoltaik-Paneelen
© Christian Freydl Ein Gebäude aus den 1960ern wurde zum Musterhaus für Enerieeffizienz.

Wie man Strom aus der Sonne gewinnen und effizient nutzen kann, hat der Photovoltaikexperte Paul Langmann in Frauental unter Beweis gestellt: Er hat ein in den 1960er-Jahren errichtetes Gebäude so umgebaut, dass acht Wohneinheiten und sein Büro weitgehend mit Strom aus Photovoltaikpaneelen versorgt werden.

Dabei geht es aber nicht nur um den im Alltag benötigten Strom aus der Steckdose, sondern auch um Warmwasser und Heizung. „Ich bin dabei nach dem Motto Kabel statt Rohre vorgegangen“, berichtet Langmann, der sich beruflich seit 2008 mit der Gewinnung alternativer Energie befasst. Dafür hat er Photovoltaikpaneele auf dem Dach, der südlichen Hausfassade und den Balkonen angebracht. Geheizt wird mittels Infrarotpaneelen, die durchwegs an der Decke montiert sind. Wärmeverluste durch Heizungsleitungen oder Zirkulation gibt es dabei nicht. Und genauso energieeffizient ist auch die Warmwasseraufbereitung im Gebäude. So wird das benötigte Wasser durch Heizstäbe in dezentralen in den Wänden eingebauten Speichern in den einzelnen Wohnungen erhitzt. „Im ganzen Gebäude gibt es keine Warmwasserzuleitung zu den Wohnungen mehr“, so Langmann. 

Umweltfreundliches Speichersystem

Revolutionär ist auch das im Gebäude integrierte Stromspeichersystem: Herkömmliche Technologien, wie etwa Lithium-Ionen-Akkus, beinhalten mitunter so manche Bestandteile, die den umweltfreundlich erzeugten Strom dann letztendlich vielleicht gar nicht mehr so umweltfreundlich machen. „Deshalb war es mir wichtig, grünen Strom vom Dach auch mittels grüner Technologie zu speichern“, so Langmann. Das verwendete System operiert mit einer Salzwasser-Speicherlösung. Einziger Nachteil: Es wird etwas mehr Platz als bei herkömmlichen Speichern benötigt – was aber bei Wohnbauten meist kein Problem darstellt. 

Seit drei Jahren ist das System nun in Betrieb und die Ausbeute ist – für einen 50 Jahre alten Baukörper – auch in der Wintersaison beachtlich: So kann es in den Wintermonaten 70 bis 75 Prozent der für die Heizung benötigten Energie aufbringen.

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