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Steuer nascht auch am virtuellen Geld

Es gibt Währungen, die es eigentlich gar nicht gibt und deren Kurse trotzdem ständig steigen: Bitcoins und Co. sind daher auch steuerlich höchst relevant.

Symbolbild Bitcoins
© Tierney-stock.adobe Ein neues Betätigungsfeld für die Rechenkünstler in den Unternehmen: Wohin mit den Bitcoins?

Bitcoin, Ethereum, Litecoin oder Dash sind sogenannte Kryptowährungen oder virtuelle Währungen. Wie sie steuerlich zu behandeln sind, darüber informiert Petra Kühberger, Expertin im WKO-Rechtsservice. 

Die Behandlung von virtuellen Währungen

Kryptowährungen in der Einkommensteuer: Virtuelle Währungen können sowohl im Betriebsvermögen, als auch im Privatvermögen gehalten werden.

Kryptowährungen im Betriebsvermögen: Werden Bitcoins & Co. im Betriebsvermögen gehalten, so sind bei bilanzierenden Unternehmern die maßgeblichen Bewertungsvorschriften des Einkommensteuergesetzes bzw. bei Gewinnermittlern nach § 5 EStG zusätzlich jene des Unternehmensgesetzbuches zu beachten. Dabei ist eine Zuordnung zum Anlage- oder Umlaufvermögen zu treffen.

Kühberger: „Bei einem Unternehmer, der Bitcoins an der ,Börse‘ kauft und dort auch wieder in Euro bzw. eine andere virtuelle Währung umtauscht, können Kursgewinne bzw. -verluste entstehen, die im Rahmen der steuerlichen Gewinnermittlung zu berücksichtigen sind. Maßgebend ist dabei der aktuelle Tageswert.“

Virtuelle Währungen sind wie sonstige betriebliche Wirtschaftsgüter zu behandeln, sodass daraus resultierende Einkünfte zum Einkommensteuertarif zu erfassen sind. Bitcoins & Co. können aber auch an andere Marktteilnehmer (private Personen oder auf Handel mit Kryptowährungen spezialisierte Unternehmen) zinsbringend verliehen werden. 

Wie mit Bitcoins und Zinsen umzugehen ist

Dabei realisierte Wertsteigerungen stellen, so Kühberger, „Einkünfte aus Kapitalvermögen dar und unterliegen dem Sondersteuersatz von derzeit 27,5 Prozent Kapitalertragsteuer (KESt)“.

Gewinne aus der Schaffung von Kryptowährungen („Mining“), aus dem Betreiben einer Onlinebörse oder eines Kryptowährung-Geldautomaten sind nach Auffassung des Bundesministeriums für Finanzen zum Einkommensteuertarif zu erfassen:

Kryptowährungen im Privatvermögen: Werden Kryptowährungen im Privatvermögen zinsbringend veranlagt, so stellen realisierte Wertänderungen Einkünfte aus Kapitalvermögen dar und unterliegen dem Sondersteuersatz von derzeit 27,5 Prozent KESt. Werden Kryptowährungen, die sich im Privatvermögen befinden, nicht zinsbringend veranlagt, so sind sie nur dann steuerrelevant, wenn der Zeitraum zwischen Anschaffung und Veräußerung nicht mehr als ein Jahr beträgt.Man spricht in diesem Fall von einem steuerpflichtigen Spekulationsgeschäft.

Kühberger: „Sobald Betrüger im Netz Zahlungen in Bitcoins oder einer anderen virtuellen Währung erpressen, professionelle Hilfe suchen und keinesfalls im Alleingang Forderungen erfüllen.“ 


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