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Steirischer Sound für den Streaming-Giganten

Surround-Sound, der aus allen Richtungen kommt: Eine 3D-Audio-Lösung von einem steirischen Start-up erobert nun auch Netflix.

Atmoky: Christian Schörkhuber, Daniel Rudrich, Markus Zaunschirm und Clemens Amon (v. l.)
© Manuel Schaffernak Atmoky: Christian Schörkhuber, Daniel Rudrich, Markus Zaunschirm und Clemens Amon (v. l.)

Die Audio-Zukunft ist dreidimensional – zumindest wenn es nach dem expansionsorientierten steirischen Start-up atmoky geht. Das am Science Park Graz – die Gründerschmiede der Grazer Universitäten – inkubierte Jungunternehmen hat sich auf die Entwicklung von hyperrealistischem „Spatial Audio“ spezialisiert, eine neue Form der Audiowiedergabe. „Dabei werden die Audioinhalte an die dreidimensionalen Fähigkeiten des menschlichen Gehörs angepasst. Das hat zur Folge, dass wir Schall aus allen Richtungen um uns herum hören können. Den Endkonsumenten entsteht der akustische Eindruck, mitten im Geschehen zu sein“, erklärt atmoky-CEO Markus Zaunschirm.  Heißt: Während Stereoaufnahmen Ton von links und rechts darstellen können, aber nicht von oben, unten oder hinten, lässt 360-Grad-Ton einen intensiven, räumlichen Eindruck entstehen. „Mit unserer Technologie lassen sich Schallquellen virtuell frei im Raum platzieren, also in unterschiedlichen Richtungen und Entfernungen“, schildert Mitgründer Clemens Amon. Entscheidend: Die Technologie baut auf aktueller Hardware auf – etwa moderne Kopfhörer, die sogenanntes Headtracking erlauben. 

Steirische Note im Konzert der Großen

Die Anwendungsgebiete der Technologie sind dementsprechend vielseitig: So wird der neuen Audiotechnologie etwa insbesondere in den Bereichen Virtual Reality sowie Musik- und Videostreaming eine verheißungsvolle Zukunft attestiert. „Der Durchbruch von ‚Spatial Audio‘ ist unaufhaltbar“, ist sich atmoky-Co-Gründer Amon sicher. Das steirische Unternehmen verleiht dem Siegeszug der neuen Soundtechnik auch eine steirische Note: So kooperiert atmoky schon heute mit einem der weltweit größten  Smartphone-Hersteller sowie einem internationalen Webmeeting-Anbieter. Sogar mit dem Streaming-Giganten Netflix, der „Spatial Audio“ aktuell schrittweise ausrollt,  wird das fünfköpfige Grazer Start-up regelmäßig in Verbindung gebracht – natürlich nicht offiziell: „Hier herrscht absolute Geheimhaltung“, betont Amon. Klar sei aber, dass atmoky „Film- und Serienprodukte von Streamingdiensten wie Netflix mit immersiven, umhüllenden Audioerlebnissen ausstatten“ könne.

Lissabon, Dubai und Las Vegas

Eine dementsprechende internationale Offensive plant das Hightechunternehmen: Im November gastiert atmoky beim „WebSummit“ in Lissabon, Anfang Dezember geht es gemeinsam mit der steirischen Wirtschaftsdelegation des Internationalisierungscenters (ICS) zur Expo nach Dubai – und Anfang Jänner sind die Grazer auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas vertrete

Quergefragt:

Worin besteht die Idee?

Atmoky entwickelt „Spatial Audio“-Lösungen. Das sind völlig neue 3D-Hörerlebnisse.

Wer kann die Technologie einsetzen?

Insbesondere Musik- und Streamingdienste sowie Virtual-Reality-Anbieter.

Wie erfolgt die Expansion?

Bereits 2022 soll der atmoky-Personalstand auf zehn Beschäftigte verdoppelt werden. 


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