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Steirischer Immobilienmarkt bleibt stabil

Sowohl bei Baugrundstücken (85,03 Euro/m2) als auch bei gebrauchten Eigentumswohnungen (1.144,21 Euro/m2), Reihenhäusern (1.185,21 Euro/m2) und Einfamilienhäusern (1.301,65 Euro/m2) führt die grüne Mark das österreichweite Preisranking der günstigsten Durchschnittspreise an.

In der Steiermark wohnt man gemessen am Bundesschnitt vergleichsweise günstig – zu diesem Ergebnis kommt der neue Immobilienpreisspiegel des Fachverbands der Immobilien- und Vermögenstreuhänder.
© Adobestock_MindAndI In der Steiermark wohnt man gemessen am Bundesschnitt vergleichsweise günstig – zu diesem Ergebnis kommt der neue Immobilienpreisspiegel des Fachverbands der Immobilien- und Vermögenstreuhänder.

Wer heutzutage eine Mietwohnung sucht oder sich den Traum eines Einfamilienhauses realisieren will, der kommt im Steirerland vergleichsweise günstig zum Zug. So lautet das Ergebnis des aktuellenImmobilienpreisspiegels des Fachverbands der Immobilien- und Vermögenstreuhänder. Mit einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 6,45 Euro sind Mietwohnungen nur in Burgenland (6,17) und Kärnten (6,21 Euro) günstiger zu haben – in Vorarlberg bezahlt man dafür 10,17 Euro. Bei Baugrundstücken (85,03 Euro pro Quadratmeter), Einfamilienhäuser (1.301,65 Euro pro Quadratmeter), Reihenhäusern (1.185,21 Euro pro Quadratmeter) und gebrauchten Eigentumswohnungen (1.144,21 Euro pro Quadratmeter) ist die grüne Mark beim Preis sogar bundesweit die Nummer eins. Dazu Gerald Gollenz, Fachgruppenobmann der Immobilien- und Vermögenstreuhänder: „Die steirischen Immobilienpreise waren auch 2019 generell am unteren Ende von Österreich angesiedelt, wobei weite Teile des Ballungsraums Graz hier natürlich eine Ausnahme bilden.“

Wo man in der Steiermark am günstigsten wohnt

Regional betrachtet fällt die Preisentwicklung höchst unterschiedlich aus. Am günstigsten sind Baugrundstücke im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld (41,38 Euro pro Quadratmeter), gefolgt von der Südoststeiermark (46,58) und von Murau (49,97 Euro). Am teuersten sind Baugründe dagegen in Graz (268,69 Euro), gefolgt von Graz-Umgebung (119,70 Euro).

Bei neuen bzw. gebrauchten Eigentumswohnungen heißen die Preissieger Murtal (1.679,03 bzw. 793,77 Euro pro Quadratmeter) und Murau (1.698,62 bzw. 834,33 Euro). Am oberen Ende der Preistabelle findet man hier jeweils wieder die Landeshauptstadt Graz mit einem Durchschnittspreis von 3.247,39 Euro pro Quadratmeter bei Erstbezug beziehungsweise 1.849,86 Euro pro Quadratmeter bei gebrauchten Immobilien.

Beim Mietzins dagegen schwankt der durchschnittliche Quadratmeterpreis zwischen 5,25 Euro (Voitsberg) und 8,57 Euro (Graz). Gollenz mit der Entwicklung im Detail: „Sowohl bei den Eigentumswohnungen Erstbezug als auch bei gebrauchten Wohnungen gibt es eine Steigerung quer durch das gesamte Bundesland, wobei natürlich die Preise in Graz und Umgebung am höchsten sind – am billigsten wohnt man auch weiterhin in den Bezirken Murau und Murtal. Bei den Preisen für Einfamilien– und Reihenhäuser sehen wir moderate Anstiege ebenso wie leichte Rückgänge, dies in den Bezirken Graz-Umgebung, Weiz und Südoststeiermark. Beide Kategorien steigen aber sehr moderat. Bei den Wohnbaugrundstücken gibt es nach wie vor die Tendenz nach oben, wobei 2019 nicht der Großraum Graz der Preistreiber war, sondern die Bezirke Murtal, Murau und Weiz. Am günstigsten kann man nach wie vor im Durchschnitt ein Grundstück im Bezirk Hartberg/Fürstendfeld sein Eigen nennen kann. Bei den Mietwohnungen sind keine großen Sprünge erkennbar, die Kosten dafür befinden sich steiermarkweit auf einem guten und auch leistbaren Niveau“, betont der Obmann.

Gerald Gollenz, Obmann der Immobilien- und Vermögenstreuhänder, präsentierte den Immobilienpreisspiegel 2020.
© Foto Fischer Gerald Gollenz, Obmann der Immobilien- und Vermögenstreuhänder, präsentierte den Immobilienpreisspiegel 2020.

Markt für Gewerbeimmobilien wieder leicht im Steigen

Die Preise für Gewerbeimmobilien haben – zumindest vor Corona – wieder etwas angezogen. Gollenz: „Betriebsgrundstücke sind durchwegs gestiegen, am meisten in den Bezirken Murau und Graz-Umgebung, die Geschäftsmieten zeigen schon wie 2018 ein komplett durchwachsenes Bild, Steigerungen und Reduktionen halten sich die Waage. Der Büromarkt war im vergangenen Jahr eher stabil, auch in Graz sind kaum Veränderungen bemerkbar.“ Am teuersten sind die Preise einmal mehr in Graz, wo der durchschnittliche Quadratmeterpreis für Gewerbeflächen bei 192,39 Euro liegt – im Schlusslichtbezirk Murau kann man dieselbe Fläche um ein Fünftel erwerben (36,82 Euro). Bei den Büroflächen schwanken die Mietpreise zwischen 5,19 Euro (Murtal) und 9,80 Euro pro Quadratmeter (Graz). Ähnliches gilt für Geschäftslokale, wo die Preise zwischen 4,88 Euro (Murtal) und 36,12 Euro in der Landeshauptstadt liegen.   

Fazit von Gollenz: „Abschließend kann zusammenfassend gesagt werden, dass der Wohnungsmarkt weiterhin auf sehr gutem Niveau agiert, speziell in Graz und Umgebung werden neue Projekte den Markt auch weiterhin beeinflussen. Der Mietmarkt in Graz beruhigt sich schön langsam, obwohl nach wie vor der Zuzug ungebrochen ist. Dies zeigt, dass marktkonform gebaut wird. Wie sich die Coronakrise auswirkt, wird abzuwarten sein. Die von der Fachgruppe Steiermark forcierte Regionalentwicklung zeigt weitere Früchte, gerade in den Bezirken Murau und Murtal ist eine Verbesserung sowohl der Arbeits- als auch der Wohnsituation erkennbar. Auch weiterhin werden wir als Vertreter der Immobilienwirtschaft die Politik auffordern, Maßnahmen zu treffen, um die Regionen weiter zu stärken und für die Menschen lebenswerter zu machen. Die steirische Immobilienwirtschaft ist als Partner vor Ort in allen Regionen.“

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