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Steirische Weichenstellung in Serbien

Eine steirische Wirtschaftsdelegation hat in Serbien den wichtigen Westbalkan-Lückenschluss auf Schiene gebracht. 

Austausch: WKO-Steiermark-Vizepräsident Herbert Ritter mit Serbiens Ministerpräsidentin Ana Brnabic
© KK Austausch: WKO-Steiermark-Vizepräsident Herbert Ritter mit Serbiens Ministerpräsidentin Ana Brnabic

Vom steirischen Arbeitsbesuch – initiiert durch das Internationalisierungscenter Steiermark (ICS) – im Westbalkanstaat Serbien wird die steirische Wirtschaft nachhaltig profitieren. Denn im Zuge der umfassenden Marktsondierung – mit Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl und WKO-Vizepräsident Herbert Ritter an der Spitze – gelang den heimischen Vertretern eine zentrale Weichenstellung: Die soll maßgeblich dabei helfen, den Gütertransport sukzessive weiter auf die Bahn umzulenken. „Um den EU-Klimazielen gerecht zu werden, bedarf es einer zunehmenden Verlagerung auf die Schiene. Für die traditionell exportstarke Steiermark ist dabei vor allem die – bisher noch nicht ausgebaute – Strecke über den Westbalkan bis zum Hafen Piräus von strategischem Vorteil. 

Barbara Eibinger-Miedl und Herbert Ritter mit Minister Tomislav Momirovic (6. v. li.)
© KK Barbara Eibinger-Miedl und Herbert Ritter mit Minister Tomislav Momirovic (6. v. li.)

In Gesprächen mit dem serbischen Infrastrukturminister Tomislav Momirovic konnten wir nun intensiv für diesen Lückenschluss werben“, erklärt WKO-Vizepräsident Herbert Ritter. Mit Erfolg: Auf serbischer Seite würde der Ausbau – konkret geht es dabei um eine 93 Kilometer lange Trasse nördlich von Novi Sad bis zur kroatischen Staatsgrenze – auf Schiene gebracht werden, ließ das Infrastrukturministerium verlautbaren. Rund 400 Millionen Euro nimmt der EU-Beitrittskandidat dafür in die Hand. Subventionen kommen dafür auch von der EU. 

Kroatische Krapinabahn als „Missing Link“

Dieser Beschluss ist dabei keineswegs eine serbische Einbahnstraße: Das Land am Westbalkan hat großes Interesse daran, eine kraftvolle Bahnroute nach Mitteleuropa zu erschließen. Was dazu noch fehlt, ist allerdings ein weiterer Lückenschluss auf kroatischem Staatsgebiet: „Konkret braucht es den Ausbau der sogenannten Krapinabahn. Um durchgängig die maximalen Zugsparameter auf allen Trassen zu erreichen, benötigen wir zumindest 1.600 Tonnen Gewicht auf 700 Metern Gleise“, sagt Cargo Center (CCG)-Geschäftsführer Christian Steindl. Nun sei es notwendig, „auf EU-Ebene für den Ausbau des ‚Missing Links‘ in Kroatien zu werben“, so der Logistikexperte. Denn nur der durchgängige Lückenschluss – in der Endausbaustufe bis zum griechischen Hafen in Piräus – könnte insbesondere der steirischen Industrie mehrere Reederei-Allianzen zugänglich machen. Detail am Rande: Zwar würden die Serben bereits über eine alternative Bahnanbindung – via Budapest – nach Mitteleuropa verfügen, diese stoßen laut  CCG-Geschäftsführer Steindl „aber bereits jetzt an die Kapazitätsgrenzen“. Neben dem Ausbau des internationalen Schienennetzes forcierte die Delegation auch den Know-how-Transfer im Bildungsbereich: „Serbien hat soeben die duale Ausbildung eingeführt“, sagt WKO-Vizepräsident Ritter. Ziel sei es daher gewesen, mehr über Qualifikation und Know-how der serbischen Fachkräfte in Erfahrung zu bringen, um schließlich „Investitionen in Serbien besser einschätzen zu können“, erklärt Ritter.

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