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Steirische Konjunktur nimmt jetzt Fahrt auf

Nach fast zehn mageren Jahren kommt die Wirtschaft wieder in Fahrt – und das „trotz der Politik“, sagt WKO-Präsident Herk.

Die Unternehmer wurden gefragt, ob sich die Wirtschaft aus ihrer Sicht in den kommenden zwölf Monaten besser oder schlechter entwickeln wird als bisher. Die Subtraktion der beiden Werte ergibt die Salden.
© Fischer Die Unternehmer wurden gefragt, ob sich die Wirtschaft aus ihrer Sicht in den kommenden zwölf Monaten besser oder schlechter entwickeln wird als bisher. Die Subtraktion der beiden Werte ergibt die Salden.

Alle Trendpfeile zeigen wieder nach oben: Das aktuelle Wirtschaftsbarometer der WKO Steiermark, bei dem halbjährlich Unternehmen zu ihrer wirtschaftlichen Situation befragt werden, bringt erstmals seit fast zehn Jahren wieder einen deutlichen Aufwärtstrend zu Tage. Sowohl was die Einschätzung der bisherigen Entwicklung als auch was die künftigen Geschäftserwartungen betrifft, liefert die Studie durchwegs positive Ergebnisse. Der lang ersehnte Aufschwung scheint nun tatsächlich Realität zu werden.

Positives Klima heizt die Investitionen an
Demnach schätzen die heimischen Unternehmer alle abgefragten Parameter besser ein als noch im Herbst 2016. Beim bisherigen Umsatz beträgt der Positivsaldo +44,7 Prozentpunkte, bei der Auftragslage +29,2 Prozentpunkte, beim Preisniveau +13,8 Prozentpunkte, bei den Investitionen +25,5 Prozentpunkte und bei der Beschäftigung +24,7 Prozentpunkte. Diese Salden errechnen sich aus jenen der 706 befragten Unternehmern, die die jeweilige Lage besser einschätzen abzüglich jener, die die Lage schlechter einschätzen.
„Unterm Strich ergibt das die besten Konjunkturdaten der letzten Jahre“, freuen sich WKO-Steiermark-Präsident Josef Herk und Direktor Karl-Heinz Dernoscheg. Denn auch das wirtschaftliche Gesamtklima wird deutlich positiv bewertet: Konkret beurtei-len 49,4% die wirtschaftliche Entwicklung der letzten zwölf Monate positiv und lediglich 15,0% negativ. Das ergibt einen Saldowert von +34,4 Prozentpunkten. Noch besser fallen die Erwartungen aus: Hier übertrifft der Saldowert mit +44,9 Prozentpunkten sogar den Wert vom Frühjahr 2011. Alle Detailzahlen zum aktuellen Barometer, das sämtliche Sparten und Unternehmensgrößen repräsentiert, finden Sie im Kasten unten.

„Ergebnisse trotz, aber nicht dank Politik gut“
Trotz der erfreulichen Ergebnisse warnt WKO-Steiermark-Präsident Josef Herk jedoch vor voreiligem Jubel: „Die Zahlen sind gut und wir freuen uns darüber. Die Wirtschaft hat offenbar den Turnaround geschafft, allerdings nicht dank der Politik, sondern aus meiner Sicht trotz der Politik.“ All zu oft sei man in den vergangenen Jahren in Stillstand verfallen, ein Umstand, den es nach der Wahl im Herbst keinesfalls mehr geben dürfe. Herk: „Wir brauchen nach wie vor dringend Reformen, die immer wieder auf die lange Bank geschoben wurden.“ Konkret nennt Herk dabei die Eindämmung der kalten Progression, aber auch eine Eindämmung der überbordenden Bürokratie. So sollen Bagatellsteuern ersatzlos gestrichen, der Vorschriftend-schungel gelichtet und ein Paradigmenwechsel in der öffentlichen Verwaltung eingeleitet werden. „Das Prinzip muss künftig lauten: Beraten statt strafen“, fordert Herk (siehe ebenfalls unten).


„Viel Arbeit für die neue Regierung“

Damit sich die Konjunktur weiterhin positiv entwickeln kann, braucht es laut WKO-Steiermark-Präsident Josef Herk rasch wieder eine handlungsfähige Regierung und Investitionsanreize für die Wirtschaft. Die Wirtschaftskammer schlägt deshalb die Wiedereinführung des Investitionsfreibetrages vor, außerdem soll die Grenze für geringwertige Wirtschaftsgüter auf 1.500 Euro steigen. Weiters sind die Eindämmung der kalten Progression und der überbordenden Bürokratie notwendig. Bagatellsteuern sollten ersatzlos gestrichen, der Vorschriftendschungel gelichtet und ein Paradigmenwechsel in der öffentlichen Verwaltung hin zum Prinzip „Beraten statt strafen“ vorzunehmen. Ebenfalls ungelöst ist die Problematik der flexibleren Arbeitszeiten sowie moderner Zumutbarkeitsbestimmungen.

Die Detailzahlen zum Barometer

Die Einschätzungen zur Geschäftstätigkeit sind im Frühjahr 2017 in allen Bereichen besser als noch im Herbst und auch überall positiv (siehe Grafik): Die Gesamtumsätze sind deutlich gestiegen, auch für die nächsten zwölf Monate werden weiterhin steigende Umsätze erwartet – nicht zuletzt durch die gute Auftragslage bzw. die Erwartung darauf. Auch die Beschäftigung hat deutlich angezogen. Übrigens: Die Konjunktureinschätzung in der Steiermark ist deutlich besser als im Rest Österreichs.

Großraum Graz und Murtal vorne
Auch in allen Regionen wird die bisherige und künftige Entwicklung des Wirtschaftsklimas durchwegs positiv eingeschätzt. Besonders die Unternehmen im Großraum Graz (Erwartungssaldo: 55,2 Prozentpunkte), im Murtal (53,1) und in der Oststeiermark (50,9), aber auch in der Hochsteiermark (34,5) und in Liezen (33,4) gehen optimistisch in die nächsten zwölf Monate.

Alle Ergebnisse gibt es hier.


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