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Steirische Industrie investiert heuer 2,68 Milliarden Euro

Der Investitionsstau löst sich: 2,68 Milliarden Euro steckt die Industrie in diesem Jahr in ihre Betriebe. Dennoch: Die Motive dafür geben Anlass zur Warnung.

Die gute Nachricht zuerst: Die produzierenden Betriebe in der Steiermark investieren heuer satte 2,68 Milliarden Euro. Was deutlich mehr ist als in den letzten drei Jahren und ein Plus von neun Prozent ergibt. Das geht aus der von den IV-Präsidenten Georg Knill (Steiermark) und Georg Kapsch (Österreich) präsentierten aktuellen Studie des Joanneum Research hervor.

„Die direkten und indirekten Folgen dieser Investitionen zeigen sich bereits im ersten Jahr, etwa an der bewirkten Bruttowertschöpfung österreichweit von 1,87 Milliarden Euro. Knapp 40 Prozent davon entfallen auf die Steiermark“, erklärt Knill. Und auch auf den Jobmarkt wirkt der industrielle Finanzeinsatz nachhaltig positiv. „Alleine durch die steirischen Investitionen in diesem Jahr werden österreichweit bis zum Jahr 2018 damit 26.800 Arbeitsplätze, davon 10.700 in unserem Bundesland, geschaffen bzw. gesichert“, betont Knill. Nicht zu vergessen, auch die öffentliche Hand kommt zum Zug: Hier hat das Joanneum Research aus den Investitionen von 2,68 Milliarden Euro Rückflüsse in Form von Sozialversicherungsbeiträgen und Steuern von 672 Millionen Euro errechnet.

Investition als Reaktion

Doch wo Licht ist, ist auch Schatten. Und dieser zeigt sich bei genauerer Betrachtung in den Motiven für die Investitionen. „38 Prozent stecken das Geld in Ersatzinvestitionen. Damit liegt die Steiermark über dem EU-Schnitt von 33 Prozent“, erklärt IV-Geschäftsführer Gernot Pagger. Was bedeute, dass hierzulande Investitionen hauptsächlich der Absicherung der Produktion dienen und als Reaktion auf gestiegene Standortkosten zu sehen sind und nicht, wie etwa im Vergleich zu Deutschland, die längerfristige Sicht im Vordergrund steht. „Das Motiv der Kapazitätserweiterung, also der Ausweitung der Produktion beträgt in Deutschland 41 Prozent. Der Europaschnitt liegt bei 33 Prozent. Die Steiermark hält hier lediglich bei 16 Prozent. Hier liegt sogar der Österreichschnitt mit 23 Prozent noch deutlich darüber“, ergänzt Pagger.

Und genau das sei ein höchst alarmierendes Zeichen, sind sich die Präsidenten einig. Kapsch: „Es ist ein Ausdruck eines unterdurchschnittlichen Vertrauens in die Rahmenbedingungen und in die für sie Verantwortlichen.“ Denn wenngleich Unternehmen in Deutschland und Österreich mehrheitlich dieselben Märkte beliefern und von diesen auch dieselben Signale erhalten würden, würde beim großen Nachbarn investiert und hierzulande nicht, warnt Knill vor dem Anschlussverlust: „Deutschland bietet die besseren Rahmenbedingungen, deshalb wird mehr investiert und so sinken auch die Arbeitslosenzahlen, während sie in Österreich immer noch steigen.“

Aber nicht nur die aufgrund politischer Untätigkeit herrschende Planungsunsicherheit sehen Knill wie Kapsch als Grund für die verhaltenen erweiternden Investitionen. Knill: „Hier spielt der Fachkräftemangel eine zunehmende Rolle. Wer kein qualifiziertes Personal bekommt, wird von Investitionen absehen.“


Von Veronika Pranger (Steirische Wirtschaft),

erschienen in der Steirischen Wirtschaft

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