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Steirerland im Arbeitsg’wand – eine Spurensuche

Unter diesem Titel gibt eine Ausstellung im Grazer Museum für Geschichte ab sofort Einblick in den Wandel von Arbeit und Wirtschaft in der Steiermark.

Das Bauknecht-Werk (heute bekannt als ATB Spielberg GmbH) in Spielberg Mitte der 1970er-Jahre.
© ATB Spielberg Das Bauknecht-Werk (heute bekannt als ATB Spielberg GmbH) in Spielberg Mitte der 1970er-Jahre.

Es sind die kleinen, unscheinbaren und fast vergessenen Fotos, die die großen Geschichten erzählen: Sie zeigen die ersten Fließbandarbeiter und sogenannten Sortierfrauen bei der Mittagspause, Hutmacher, Raseure und Schmelzer bei der Arbeit sowie Knappen in den Braunkohlerevieren. Sie zeigen auch den jungen Unternehmer Franz Gady an der Werkbank, den ehemaligen Bundeskanzler Bruno Kreisky beim Firmenbesuch und die Tochter von Anton Paar, die als erste weibliche Schlossermeisterin der Steiermark Geschichte schrieb. 

Von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zur Jahrtausendwende reicht die Zeitspanne, in der über 300 analoge Fotografien gesammelt wurden, welche ab heute im Grazer Museum für Geschichte unter dem Titel „Steirerland im Arbeitsg’wand“ zu sehen sind. Die Steirische Wirtschaft erhielt von Kurator Walter Feldbacher bereits vorab einen exklusiven Einblick. 

Blick hinter die Fassade

„Unser Ziel war es, die einzelnen Betriebsgeschichten zu abstrahieren und den Menschen ins Zentrum zu stellen“, so Feldbacher. Und darum zeigen die dort ausgestellten Fotografien nicht nur große Pionierleistungen des Wirtschaftslebens, die Industrialisierung und Automatisierung, sondern vor allem auch das tägliche Schaffen der Steirerinnen und Steirer sowie die Veränderungen von arbeits- und sozialrechtlichen Rahmenbedingungen. 

Die Ausstellung zeigt, wie politische und gesellschaftliche Umbrüche, technischer Fortschritt sowie wirtschaftliche Krisen und Chancen die Arbeitswelt stetig verändert haben. Auch die Wechselwirkung von Politik und Wirtschaft wird mit Aufnahmen von bekannten Politikern bei der Arbeit – mit Spaten und Schere – deutlich. „Dank der Fotos, die zum Teil aus privaten Archiven stammen, können wir den Besuchern sehr persönliche Alltagsgeschichten präsentieren. Durch private Schnappschüsse wurden auch  Demonstrationen, Entlassungen oder die Armut in Arbeitersiedlungen für die Nachwelt festgehalten“, erklärt Feldbacher. Arbeiten, Wirtschaften und Leben – ganz ohne Heroisierung.

Die Zigarrenproduktion in der Tabakfabrik Fürstenfeld um 1930. 80 Prozent der Beschäftigten waren Frauen.
© Museumsverein Fürstenfeld Die Zigarrenproduktion in der Tabakfabrik Fürstenfeld um 1930. 80 Prozent der Beschäftigten waren Frauen.

Ständiger Wandel

Basis der Ausstellung war das Forschungsprojekt „Landesaufnahme“, das von den Multimedialen Sammlungen initiiert und vom Referat Wissenschaft und Forschung des Landes Steiermark gefördert wurde. In Kooperation mit der WKO Steiermark und dem Institut für Geschichte (Fachbereich Zeitgeschichte) der Karl-Franzens-Universität Graz wurden dafür passende Betriebe in allen Bezirken der Steiermark ausgewählt. „Wir haben einige Wirtschaftsarchive mit dem Ziel durchstöbert, nicht nur den großen Playern, sondern vor allem auch KMU eine Bühne zu bieten“, erklärt Feldbacher.

KMU wie auch jenes von WKO-Steiermark-Präsident Josef Herk, der den gleichnamigen Karosserie- und Lackierfachbetrieb in Knittelfeld bereits in dritter Generation führt. Auch Fotografien seiner Vorfahren sind Teil der Ausstellung. Für Herk zeigt diese aber noch viel mehr: „Der wirtschaftliche Wandel ist die konsequente Weiterentwicklung einer Erfolgsgeschichte, die erst durch die ständige Veränderung möglich wurde. Die einzige Konstante im Leben ist der Fortschritt, das zeigt die vorliegende Ausstellung sehr gut auf. Wer Arbeit damals und heute vergleicht, dem werden die vielen positiven Veränderungen erst so richtig bewusst“, so Herk. Während im Laufe der Jahrzehnte viele der damaligen Berufe und Branchen verschwanden, konnten andere erst als Folge des Strukturwandels entstehen – ein Phänomen, das sich auch aktuell im Rahmen der Digitalisierung einmal mehr wiederholt.

Gewinnen Sie Tickets für die Ausstellung

Neugierig? Dann schicken Sie uns eine E-Mail mit dem Kennwort „Steirerland im Arbeitsg’wand“ an redaktion.stwi@wkstmk.at. Unter allen Einsendern verlosen wir 25 x 2 Freikarten für die Ausstellung im Museum für Geschichte in Graz. 


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