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Steirer sprengte Wiener "Rinterzelt"

Ob Steinbruch, Denkmal oder das höchste Bauwerk Österreichs – bei Sprengmeister Richard Isele hält kein Gebäude stand.

Das Rinterzelt in Wien wurde binnen weniger Sekunden dem Erdboden gleichgemacht.
© kk Das Rinterzelt in Wien wurde binnen weniger Sekunden dem Erdboden gleichgemacht.

Drei, zwei eins – Sprengung! Binnen weniger Sekunden war das bekannte Rinterzelt in Wien Geschichte. Die 70 Meter hohe Abfallbehandlungsanlage wurde durch die erfahrene Hand von Richard Isele, den Gründer und Geschäftsführer der gleichnamigen Bergbau-Dienstleistungen GmbH, dem Erdboden gleichgemacht. Rund 200 Kilogramm Sprengstoff in 400 Bohrlöchern sorgten dafür, dass das massive Bauwerk wie geplant in sich zusammenstürzte. 

Österreichs höchstes Bauwerk

Das Rinterzelt war allerdings nicht der erste Auftrag, der die steirische Firma nach Wien lockte: Bereits 2010 wurde das Eisenerzer Unternehmen damit beauftragt, die beiden Sendemasten (268 und 120 Meter hoch) am Wiener Bisamberg zu „fällen“. „Die Sendemasten waren bis zu ihrer Detonation die höchsten Bauwerke in Österreich“, bestätigt Sprengmeister Isele. Eine verantwortungsvolle Aufgabe, die dem gebürtigen Osttiroler damit zuteil wurde. „So ein Projekt dieser Größenordnung besteht ja nicht nur aus der Sprengung selbst. Es gilt vorab behördliche Auflagen zu klären, diverse Sprengversuche durchzuführen und auch umliegende Gebäude zu evakuieren und die Umgebung zu schützen“, so Isele. 

Sicherheit hat höchste Priorität

Da die meisten Sprengungen im Steinbruch oder im Straßenbau durchgeführt werden, sorgen Gebäudesprengungen stets für eine große lokale Aufmerksamkeit. „Bei manchen Projekten spricht sich die geplante Sprengung herum wie ein Lauffeuer, sodass uns oft hunderte Zaungäste bei der Arbeit zusehen“, so Isele. Die allgemeine Sicherheit hat demnach höchste Priorität. „Dafür ist die richtige Methode entscheidend, die wir der Umgebung entsprechend anpassen“, erklärt der Eisenerzer. 

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