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Steirer geben heuer mehr Geld für Packerln aus

Spartenobmann Gerhard Wohlmuth erwartet für die Branche ein leichtes Plus gegenüber dem Jahr 2015.

Der erste Schnee und die schon eröffneten Adventmärkte beweisen: Weihnachten steht vor der Tür. Die Steirerinnen und Steirer zeigen sich dabei auch heuer wieder von ihrer spendablen Seite: Davon geht zumindest die KMU-Forschung Austria in ihrer aktuellen Erhebung aus. „Insgesamt wollen auch heuer wieder 89 Prozent der Steirer ab 15 Jahren, das sind etwa 950.000 Menschen, Weihnachtsgeschenke besorgen, die geplanten Ausgaben dafür steigen von 340 Euro im Vorjahr auf 360 Euro an“, geht Projektleiter Ernst Gittenberger von einem leichten Plus im heurigen Jahr aus. Im Schnitt verschenken unsere Landsleute sechs Präsente an ihre Allerliebsten. Das Christkind muss also insgesamt am Heiligen Abend rund sechs Millionen Packerln unter die heimischen Christbäume legen. Entsprechend vorsichtig optimistisch zeigen sich daher auch die steirischen Einzelhändler: Während 50 Prozent von gleichen Umsätzen wie im Vorjahr ausgehen, rechnen immerhin 30 Prozent mit Steigerungen. Nur 20 Prozent gehen von leichten Einbußen aus.

 

Wie sich das Geschäft dann tatsächlich entwickelt, werde man aber auch heuer wieder erst kurz vor Weihnachten wirklich beurteilen können. Der Grund dafür ist die steigende Zahl der „Late Shopper“, also jener Personen, die ihre Geschenke erst unmittelbar vor dem Heiligen Abend besorgen wollen. Diese Zahl ist heuer mit 37 Prozent so hoch wie noch nie. 28 Prozent wollen ihre Geschenke „in der ersten Dezember-Hälfte“ besorgen. Die Gruppe der „Early Shopper“, also jener Menschen, die ihre Einkäufe bereits vor November beginnen, bleibt konstant bei 15 Prozent. „Fast zwei Drittel der Kunden wollen ihre Präsente also im Dezember einkaufen, mehr als die Hälfte davon erst kurz vor den Feiertagen. Das macht eine Prognose schwierig“, sagt dazu auch der Obmann der Sparte Handel in der WKO Steiermark, Gerhard Wohlmuth. Dennoch blickt er angesichts der Zahlen der KMU-Forschung Austria vorsichtig optimistisch auf das heurige Weihnachtsgeschäft¹, zu dem auch noch die Dezembertage nach Weihnachten zählen. Wohlmuth: „Durch die Gutscheine wird ein großer Teil des Umsatzes erst nach den Feiertagen umgesetzt.“

  

Das liegt heuer unter den steirischen Christbäumen

Im Ranking der meistgekauften Geschenke haben Gutscheine (40 Prozent kaufen sie) zwar an Beliebtheit verloren (2015: 47 Prozent), bleiben aber weiterhin auf Platz 1. Bekleidung und Textilien liegen heuer knapp dahinter auf Platz 2 mit 39 Prozent, gefolgt von Büchern mit 38 Prozent. „Nur“ mehr 31 Prozent wollen Spielwaren kaufen (Platz 4), im Vorjahr waren es noch 40 Prozent (Platz 2). Weiters finden sich Kosmetika (26 Prozent), Selbstgemachtes (24), Unterhaltung/Kultur (20), Sportartikel (19), Schmuck (19) und Bargeld (14) unter den Top-10 der meistgekauften Weihnachtsgeschenke in der Steiermark. Jedoch heißt das noch nicht, dass der Beschenkte damit auch wirklich eine Freude hat – und daraus ergibt sich laut Wohlmuth die Chance auf ein Zusatzgeschäft für den Handel: „Vielfach werden Geschenke umgetauscht, teilweise geben die Beschenkten dann beim Umtausch noch etwas mehr aus als den bloßen Geschenkwert. Das hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen.“ Die Zahl jener Steirer, die Geschenke „auch, aber nicht ausschließlich“ im Internet kaufen, bleibt heuer konstant auf dem Wert des Vorjahres (39 Prozent).

 

Entwicklung im steirischen Einzelhandel

In den ersten drei Quartalen des heurigen Jahres verzeichnete der stationäre Einzelhandel (exkl. Tankstellen und exkl. nicht-stationären Einzelhandels) in der Steiermark ein nominelles Umsatzwachstum von 0,5 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr. Damit liegt die Steiermark leicht unter dem Bundesschnitt, hier beträgt das Nominelle Plus 1,0 Prozent. 




¹ Definition: Als „Weihnachtsgeschäft“ im stationären Einzelhandel wird jeder Brutto-Mehrumsatz (inkl. USt.) im Monat Dezember verstanden, der das Normalmaß von Jänner bis November übersteigt.



Rückfragehinweis:

Mag. Mario Lugger
Referatsleiter Kommunikation
T 0316/601-652
mario.lugger@wkstmk.at

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