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Startschuss für neues "Business-Parship"

Mit einem Kompetenzatlas soll das Suchen und Finden von Kooperationspartnern in der Automatisierungstechnik erleichtert werden.

Andritz AG
© dieindustrie.at/kniepeiss Der neue Kompetenzatlas soll Betriebe in der Automatisierungstechnik besser vernetzen.

Mit einem neuen digitalen Tool lässt die Plattform Automatisierungstechnik in Kooperation mit der Industriellenvereinigung und dem Institut für Wirtschafts- und Standortentwicklung der WKO aufhorchen: Ein Kompetenzatlas soll in der Automatisierungstechnik die Suche nach passenden Kooperationspartnern wesentlich vereinfachen. Quasi ein „Business-Parship“, das die steirische Wertschöpfung im Bereich der Automatisierungstechnik optimieren  – und möglichst viele Matches generieren soll.

Konkret wurden dafür 2.600 Kompetenzen strukturiert zusammengefasst. Die Basis dafür bildet ein Grundraster mit fünf Teilbereichen: Elektrotechnik, Informatik und Maschinenbau sowie Domänen/Branchen, in denen Know-how vorhanden ist, sowie die Art der Tätigkeit. „Durch die systematische Erhebung werden eine einheitliche Interpretation der Kompetenzen und ein einfacher Vergleich gewährleistet“, berichtet Udo Traussnigg, wissenschaftlicher Leiter des Projekts an der FH Campus02.

Erklärtes Ziel ist es, die Betriebe in der Branche noch besser zu vernetzen und mit Ausbildungsanforderungen zu verknüpfen. Denn die Branche ist ein erheblicher Standortfaktor: Rund 90 Unternehmen mit 30.000 Mitarbeitern werden in der Steiermark dem Bereich Automatisierungstechnik zugerechnet.

Positive Bilanz 

Die erste Bilanz fällt höchst positiv aus: „Über 70 Unternehmen und Bildungseinrichtungen haben sich bereits am Projekt beteiligt“, berichtet AT-Styria-Vorsitzender und WKO-Vizepräsident Herbert Ritter: „Damit wollen wir die Breite des Branchen-Know-hows sichtbar machen und Kooperationen unter den heimischen Betrieben weiter ausbauen.“ Insbesondere im Hinblick auf den fortschreitenden Spezialisierungsgrad sei es quasi unmöglich, alle Kompetenzen unter einem Dach zu bündeln. „Dazu braucht es Partner, am besten welche aus der Steiermark“, setzt er nach. 

Der besondere Mehrwert am Kompetenzatlas: Mit einem Blick lassen sich regionale Schwerpunktkompetenzen herausfiltern, die bisher so nicht sichtbar waren – und daraus lassen sich auch interessante bildungspolitische Rückschlüsse ziehen: „So zum Beispiel, dass mehr als 50 Schweißverfahren zum Einsatz kommen, aber nur die gängigsten in der Ausbildung aktuell vermittelt werden.“ Umgekehrt zeige der Atlas auch ein großes Interesse der Firmen an VR/AR-Technologien, aber eine vergleichsweise geringe Kompetenz in diesem Bereich. „Hier streben wir einen regelmäßigen beidseitigen Ausbildungsabgleich und damit eine Stärkung des Wirtschaftsstandorts Steiermark an“, schließt Ritter.

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