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Startschuss für E-Taxi-Offensive in Graz

Heute werden in der steirischen Landeshauptstadt die ersten sieben, ausschließlich elektrisch betriebenen Taxis in Betrieb genommen.

Auch wenn die ersten strombetriebenen Fahrzeuge bereits unterwegs sind, fehlende Ladestationen haben in der Startphase nicht immer für grenzenlos freie Fahrt im Grazer Stadtkern gesorgt. „Das ändert sich mit heutigem Tag“, freut sich Sylvia Loibner, Fachgruppenobfrau der steirischen Taxi- und Mietwagenunternehmer in der WKO: „Wir eröffnen im Rahmen unserer heutigen Fachgruppentagung die erste Schnellladestation in Graz – und zwar am Hilmteich bei der Umkehrschleife, weitere werden in den nächsten Monaten folgen.“ Damit ist im ersten Schritt garantiert, dass die sieben E-Taxis, die jetzt in Betrieb genommen werden, auch quer durch die Stadt umweltfreundliche Energie nachtanken können. Und das blitzschnell, weil jedes Fahrzeug in nur 20 Minuten mit grüner Energie voll geladen werden kann. Um die strombetriebene Flotte auch optisch gut sichtbar zu machen, wird es – so Loibner – ab Mai in der Grazer Innenstadt zudem insgesamt vier eigene Standplätze geben, „die nur von E-Taxi-Fahrern benutzt werden dürfen. Damit möchten wir unseren Kunden die Möglichkeit geben, sich ganz klar für ein E-Taxi zu entscheiden.“

 

Groß angelegte E-Mobilitätsoffensive in der Landeshauptstadt

 

Diese Maßnahmen sind aber nur der Auftakt einer noch viel größeren E-Mobilitätsoffensive namens „KombiMo II“ – eine Kooperation von WKO, Holding Graz, Energie Graz, Stadt Graz und dem Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie. Ziel des Projektes ist es, fünf Mobilitäts-Hotspots in Form von multimodalen Knoten in der Landeshauptstadt zu etablieren. Hier sollen Grazerinnen und Grazer durch die Verknüpfung des öffentlichen Verkehrs mit Carsharing und E-Taxi Dienstleistungen sowie anderen Funktionen künftig ihre Mobilitätsbedürfnisse umfassend abdecken können, ohne ein eigenes Auto besitzen zu müssen. Das System wird standortgeschlossen sowie nutzeroffen betrieben. Jede Grazerin bzw. jeder Grazer kann somit das Mobilitätsangebot an jedem multimodalen Knoten nutzen. Bei der Positionierung der Knoten wurde auf eine gute Verteilung in Bezug auf Nutzer- und Nutzerinnengruppen und das Stadtgebiet sowie die Einbeziehung der beiden großen Stadtentwicklungsprojekte „Smart City Graz Waagner-Biro“ und „Smart City Graz Stadtteil Graz-Reininghaus“ geachtet.

 

Multimodale Knoten und E-Taxis: Millionenförderung vom Bund

 

Multimodale Knoten beinhalten immer eine ÖV-Haltestelle, ergänzt durch 30 bis 50 Fahrradabstellplätze, E-Taxistandplatz für zwei Fahrzeuge und Standplätze für Carsharing E-Fahrzeuge mit reservierter Ladestation. Dazu soll noch eine zweite öffentlich zugängliche Ladestation und ein Leihwagenabholplatz vor Ort sein. Zusätzlich sind die Knoten mit einem Infoterminal ausgestattet, an dem Kundinnen und Kunden die Abfahrtszeiten des Öffentlichen Verkehrs ablesen und Carsharing-Fahrzeuge buchen können. Außerdem wird die Infrastruktur für die Etablierung von 25 E-Taxis in Graz realisiert.

 

Schon seit vielen Jahren setzt das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) einen Förderschwerpunkt auf Forschungs- und Entwicklungsprogramme im Bereich Elektromobilität; denn E-Mobilität ist ein unverzichtbarer Baustein für ein umweltfreundliches Verkehrssystem. Gerald Klug, Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie: „Mit dem Programm ‚E-Mobilität für alle: Urbane Elektromobilität’ bringen wir die Technologie auf die Straße. Eines der größten Projekte ist dabei KombiMo II. Hier wird in Graz ein neues Nutzungsmodell – Stichwort teilen statt besitzen – erprobt. Durch die Verknüpfung des Öffentlichen Verkehrs mit Carsharing und E-Taxi-Dienstleistungen, wird der Verkehr in Graz umweltfreundlich gestaltet und wir verleihen der Elektromobilität zusätzlichen Schwung“, so Verkehrsminister Gerald Klug. Das bmvit-Programm „E-Mobilität für alle: Urbane Elektromobilität“ ist mit mehr als sechs Millionen Euro dotiert; das bmvit fördert das Grazer Projekt KombiMo II mit 2,3 Millionen Euro. 


Rückfragehinweis:

Mag. Mario Lugger
Referatsleiter Kommunikation
T 0316/601-652 
mario.lugger@wkstmk.at

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